Wörterbuch Videotechnik

| 16:9. Kino- und Breitbildformat, das viele höherwertige Camcorder unterstützen. Handelsübliche Röhrenfernseher sind standardmäßig für das 4:3-TV-Format ausgelegt. Aufgezeichnete Filme im 16:9-Breitbildformat werden so mit schwarzen Balken ober- und unterhalb des Films (Letterbox) sowie in relativ kleiner Fläche dargestellt. Es ist anzunehmen, dass sich mit der Verbreitung von großflächigen LCD- und Plasma-Fernsehern in den 2000er Jahren das Breitbildformat durchsetzen wird. Aufwendige Fernsehfilme und Dokumentationen werden schon seit Jahren im 16:9-Format gedreht. Beachtet werden muss beim Filmschnitt, dass das Programm die Ausgabe des 16:9-Formats für das Brennen auf eine DVD unterstützen muss, wenn das Bild nicht verzerrt dargestellt werden soll. Siehe: HDTV, PAL, Progressive World, Totale. |
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| Absaufen. Verschwinden von Bildinformationen in dunkleren Teilen des Bildes, beispielsweise in Schattenbereichen. Der Grund liegt zumeist in einer falschen Ausleuchtung der Motive. Siehe: Augenlicht, Durchzeichnung, Hintergrundausleuchtung, Kontrast. |
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| Abspann. Informationen, Logos und Bilder, die am Ende eines Films eingeblendet werden. Nicht zuletzt für den Hobbybereich ist beispielsweise ein aufwändiger Abspann interessant, bei dem die schönsten Filmsequenzen eines Films neben den Textinformationen nochmals ohne O-Ton und ohne Atmo wie ein Trailer gezeigt werden. Bewährt hat sich dafür eine Anordnung von zwei mittelgroßen, übereinander angeordneten Videofenstern auf der linken Seite des Bildschirms. Dabei werden Filmsequenzen von etwa sieben Sekunden Länge gezeigt und jeweils weich überblendet. Das erste Bild des unteren Films sollte etwa zwei Sekunden später als das des oberen Films einsetzten. Rechts neben den Sequenzen laufen die Textinformationen durch das Bild. Untermalt werden sollte der gesamte Abspann durch ein passendes Musikstück. Die Vorteile sind: Dem Zuschauer wird der gesamte Film noch einmal in einer kurzen Zusammenfassung vergegenwärtigt. Darüber hinaus kann sich der Filmer sicher sein, dass zumindest Teile des Abspanns vom Zuschauer gelesen werden. Siehe: Crawl, Trailer, Vorspann. |
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| AC-3. Ein digitales Raumklangsystem der Firma Dolby, das insbesondere bei DVD Video und DVD Audio genutzt wird. Die Raumklanginformationen werden beim digitalen AC-3 in fünf Richtungskanäle und einem Basskanal separat gespeichert (5.1-Kanal-Ton). Die digitalen Signale werden von einem AC-3-Decoder (Soundprozessor) ausgewertet und als analoge Signale an die einzelnen Lautsprecher ausgegeben. Siehe: MPEG. |
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| Achsensprung. Veränderung der Kamperstandortes zu filmenden Objekten. Bei einem Interview wird beispielsweise der Kamerastandpunkt über die Handlungsachse mit Bezug auf die Blickrichtung variiert, beim Fußballspiel mit Bezug auf die Bewegungsrichtung des laufenden Spiels. Ein Seitenwechsel der Kamera sollte nur dann vorgenommen, wenn der Zuschauer nicht die Orientierung verlieren kann. Siehe: Bildsprung, Interviewsituationen. |
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| Akku. (engl. battery). Abkürzung für Akkumulator, ein Energiespeicher. Für den Betrieb von Camcordern unabhängig von der Steckdose geeignet. Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) haben eine wesentlich höhere Kapazität als die ältere Nickel-Cadmium-Generation (NiCd). Bezogen auf das Gewicht, speichern sie fast die vierfache Energiemenge. Zudem entfallen der gefürchtete Memory-Effekt und das Nachteil der schnellen Alterung. Auch ist die Selbstentladung bei längerer Lagerzeit vergleichsweise gering. Sie lassen sich bis zu 1200 Mal wieder aufladen. Empfindlich reagieren LI-Ion-Akkus mitunter auf Stöße, da sie – anders als NiCd-Akkus – elektronische Bauteile enthalten. Akkus sind generell kälteempfindlich. Um die Selbstentladung bei Kälte zu reduzieren, sollten die Akkus in Hosen- oder Jackentaschen gesteckt oder an einem warmen Ort aufbewahrt werden. Beim Kauf von größeren Akkus sollte darauf geachtet werden, dass die Balance des Camcorders nicht gestört wird. Praxisgerechter ist es zumeist, mehrere kleinere Akkus zu verwenden. Wenn Energie gespart werden muss, sollte daran gedacht werden, dass der Stromverbrauch bei eingeschalteten LCD-Monitor und Kameraleuchten erheblich steigen kann. Siehe: Memory-Effekt. |
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| Aliasing. Treppchen-Effekt, der beispielsweise bei Schriften und Strichgrafiken entstehen kann. In kurvigen Bereichen entstehen bei der Darstellung am Bildschirm unerwünschte sichtbare Kanten. Die Gründe dafür liegen zumeist in einer zu geringen Auflösung des Bildschirms bzw. dargestellten Bildes oder in einer zu geringen Distanz zwischen dem Betrachter und dem Bildschirm. Je größer die Distanz, desto geringer wird der Treppchen-Effekt wahrgenommen. Zudem kann der Effekt durch eine Interpolation von Zwischenwerten (Antialiasing) gemildert oder beseitigt werden. Dabei werden die Kanten durch Hinzufügen einzelner Farbpixel abgerundet. Siehe: Bildfehler. |
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| Amerikanische Einstellung. Bei der amerikanischen Einstellung wird die zu filmende Person nur bis knapp unterhalb der Knie gezeigt. Ursprünglich auf das Filmen von Western zurückzuführen. Die Waffe des Helden (Colt) sollte stets im Blickfeld des Betrachters sein. Siehe: Einstellungsgröße. |
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| Amerikanische Nacht. Ein Filtereffekt, mit dem beim Betrachter der Eindruck erweckt werden soll, als wären die Aufnahmen in der Nacht entstanden. Zur Realisation wird zunächst ein starker Blaufilter auf das Objektiv geschraubt und für eine passende, gute Ausleuchtung der Motive gesorgt. Dann werden Bildhelligkeit und Weißabgleich manuell so eingestellt, dass vor allem die Hauttöne der Personen realistisch wiedergegeben werden. Siehe: Erinnerungsfarben, Weißabgleich. |
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| Ambi-Light. Im Jahre 2004 von Philips eingeführte farbige Beleuchtung hinter Plasma- oder LCD-Fernsehern, die auf die Wand abstrahlt. Farbe und Lichtintensität lassen sich variieren. Nach Herstellerangaben soll sich aufgrund des Ambi-Lights die Wahrnehmung der Bilqualität verbessern und die Augenbelastung reduzieren. |
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| Analog-Digital-Wandler. Elektronische Umwandlung von analogen in digitale Daten. Einige Camcorder im semiprofessionellen Bereich bieten neben der Möglichkeit, digitale externe Daten auf das Magnetband im Laufwerk aufzuzeichnen, den Anschluss externer analoger Geräte an. So können z.B. ältere Betamax- oder VHS-Videorekorder, aber auch analoge Fernseher direkt an den Camcorder angeschlossen werden. Dabei werden die analogen Daten vom Camcorder in digitale Signale umgewandelt und auf das DV-Band aufgezeichnet. Vorteil: Ältere Aufzeichnungen sind nicht mehr der Verschleißgefahr ausgesetzt. Die Digitalisierung ermöglicht eine gleich bleibende Qualität. Zudem kann der Camcorder als mobiler, digitaler Videorekorder für Fernsehaufzeichnungen verwendet werden. Siehe: Camcorder, Digitalisierung, Magnetband. |
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| Angel. Stabförmige, ausziehbare Stange als Mikrofonhalterung. |
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| Ansteck-Mikrofon. Auch als Krawattenmikrofon oder Lavaliermikrofon bezeichnet (von franz. lavalier = Seidenschleife). Kleines Elektret-Kondensator-Mikrofon mit Kugelcharakteristik, das mit einem Clip an der Kleidung befestigt wird und drahtlos oder per Kabel mit dem Camcorder verbunden wird. Häufig bei Fernsehinterviews oder zur Befestigung an Musikinstrumenten verwendet. Von der Qualität her unterscheiden sich diese Mikrofone hinsichtlich des Störabstands. Teurere Mikrofone verfügen über einen besseren Vorverstärker, sodass der Abstand zwischen Grundrauschen und Signal größer ist. Aufgrund der Kugelcharakteristik besteht mitunter die Gefahr, dass starke Nebengeräusche mit aufgezeichnet werden. Siehe: Drahtloses Mikrofon, Elektret-Mikrofon, Handmikrofon, Interview, Kugelmikrofon, Theaterfilm. |
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| Antextbilder. Aufnahme zur Vorstellung einer Person vor einem Interview. Gefilmt wird die Person bei einer typischen oder passenden Tätigkeit. Bei Fernsehnachrichten werden bekannte Politiker beispielsweise vor dem Interview so gezeigt, dass sie kurz durch das Bild gehen. Antextbilder enden im Schlussbild neutral. Siehe: Interview, Vorspann. |
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| Architekturlicht. Fachumgangssprachlich für das Sonnenlicht zur frühen Vormittags- und späten Nachmittagszeit, eben dann, wenn die Sonne nicht sehr hoch steht und Schatten wirft. Assoziiert wird mit diesem Begriff primär ein Gebäude, das bei derartigen Lichtverhältnissen im Seitenlicht besonders plastisch wirkt. Siehe: Lichtgestaltung. |
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| Archivierung. Das Sammeln von Filmen, Videos, Fotos, Texten und Musik auf analogen oder digitalen Datenträgern. Aufgrund von Grenzen der Haltbarkeit von Speichermedien und von technischen Neuerungen stellt sich bei der Archivierung stets die Frage, auf welche Datenträger liebgewonnene Daten möglichst dauerhaft und verlustfrei gespeichert werden sollen. Seit den 1990er Jahren zeichnet sich ein deutlicher Trend zur Digitalisierung von analogen Datenarchiven ab. Der Vorteil bei der Digitalisierung ist, dass sich die Qualität der Videoaufnahmen nicht mehr verschlechtern kann. So lassen sich ganze Archive problemlos ohne jeglichen Verlust kopieren. Ungeklärt ist, wie lange sich angesichts der Existenz alternativer, verlustfreier und preiswerter Speichermedien - wie vor allem DVD, Speicherkarte und Festplatte - das Magnetband als digitaler Speicher auf dem Markt noch halten wird. Siehe: Bandlos in die Zukunft, Haltbarkeit von Videoaufzeichnungen, Magnetband, Masterband, MiniDV. |
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| Astigmatismus. Ein Abbildungsfehler des Objektivs, das sich an Unschärfen von Bildern bei schlechten Objektiven bemerkbar macht. Der Astigmatismus entsteht dadurch, dass Lichtstrahlen sowohl schräg als auch senkrecht auf die Linsenoberfläche fallen. Die unterschiedlichen Einfallwinkel führen zu einer ebenso unterschiedlichen Brechung des Lichts, vor allem dann, wenn eine große Blende eingestellt ist. Gute Objektive gleichen diesen Fehler aus. Siehe: Koma, Kompendium, Objektiv. |
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| Atmo. Kurzform für „Ton-Atmosphäre“. Zumeist sind indifferente allgemeine Hintergrundgeräusche gemeint, wie beispielsweise Stadt (Straßenverkehr, Industrie etc.), Natur (Wald, Wiese, Meeresrauschen, Schritte etc.). Selbst Räume, in denen es scheinbar kein Geräusch gibt, haben eine gewisse Atmo. Fachumgangssprachlich wird in diesem Fall der Ausdruck „raumstatische Atmo“ verwendet. Der Atmo sollte beim Filmen allerhöchste Aufmerksamkeit zuteil werden. Typische Hintergrundgeräusche zu bestimmten Bildern dürfen nicht fehlen, wenn ein Film überzeugend präsentiert werden soll. Zudem muss darauf geachtet werden, dass die Atmo zum Bild passt. Für die Aufnahme eignet sich in der Regel am Besten ein Kugelmikrofon. Siehe: Gegenstände, Kugelmikrofon, Ton, Ton-Bild-Schere. |
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| Audio Dubbing. Einrichtung an Camcordern und Videorekordern, um unabhängig vom Bild nachträglich Ton auf das Magnetband aufzunehmen. Audio Dubbing ermöglicht eine Umschaltung der Tonspuren auf dem Magnetband für separates Löschen und Bespielen. Bei VHS und S-VHS erfolgt die Umschaltung auf die Audio-Längsspur, bei Hi8 auf die PCM-Ton-Spur. Werden diese Spuren zusätzlich bespielt, so bleibt der Originalton (O-Ton) der Filmaufnahme erhalten. Für digitale Videosysteme gilt Ähnliches. Wird bei DV-Systemen der Originalton in 12 Bit aufgenommen, so steht zur Nachvertonung eine Extra-Tonspur zur Verfügung. Außerdem kann bei DV die gesamte Tonspur komplett neu beschrieben werden. In der Filmpraxis erfolgt die Nachvertonung hingegen zumeist über die Schnittsoftware am Computer. Siehe: Magnetband, Nachvertonung, Ton. |
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| Aufblenden. Allgemein wird mit Aufblenden der Vorgang des Öffnens der Objektivblendenöffnung bezeichnet. Ein Bild wird aufgeblendet, wenn es heller wird – ein Ton wird aufgeblendet, wenn er lauter wird. Ziel des Aufblendens von Bildern und Tönen ist das Schaffen von weichen Übergängen. Siehe: Blende. |
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| Auflicht. Zumeist ist eine frontale Beleuchtung auf ein zu filmendes Objekt, die vom Kamerstandpunkt aus realisiert wird, gemeint. Gelegentlich wird der Begriff ganz allgemein für eine frontale oder seitliche Beleuchtung von undurchsichtigen Vorlagen, wie Bilder oder Dokumente, verwendet. Transparente Vorlagen, wie Dias und Folien, werden demgegenüber durchleuchtet (Durchlicht). Siehe: Licht. |
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| Aufprojektion. Begriff aus dem Studiobereich. Für eine Aufprojektion werden in den sichtbaren Hintergrundbereich einer abgebildeten Person oder eines Gegenstandes bestimmte Motive an die Wand projiziert (z.B. Landschaften). Beim Betrachter soll mitunter der Eindruck erweckt werden, dass die Aufnahme nicht im Studio, sondern an einem anderen Ort angefertigt worden ist. Im Gegensatz zur Rückprojektion ist kein transparenter Schirm für die Projektion erforderlich. Siehe: Rückprojektion. |
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| Augenlicht. Kleine Zusatzleuchte, die auf den Camcorder aufgesteckt wird und deren Licht vor allem bei Interviews punktförmig in Richtung der Augen von Personen fallen soll. Auch schlicht Kameralicht genannt. Empfehlenswert ist nicht etwa eine lichtstarke, sondern eher eine lichtschwache Aufsteckleuchte. Das Augenlicht sollte nicht blenden. Das Einsatzgebiet beschränkt sich auf die Beleuchtung des Wesentlichen im Nahbereich, um den Bildern Brillanz zu geben. Der Hintergrund wird etwas dunkler abgebildet. Ist das Augenlicht zu lichtstark, so wird der Hintergrund häufig nicht mehr durchgezeichnet. Das Bild „säuft ab“. Bei stärkeren Augenlichtern sollte das Licht mit einer matten Streuscheibe oder einem weichen Vlies (Spoon) gedämpft werden. Siehe: Absaufen, Beleuchtung, Durchzeichnung, Frontallicht, Licht, Reporterlicht. |
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| Aus dem Bild gucken. Kritischer Ausdruck, der sich auf den Bildaufbau beim Filmen von einzelnen, zumeist sprechenden Personen bezieht. Eine Person „guckt aus dem Bild“, wenn in deren Blickrichtung nicht genügend Freiraum zu sehen ist oder die Augen nicht mehr zu sehen sind. Grundsätzlich sollten sich die Augen im Bild und über eine gedachte Mittellinie des Bildschirms befinden. Siehe: Bildwirkung, Goldener Schnitt, Interviewsituationen. |
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| Ausleuchtung. Im Gegensatz zur Beleuchtung, bei der es um die Farbe des Lichts und die durchschnittliche Helligkeit geht, ist mit Ausleuchtung die Lichtwirkung auf den Betrachter gemeint. Abhängig ist die Lichtwirkung vom Standpunkt und der Art der Lichtquellen sowie vom Kontrast. Siehe: Lichtgestaltung. |
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| Ausfressen. Begriff aus der Fotografie, der in die Videografie übernommen wurde. Gemeint ist die fehlende Durchzeichnung in den hellen, überbelichteten Bildteilen (Lichtern). Fachumgangssprachlich wird auch das Verb „abbrennen“ benutzt. Das Phänomen des „Ausfressens“ ist auf die systembedingt unbefriedigende Kontrastwiedergabe bei Camcordern zurückzuführen. Bei sehr hellem Himmel lässt sich die Kontrastwiedergabe durch die Verwendung eines neutralen Verlaufsfilters verbessern. So zeichnen die Wolken besser und die Landschaft wird weniger dunkel dargestellt. Siehe: Kontrast, Überbelichtung, Verlaufsfilter |
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| Autofahrt. Bei Filmaufnahmen durch die Windschutzscheibe eines Automobils können Lichtspiegelungen das Armaturenbrett sichtbar werden lassen. Abhilfe verschafft ein Polarisationsfilter. Wackler während der Fahrtaufnahmen können mit dem Einsatz eines zusätzlichen Weitwinkel-Konverters etwas gedämpft werden. Für den professionelleren Einsatz sind Saugstative geeignet, die auf der glatten Karosserie befestigt werden. Siehe: Polarisationsfilter, Weitwinkelobjektiv. |
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| Autofokus (AF). Die automatische Einstellung der Bildschärfe bei Objektiven, wobei vom Camcorder entweder schlicht in der Bildmitte oder in mehreren AF-Feldern des Bildfeldes die Korrekturwerte ermittelt werden. Aktive AF-Einrichtungen verwenden einen Infrarotmessstrahl, passive AF-Einrichtungen (TTL) führen Messungen in Bereichen des Objektivbildes durch. In der Praxis erweist sich ein etwas trägerer Autofokus als besser geeignet, da sonst unerwünschte Sprünge beim Schärfen einzelner bewegter Bilder auftreten können. Die Grenzen des Autofokus liegen einerseits bei speziellen Aufnahmewünschen vonseiten des Kameramanns. Wenn der Schwerpunkt der Schärfe im Vordergrund, am Bildrand, in der Bildmitte oder im Hintergrund liegen soll, muss der Autofokus abgeschaltet und manuell scharf gestellt werden. Andererseits stößt der Autofokus bei zu kontrastlosen, zu dunklen oder hellen Motiven an seine technischen Grenzen. Als problematisch können sich darüber hinaus eine zu schwache Beleuchtung, zu starkes Gegenlicht, fein gemusterte Objekte, Vorsatzfilter, extreme Helligkeit oder stark glänzende Objekte erweisen. Gute Camcorder kommen mit den zuletzt genannten Schwierigkeiten besser zurecht. Siehe: Filmdialog, Schärfentiefe. |
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| Babystativ. Kurzbeiniges Dreibeinstativ für den Profibereich, das sich besonders für extrem niedrige Kamerapositionen eignet. Die Beinlänge beträgt etwa 20 cm. Nicht zu verwechseln mit den noch kleineren Tisch- opder Ministativen, die speziell für handliche Comsumer-Camcorder konstruiert werden. Siehe: Froschperspektive. |
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| Bandlos in die Zukunft. Auf der internationalen Funkausstellung 2003 in Berlin wurde die Parole „Bandlos in die Zukunft“ geprägt. Seitdem gibt es Camcorder, die direkt auf DVD oder Speicherkarte aufzeichnen können. Allerdings ist ein Ende der Verwendung von Magnetbändern bislang nicht absehbar, denn verlustfrei lassen sich große Datenmengen nur sinnvoll auf Magnetbänder oder Festplatten aufzeichnen. Alle sonstigen Lösungen führen aufgrund des Zwangs zur Kompression zu einer Beeinträchtigung der Videoqualität. Festplatten haben gegenüber den Magnetbändern zudem den Nachteil, dass sich dort nur schlecht ganze Filmarchive speichern lassen, eben weil das Speichervolumen begrenzt ist. Zudem würden mit einem Defekt der Festplatte sämtliche Originalfilme verloren sein. Deshalb gibt es bislang noch keine Beweise dafür, dass die Zukunft mittelfristig bandlos sein wird, lediglich Indizien (wie z.B. die fehlende Produktion von DV-Drives). Was bislang fehlt, sind größere und ebenso sichere wie preiswerte Datenträger, die das Magnetband ablösen könnten. Sony setzt beispielsweise tendenziell auf das Professional-Optical-Disc-System XDCAM für die Kameraaufnahme (Laufwerkslösung), Panasonic hingegen auf die weltweit verbreite SD-Memory-Card (Speicherkartenlösung). Siehe: Archivierung, Digitalisierung, DV-Drive, Magnetband. |
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| Bauchbinde. Namenseinblendung im unteren Bereich eines Bildes. Beispielsweise bei Interviews. Siehe: Interview, Text. |
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| Beleuchtung. Beleuchtungskörper und deren Merkmale für die Lichtgestaltung, wobei in der Filmpraxis insbesondere die durchschnittliche Helligkeit (Beleuchtungsstärke) und die Lichtfarbe (Farbtemperatur) im Zentrum des Interesses steht. Von Ausleuchtung wird hingegen gesprochen, wenn die räumliche Verteilung der Helligkeit und der Kontrast ins Blickfeld für Filmaufnahmen genommen wird. Generell wird bei der Beleuchtung zwischen Kunst- und Tageslichtleuchten unterschieden. Kunstleuchten haben Brenner mit einer Farbtemperatur von 3 200 Kelvin, Tagelichtleuchten 5 600 Kelvin. Dabei reicht das Spektrum von den relativ lichtschwachen Aufsteckleuchten (5 bis 100 Watt) bis hin zu den lichtstarken Standleuchten (ab 500 Watt). Für den Videofilmer sind folgende Beleuchtungskörper geeignet: Kameralicht (Augenlicht), Stufenlinsen-Scheinwerfer, Flächenleuchte, Dedolight und Halogen-Metalldampf-Leuchte. Damit der Lichtstrahl seitlich wie auch nach oben begrenzt werden kann, müssen Videoleuchten mit mattschwarzen Torblenden ausgestattet sein. Auch sollten Videoleuchten über Sicherheitsglasscheiben und eine Fokussiermöglichkeit verfügen. In der Filmpraxis erweisen sich drei bis vier verhältnismäßig schwache Leuchten als weitaus besser im Vergleich zu einer einzelnen lichtstarken Leuchte. Zumeist werden die gleichzeitig verwendeten Leuchten mit unterschiedlichen Reflektoren und Diffusoren eingesetzt. In der Praxis erweist sich eine Anordnung im Sinne der Drei- bzw. Vier-Punkt-Ausleuchtung als sinnvoll, bei der neben der Kamera ein Führungslicht positioniert wird. Gleichsam werden mit ein bis zwei Leuchten von schräg oben das Motiv beleuchtet. Hinzu kommt schließlich ein Seitenlicht. Bewegen sich Personen im Licht, so muss darauf geachtet werden, dass diese nicht partiell oder ganz im Schatten verschwinden. Deshalb sollte der Bewegungsraum vor wichtigen Filmaufnahmen allseitig geklärt sein. Verwendet werden sollten ausschließlich Lampen ohne Netzflimmern und mit einem kontinuierlichen Spektrum. Alle verwendeten Steckdosen sollten ausreichend abgesichert sein. Um eventuellen Problemen entgegentreten zu können, sollte der Ausrüstung ein mit 16 Ampere belastbares Verlängerungskabel beigelegt werden. Siehe: Augenlicht, Ausleuchtung, Dedolight, Dichroitische Scheibe, Einleuchten, Farbtemperatur, Flächenleuchte, HMI-Lampe, Lichtgestaltung, Lichtkoffer, Stufenlinsen-Scheinwerfer. |
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| Beleuchtungsstärke. Maß für die Helligkeit einer beleuchteten Fläche, angegeben in Lux (lx). Gibt an, wie stark eine Fläche unter Berücksichtigung des jeweiligen Einfallswinkels beleuchtet wird. Bei einem Lichtstrom von 1 lm auf einem Quadratmeter Fläche beträgt die Beleuchtungsstärke an allen Stellen dieser Fläche 1 Lux. Die Beleuchtungsstärke nimmt mit dem Quadrat der Entfernung zu einer Lichtquelle ab. So erzeugt beispielsweise eine 100-Watt-Leuchte bei einem Meter Entfernung etwa 400 Lux, bei zwei Meter Entfernung dementsprechend 100 Lux, bei drei Metern nur noch 44 Lux. Beispiele für die Beleuchtungsstärke: Nachts bei Vollmond (0,1-0,25 lx), Kerzen (5 lx), künstlich beleuchteter Wohnraum (20-100 lx), beleuchtete Straße bei Nacht (30 lx), Wohnraum bei Tageslicht (200-1000 lx), Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang (500 lx), künstlich beleuchteter Arbeitsraum (600-1500 lx), Tageslicht im Winter (10 000 lx), Tageslicht im Sommer (50 000 lx), direkte Sonne im Sommer (100 000 lx). Siehe: Helligkeit, Farbtemperatur, Leuchtdichte, Lichtmessung, Lichtstrom. |
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| Betamax. Im Jahre 1984 neben VHS das vorherrschende Videosystem. Video 2000 von Grundig und Philips fristeten dagegen ein Schattendasein und wurde wegen Erfolglosigkeit nicht mehr produziert. Etwa Ende der 1980er Jahre wurde dann Betamax recht schnell zugunsten von VHS vom Markt verdrängt. Das Videorekordersystem von Betamax arbeitet mit 1,5-Zoll-Kassetten. Analoge Betamax-Aufnahmen lassen sich problemlos digitalisieren, sodass der Verschleiß- und Alterungsprozess als Problem nicht mehr ins Gewicht fallen. Erst durch die Digitalisierung der analogen Betamax-Filme ist eine gleich bleibende Qualität von Bild und Ton gewährleistet. Siehe: Archivierung, Magnetband, VHS. |
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| Bildfehler. Technisch bedingte Fehler, die sowohl bei analogen als auch bei digitalen Videosystemen auftreten können. Die häufigsten Bildfehler sind Rauschen, Zittern, Flacken, Streifen, Verzerrungen und Unschärfe. Häufige Ursachen sind: Verunreinigungen (Kopftrommel, Bandführung, Band), fehlerhaftes Bandmaterial (schlechte Qualität, Knicke, geflickte Risse), Fehler im Laufwerk (falsche Spurlage, ungleichmäßiger Bandzug, Gleichlaufschwankungen, falsche Synchronisation), Fehler am Bildschirm (falsche Einstellungen, defekte Kabel), ungünstiger Systemstandard (PAL). Siehe: Antialiasing, Bildrauschen, Blooming, Magnetband, Moiré, PAL. |
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| Bildmischer. In der Regel eine Person, die während einer Live-Sendung die von den MAZ-Geräten oder Studiokameras empfangenen Bilder sichtet und jeweils diejenigen Bilder „auf Sendung“ schaltet, die zu einem stimmigen Gesamtbild passen. Enge Kooperation mit dem Regisseur. Da das Mischen von Bildern mit einem Schnitt zu vergleichen ist, kann die Arbeit mit einem Bildmischer auch bei sonstigen Dreharbeiten eingesetzt werden. Der Vorteil liegt darin, dass die Nachbearbeitungszeit von Filmen mitunter erheblich verkürzt werden kann. Der Grobschnitt wird so bereits während der Dreharbeiten ausgeführt. Siehe: Filmschnitt, Live on Tape, Regisseur. |
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| Bildrauschen. Regellose, griesartige Störungen in Bildern oder Bildteilen. Ursachen sind: Fehler beim Camcorder (falsche Einstellungen, Verunreinigungen), fehlerhaftes Bandmaterial (schlechte Qualität, zu geringer Rauschabstand zwischen Nutzsignal und natürlichem Bandrauschen), Fehler in der Elektronik (zu schwaches Videosignal, zu große Übergangswiderstände, kalte Lötstellen, defekte Leitungen oder Bauteile), Fehler beim Fernseher (zu schwaches Antennensignal). Siehe: Bildfehler. |
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| Bildsprung. Der Begriff bezieht sich auf den Filmschnitt. Wird aus einer bewegten Szen, die bei einer gleichbleibenden Einstellung aufgenommen wurde, ein Stück herausgeschnitten, so scheint für den Betrachter das Bild zu springen. Ähnliches gilt zudem für zwei verschiedene Einstellungen von gleichen oder identischen Bildern. Die Bildfolge sollte beim Schneiden stets so gewählt werden, dass sich die Einzelbilder harmonisch zusammenfügen. Werden gleiche oder ähnliche Motive hintereinander montiert, so handelt es sich um einen Bildsprung, der in der Regel unharmonisch wirkt. Ziel des themagebundenen Filmens und Schneidens sollte es sein, möglichst Kontraste zwischen den Einzelbildern zu schaffen. Eine Ausnahme ist der Match-Cut. Siehe: Achsensprung, Einstellung, Match-Cut. |
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| Bildwirkung. Die emotionale, subjektive Gesamtwirkung von Bildern, Szenen, Einstellungen und Tönen auf den Betrachter eines Films. Die Kalkulation von Bildwirkungen ist das Handwerk des Filmemachens. Allgemein kann gesagt werden: Kameraeinstellungen dürfen nicht verwackelt sein. Angestrebt werden muss eine möglichst ruhige Kameraführung. Zooms und Schwenks sollten nur wenig, kurz und gezielt zum Einsatz kommen. Möglichst häufig das Stativ benutzen. Anstatt fortgesetzt aus der Augenhöhe zu filmen, sollten außergewöhnliche, extreme und spektakuläre Kameraeinstellungen gesucht werden. Menschen wirken interessanter als leblose Gegenstände. Dynamische Bilder wirken ansprechender als statische. Großaufnahmen wirken emotionaler als Totalen. Licht und Schatten sind wirkungsvolle Zutaten bei der Bildkomposition. Ohne gute Tonaufnahmen und eine stimmungsvolle Ausleuchtung kommt der Film beim Zuschauer nicht an. Siehe: Farbtemperatur, Goldener Schnitt, Großaufnahme, Licht, Schwenk, Ton, Zoom. |
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| Bitmap. Allgemein Bezeichnung für digitale Bilddateien. Zur Erzeugungen von Bitmaps wird jeder einzelne Bildpunkt (Pixel) wie auf einer Landkarte (engl. map) als Datensatz in Form von Bits in einer Datei abgelegt. Dabei hat jedes Pixel einen bestimmten Platz und einen bestimmten Wert innerhalb des digitalen Bildes. Ferner wird jeder Bildpunkt durch eine bestimmte Anzahl von Bits genau definiert. Auch komprimierte Frames (Einzelbilder) aus digitalen Videsignalen und das standardisierte Grafik-Dateiformat mit der Extension *.bmp gelten als Bitmaps. Siehe: GIF, JPEG. |
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| Black Burst. (FBAS). Videosignal, das reines Schwarz wiedergibt. Häufig bei professionellen, gelegentlich bei semiprofessionellen Camcordern zu finden. Black Burst eignet sich zum Einmessen verschiedener Videosignale und zum Überspielen von neuen Videokassetten. Beim Einmessen findet unter anderen ein Abgleich zwischen dem im Black Burst-Signal enthaltenen Synchronsignalen und des Farb-Burst-Signals mit den sonstigen Videosignalen statt. Siehe: Burst-Signal, Composite Video, Magnetband. |
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| Blende. Begriff zur Bezeichnung der variablen Objektivöffnung zur Steuerung der einfallenden Lichtmenge oder zur Bezeichnung spezieller bildmäßiger Übergange zwischen zwei Einstellungen. In technischer Hinsicht ist eine Blende ein Bauteil im Objektiv der Kamera, welches den Durchmesser der Öffnung im Objektiv beschränkt und somit das gefilmte Motiv mehr oder weniger hell bzw. dunkel abbildet. Die jeweilige Öffnung der Blende wird in Blendenzahlen angegeben. Häufig verwendete Werte der international standardisierten Blendenreihe sind: 1.4; 2.8; 4; 5.6; 8; 11; 16. Die Blendenzahlen geben den Durchmesser der Öffnung im Objektiv an, welche das Licht zum Aufnahmechip oder Film leitet. Je höher die Blendenzahl, desto geringer das Licht, das durch die gewählte Blende fällt. Abhängig von der Belichtungsautomatik des Camcorders, kann die Blende entweder nur bedingt oder überhaupt nicht eingestellt manuell werden. Eine manuelle Einstellung der Blende ohne eine Änderung der Bildhelligkeit ist nur dann möglich, wenn eine manuelle Kontrollmöglichkeit für die Schärfentiefe vorhanden ist und die Belichtungsautomatik lediglich auf die elektronische Bildverstärkung wirkt. Wird in diesem Fall die Schärfentiefe manuell reguliert, ändert sich auch die Öffnung der Blende - und trotz veränderter Blende bleibt das Bild stets gleich hell. Demgegenüber führen manuelle Einstellungen bei Camcordern, bei denen die Belichtungsautomatik nur über die direkte elektromechanische Verstellung der Blende arbeitet, zu einer Veränderung der Helligkeit. Dies ist bei Camcordern der Fall, die über eine manuelle Gegenlichtkorrektur (BLC-Bedientaste) verfügen. Bei einigen Camcordern im semiprofessionellen und professionellen Bereich lässt sich die Blende demgegenüber direkt manuell einstellen (z.B. im Av-Modus an einem zusätzlichen EXP-Rad), wobei die Verschlusszeit automatisch dem jeweiligen Blendenwert angepasst wird (Zeitautomatik). Der Vorteil bei dieser Einstellung ist, dass das Motiv durch eine Unschärfe des Hinter- oder Vordergrundes hervorgehoben wird. Sind also Einstellmöglichkeiten gegeben und sollen diese bewusst genutzt werden, so ist ferner zu beachten, dass die möglichen Blendenzahlen abhängig von der Brennweite des Objektivs sind. Der jeweilige Blendenwert entspricht der Brennweite des Objektivs dividiert durch den jeweiligen Öffnungsdurchmesser der Blende. So entspricht z.B. ein Objektiv mit 50 mm Brennweite einem Durchmesser von 25 mm bei dem Blendenwert 2. Wird der Durchmesser der Blende auf 12,5 mm verringert, so ergibt sich die Blendenzahl 4. Bei dem Blendenwert 16 beträgt der Durchmesser der Blendenöffnung nur noch 3 mm. Für die Praxis bedeutet dies: Da ein langbrennweitiges Objektiv (Teleobjektiv) weit entfernte Gegenstände größer abbildet als eines mit kürzerer Brennweite (Weitwinkelobjektiv), verteilt sich das reflektierte Licht der Gegenstände auf eine größere Fläche, sodass das Bild abgedunkelt wird. Mit kurzbrennweitigen Objektiven lassen sich demgegenüber hellere Bilder realisieren. Mit manueller Einstellung der Schärfentiefe lässt sich dieser Effekt gegebenenfalls teilweise kompensieren. Im Idealfall sollte das Zusammenspiel von Brennweite und Blendenwert so eingestellt werden, dass bei gleicher Blende immer die gleiche Menge Licht auf den Aufnahmechip bzw. Film trifft. Siehe: Aufblenden, Blendenreihe, Brennweite, Gegenlicht, Gegenlichtkorrektur, Graufilter, Koma, Schärfeblende, Schärfentiefe, Verschlusszeit, Zebramuster. |
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| Blendendreihe. International standardisierte Reihe von Blendenzahlen. Bei einer Veränderung der Blende auf die nächsthöhere oder nächsttiefere Stufe soll die Bildhelligkeit entweder halbiert oder verdoppelt werden. Dementsprechend entsteht folgende Reihe von Blendenwerten: 0.7, 1, 1.4, 2, 2.8, 4, 5.6, 8, 11, 16, 22, 32, 45, 64, 90 etc. Anders als bei der Fotografie ist die Angabe von Blendenzahlen in der Videografie nicht üblich. Siehe: Blende. |
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| Blickführung. Führung der Kamera entsprechend des Blicks gezeigter Personen. Ist für den Betrachter nicht erkennbar, wohin eine Person schaut oder zeigt, so muss dies in der folgenden Einstellung gezeigt werden. Dabei sollten Schwenks möglichst vermieden werden. Eine weniger unruhige und professionellere Lösung ist es, nachfolgend einen passenden Umschnitt als stehende Einstellung zu drehen. Gelegentlich wird der Begriff Blickführung auch für den Betrachter von Filmen verwendet. Der Blick des Zuschauers soll seinen Blick beispielsweise mithilfe von Großaufnahmen und einer geeigneten Ausleuchtung auf das Wesentliche von gezeigten Bildern richten, um den Inhalt des Films nachvollziehen zu können. Siehe: Filmdialog, Filmschnitt, Gegenschuss, Großaufnahme, Hintergrundausleuchtung, Kameraführung, Lichtführung. |
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| Blooming. Eine Nachziehleuchtfahne, die bei bewegten Objekten oder bei Kameraschwenks mit alten Röhrenkameras (Plumbicon) auftreten kann. Bei Camcordern mit CCD-Bildsensoren kann dieser Effekt gegebenenfalls ebenso auftreten, allerdings weniger stark. Siehe: Bildfehler. |
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| Blue-Back-Funktion. Funktion, um bei einem fehlenden oder unbrauchbaren Videosignal einen sattblauen Bildschirm einzublenden. |
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| Blue-Ray. Disc-Typ, für den eine noch höhere Speicherkapazität als bei der DVD kennzeichnend ist. |
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| Blue Box. Ein Filmtrick, bei dem Personen oder Gegenstände vor einem blauen Hintergrund gefilmt werden. Durch das Chromo-Key-Verfahren werden die blauen Anteile des Bildes mit anderen Bildern oder Filmen überdeckt, sodass ein beliebiger Hintergrund erzeugt werden kann. Im Fernsehen beispielsweise bei Korrespondenten eingesetzt, die in Wahrheit in einem Studio vor einem blauen Hintergrund sprechen. Anstatt des blauen Hintergrunds wird das bewegte Bild der Stadt hinter dem Korrespondenten eingeblendet. Häufig auch bei Wettervorhersagen im Fernsehen eingesetzt. Siehe: Trick. |
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| Brennweite. Als Brennweite (f) wird der Abstand zwischen dem optischen Mittelpunkt des Objektivs und der Bildebene (Bild-Sensoroberfläche) bei einer Scharfeinstellung auf unendlich bezeichnet. Angegeben wird die Brennweite in Millimetern. Mit kurzen Brennweiten eines Objektivs wird ein größerer Bildwinkel erfasst (Weitwinkel). Lange Brennweiten bilden weit entfernte Objekte groß ab (Tele) und haben einen kurzen Schärfentiefebereich. Je länger die Brennweite, desto größer die Gefahr von unruhigen Bildern und Wacklern bei entfesselter Kamera oder bei Berührungen des Stativs. Da sowohl die Einstellungsgröße als auch die Perspektive von der Brennweite abhängen, ist der bewusste Einsatz der Brennweite unerlässlich für eine gute Bildgestaltung. Um unterschiedliche Bildsensorformate auf äquivalente Brennweiten umzurechen, muss mit einem feststehenden Umrechnungsfaktor gerechnet werden. So beträgt beispielsweise bei der Umrechnung von einem 1/2-Zoll auf einem 2/3-Zoll-Bildsensor der Faktor 1,36. Daraus folgt, dass bei einem 2/3-Zoll-Camcorder der Zoom auf 9,5 mm Brennweite eingestellt werden muss, um dieselbe Bildwirkung wie bei einem 1/2-Zoll-Camcorder mit 7 mm Brennweite zu erreichen. Siehe: Blende, Entfesselte Kamera, Lange Tüte, Objektiv, Schärfentiefe, Tele-Einstellung, Verzeichnung, Zoom. |
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| Broadcast-Camcorder. Von engl. Broadcast = Rundfunk. Unter das Stichwort „Broadcast“ fallen professionelle Studioanlagen und hochwertige Gerätetechnik im Bereich Fernsehen und Rundfunk. Broadcast-Camcorder sind professioneller Camcorder, der von den Fernsehanstalten in der aktuellen Berichterstattung, für halbstündige Features, Reportagen und Dokumentationen eingesetzt werden. Die Preisklasse liegt um 30 000 Euro, wobei für das Zoom-Objektiv etwa 13 000 Euro hinzukommen. Ausgestattet mit einem 2/3-IT-Zoll-Bildwandler (CCD), hoher Bildpunktzahl (Auflösung) und hoher Kontrastbewältigung. Aufgezeichnet wird auf Magnetband, seit etwa 1998 auch auf Festplatte (zuerst angeboten von Ikegami und Avid), Speicherchip oder Professional Optical Disc. Weitere Austattungsmerkmale: umschaltbar von 4:3 auf das 16:9-Bildformat, DVCPRO- oder MPEG-IMX-Format, hohe Zuverlässigkeit und Tonaufnahmequalität, digitale Komponentenaufzeichnung mit 25 oder 50 Mbps, hoher Signal-Rausch-Abstand und vieles mehr. Ein älteres Modell ist beispielsweise der 9 kg schwere Broadcast-Camcorder BVW 300 von Sony. Anders als bei den kleineren 3-CCD-Camcordern sind für die Broadcast-Camcorder im Ausland Drehgenehmigungen einzuholen. Eine noch höhere Qualität als die Broadcast-Camcorder bieten die HD-Camcorder. Siehe: Camcorder, Feature, HD-Camcorder, Reportage, Schulter-Camcorder. |
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| Bunter Einstieg. Auflockernde Bilder, bevor zum eigentlichen Thema gefilmt wird. So beispielsweise bei einer Reportage. Dabei müssen die Bilder in einem erkennbaren Zusammenhang zum Thema stehen. Beispiel: Filmen bei Befragungen von Fans, bevor ein Prominenter in Szene gesetzt wird. Siehe: Trailer, Vorspann. |
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| Burst-Signal. (von engl. burst = durchbrechen; übertragen: plötzlich sichtbar werden). In der Videotechnik das Synchronisationssignal, das zu Beginn einer jeden Zeile als Referenzpunkt für das Farbsignal des Bildes aktiv wird. Im professionellen Bereich wird das Burst-Signal als Bezugssignal zur Synchronisation verschiedener Geräte verwendet. Siehe: Black Burst, Chrominanz-Signal, PAL. |
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| Camcorder. Handliche analoge oder digitale Kamera zum Aufzeichnen von Videomaterial. Aufgezeichnet wird auf Magnetband, DVD, Speicherkarte oder Festplatte. Spätestens ab 2004 galten die analogen Camcorder allgemein als Auslaufmodelle, da sie an die Bildqualität und Austattungsmerkmale ihrer digitalen Nachfolger nicht mehr heranreichen. In den unteren Preisklassen von digitalen Camcordern wird gern mit einem großen Digitalzoom geworben. Dieser erweist sich in der Praxis allerdings als unbrauchbar, nicht zuletzt deshalb, weil - eben ganz im Gegenteil - in sehr vielen Filmsituationen ein möglichst weitwinkliges Objektiv benötigt wird. Zudem ist eine gute Abbildqualität nur mit einem optischen Zoom zu erreichen. Preiswerte Einsteigermodelle bis etwa 600 Euro sind zumeist ohne Sonderfunktionen ausgestattet, häufig nicht sehr lichtstark und ohne Digitaleingang. Ein Digitaleingang muss indes vorhanden sein, wenn fertig geschnittene Filme verlustfrei zurück auf die DV-Kassette überspielt werden oder zwei Camcorder miteinander verbunden werden sollen (Stichwort: Camcorder als Videorekorder). Empfehlenswert sind in dieser Preisklasse Auslaufmodelle zu herabgesetzten Preisen. Sie sollten einfach zu bedienen sein, einen guten Ton aufzeichnen und über eine zusätzliche Mikrofonbuchse verfügen. Da es sich in dieser Preisklasse um 1-Chip-Modelle handelt, ist die Bildqualität (Auflösungsvermögen, Brillanz, Farbtrennung) zwar ausreichend, aber zumeist nicht optimal. Im direkten Vergleich zeigen sich sichtbare Unterschiede. Nur wenige 1-Chip-Modelle reichen an die Bildqualität der 3-Chip-Modelle in der semiprofessionellen Preisklasse (2004 ab etwa 1500 Euro) heran. Zu den semiprofessionellen Austattungsmerkmalen gehören darüber hinaus: Digitaleingang, manuelle Ton- und Helligkeitssteuerung, manueller Scharfstellring, erweiterter (intelligenter) Schuh für Mikrofone und Zusatzlicht, hochwertige Objektive, Nachvertonungsmöglichkeit, Analog-Digital-Wandler (z.B. für das Überspielen von VHS oder Betamax auf DV), optischer Bildstabilisator. Siehe: Broadcast-Camcorder, Foto-Camcorder, Drei-Chip-Camcorder, DVD-Camcorder, HD-Camcorder, Hochkant-Mini-Camcorder, Multimedia-Camcorder, Objektiv, Schulter-Camcorder, Ton. |
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| CCD-Bildwandler. CCD ist die Abkürzung für Charge-Coupled-Device (= ladungsgekoppelter Bildsensor). Dabei handelt es sich um einen Halbleiter-Chip, der das durch das Objektiv einfallende Licht in elektrische Signale umwandelt. Um das Bild detailliert wiedergeben zu können, ist die Oberfläche des Chips mit lichtempfindlichen Bildpunkten (Pixeln) überzogen. Die Gesamtfläche bzw. Gesamtzahl der Pixel wird als Total Area bezeichnet. Sie ist nicht identisch mit der Auflösung des Bildsensors. Bei Camcordern wurde der CCD-Bildwandler seit etwa der Mitte der 1990er Jahre immer mehr zu einem allgemeinen Standard. Gängige Consumer-Camcorder besitzen nur einen CCD, hochwertige Modell drei, wobei dann jeder CCD für eine Grundfarbe (Rot, Grün, Blau) verwendet wird. Die Verwendung von drei CCD-Chips in einem Camcorder führt insgesamt zu einer besseren Farbqualität (bessere Farbreinheit und –trennung). Vorsicht ist bei direkt in das Objektiv einfallendem Sonnenlicht geboten, da die CCD-Chips überhitzen und zerstört werden können. Siehe: Drei-Chip-Camcorder, PIxel. |
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| Chef vom Dienst. (Abk. CvD). Der CvD ist verantwortlich für den Ablauf, die Zusammenstellung und die Planung einer Fernsehsendung. Siehe: Rohschnitt. |
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| Chrominanz-Signal. Ein Farbartsignal, das die Werte für Farbton, Farbhelligkeit und Farbsättigung enthält. Bei dem so genannten FBAS-Signal ist das Chrominanz-Signal als F-Signal mit dem Luminanz-, Austast- und Synchronsignalen kombiniert. Anders als bei S-VHS und Hi8 werden beim FBAS-Signal das Chrominanz- und Luminanzsignal somit nicht spererat übertragen. Siehe: Burst-Signal, Farbrauschen. |
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| Codec. (Ein zusammengesetztes Wort aus engl. coder und decoder.) Bezeichnung für ein Programm, mit dem digitale Video- oder Audiodaten in bestimmte Formate (z.B. MPEG, MP3) codiert und dekodiert werden können. Die allermeisten Codecs arbeiten mit Kompressionsverfahren, was zwar zu Datenverlusten, aber auch zu einem geringeren Speichervolumen von Filmen oder Audioaufnahmen führt. Da Videos im PAL-Standard rund 20 MByte pro Sekunde benötigen, ist zum Speichern von längeren Filmen auf eine CD oder DVD ein Videocodec in der Regel notwendig. Bei den Codecs lässt sich die Stärke der Kompression zumeist manuell einstellen, sodass entsprechend des maximal zur Verfügung stehenden Speicherplatzes die jeweils bestmögliche Qualität nutzbar wird. Siehe: MPEG. |
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| Composite Video. (FBAS). Analoges Farbvideosignal. Anders als bei dem im Hobbybereich konkurrierenden S-Video-Signal verfügt das Composite Videosignal nicht über einen aufgetrennten Luminanz- und Chrominanzsignal. Stattdessen wird das Composite Videosignal gemeinsam mit anderen Signalen zum FBAS-Signal codiert. Stehen bei Geräten, wie z.B. Grafikkarten, sowohl Composite Video- als auch S-Video-Anschlüsse zur Verfügung, so sollte bei Bedarf möglichst die S-Video-Buchse gewählt werden (z.B. zum Digitalisieren). Die Norm für die digitale Aufzeichnung von Composite-Signalen im Studiobereich wird als D2 bezeichnet. Siehe: Black Burst, Chrominanz-Signal, FBAS. |
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| Consumer-Geräte. Im Gegensatz zu den Profis werden die Amateur- und Hobbyfilmer von den Geräteherstellern zumeist als Consumer bezeichnet. Die Consumer-Geräte werden für diesen Markt in Großproduktion gefertigt. Für Profis sind vor allem die im Vergleich zu den Profi-Geräten preiswerteren, leistungsfähigeren und bedienungsfreundlicheren Geräte der gehobenen Klasse der Consumer-Geräte von besonderem Interesse. Denn gerade in diesem Feld sind die Grenzen zu Profi-Geräten fließend. Siehe: Camcorder, Hobbyfilmer. |
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| Cookies. Im Videobereich werden Gegenstände, die bewusst in den Strahlengang der Hintergrundbeleuchtung gehängt werden, als Cookies oder Schattenwerfer bezeichnet. Erzielt werden sollen auf diese Weise interessante Schattengebungen. Siehe: Effektbeleuchtung, Lichtgestaltung. |
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| Copyright. Umgangssprachlich als Vervielfältigungsrecht bezeichnet. Im juristischen Sinne das übertragene oder lizensierte Urheberrecht. Besonders beim Filmschnitt ist zu beachten, dass Musik, Texte, Bilder, Fotos, Filme und Videos größtenteils per Urheberrecht geschützt sind. Zum Erwerb von Copyright-Rechten muss sich der Filmer an die Verwertungsgesellschaften, Agenturen oder Verlage wenden, sonst macht er sich nicht zuletzt bei öffentlichen Vorführungen seiner Filme strafbar. Im Familien- und Freundeskreis ist die Verwendung geschützter Medien demgegenüber in der Regel kein Problem. Da sich die Bestimmungen für das Urheberrecht wandeln und somit auch verschärfen können, sollte sich der Filmer genauestens über den aktuellen Stand informieren. Von Vorteil ist es demgegenüber ohnehin, eigene oder gemafreie Musik, Bilder und Texte zu verwenden. Siehe: Drehgenehmigung, Persönlichkeitsrecht. |
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| Crawl. Vergleichbar einem Abspann läuft der Crawl als eine Einblendung durch das Bild. Festgelegt ist allerdings die Position: Ein Crawl befindet sich stets im unteren Drittel des Bildes und läuft von rechts nach links. Siehe: Abspann. |
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| Dedolight. Relativ kleine, kompakte Leuchten, bei denen sich die Lichtintensität stufenlos einstellen lässt. Die Vorteile des Dedolights sind vielfältig: Großer Fokussierbereich, gleichmäßige Lichtverteilung und hohe Lichtausbeute, die sich besonders in der Spotposition als nützlich erweist. Der Leistungsbereich liegt lediglich zwischen 20 bis 150 Watt, was eine vergleichsweise geringe Wärmeentwicklung zur Folge hat. Die Lichtausbeute mit einer 100-Watt-Lampe in Floodstellung (weich) ist größer als bei einem 300-Watt-Studio-Stufenlinsen-Scheinwerfer. In der Spotstellung übertrifft die Lichtausbeute die Intensität eines 1000-Watt-Studio-Stufenlinsen-Scheinwerfers. Ferner lassen sich Dedolights unauffällig in einem Motiv verbergen. Weit entfernte Objekte, die im Bild zu sehen sind, können sehr präzise fokussiert und aufgehellt werden. So wird das gesamte Bild nicht durch Streulicht verflacht. Aufgrund der Dimmmöglichkeit lassen sich Dedolights den natürlich vorhandenen Lichtquellen leicht anpassen, sodass sie im Bild gegebenenfalls nicht bemerkt werden. Einfach handhabbar. Deshalb eine bevorzugte Lichtquelle für Ausleuchtungen unter Zeitdruck und schwierig auszuleuchtende Dekorationen bei Fernsehserien. Kombinieren lassen sich Dedolight mit farbigen Filterfolien oder Glasfiltern sowie mit Projektionsvorsätzen zur Erzeugung von Licht- und Schattenmustern. Der Erfinder des Dedolight, Dedo Weigert, erhielt für das Dedolight 1990 den technischen Oscar. 2003 erhielt er einen weiteren technischen Oscar für die 400er-Reihe. Siehe: Beleuchtung, Lichtgestaltung, Stufenlinsen-Scheinwerfer. |
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| Dekorationslicht. Spezielle Beleuchtung für Kulissen und Bühnenbauteile. Das Licht wird so eingesetzt, dass vor oder neben den ausgeleuchteten Objekten keine dort agierende Schauspieler mitbeleuchtet werden könnten. |
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| Dezibel. (Abkürzung: dB.) Logarithmische Einheit (Maßzahl) insbesondere in der Akustik. Zahlen, die in Dezibel angegeben werden, sind relative Pegelangaben, die das logarithmische Verhältnis zwischen zwei Spannungs- bzw. Leistungspegeln (z.B. bestimmter Lautstärken) beschreiben. Vor allem bei höherwertigen Camcordern mit manueller Tonsteuerung finden sich Empfindlichkeitseinstellungen (Gain) und Ton-Aussteuerungsanzeigen für den Mikrofonpegel, die in dB skaliert sind. Zu beachten ist, dass die Pegelanzeigen von Camcordern beim Anschluss von externen Mikrofonen andere Werte als die des eingebauten Mikrofons anzeigen können. Siehe: Störabstand, Ton. |
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| Dichroitische Scheibe. Wörtlich: zweifarbige Scheibe. Hitzebeständiger Farbfilter, das dadurch gekennzeichnet ist, nur einen sehr engen Spektralbereich passieren zu lassen. Wird zur Konvertierung von Kunstlichtleuchten auf Tageslicht eingesetzt. Beispiel: Konvertierung von Kunstlichtleuchten mit einer Farbtemperatur von 3200 Kelvin auf Tageslicht mit einer Farbtemperatur von 5 600 Kelvin. Siehe: Beleuchtung, Farbtemperatur, Flächenleuchte, HMI-Lampe. |
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| Die Sonne im Rücken, das Bild muss glücken. Ein altes, geflügeltes Wortspiel, das im Profibereich einen leicht ironischen Unterton enthält, da diese Amateurmeinung den Bedürfnissen von professionellen Kameramännern und Beleuchtern nicht entsprechen kann. Denn bei derartigen Lichtverhältnissen wirken die Bilder flach; vergleichbar einem Bild aus einem Fotoautomaten. Um Stimmung, Schatten und Konturen in ein Bild zu bringen, sollte die Sonne möglichst nicht im Rücken des Kameramanns stehen. Siehe: Gegenlicht, Lichtdusche, Lichtgestaltung, Reflexionsscheibe, Überbelichtung. |
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| Diffuser. Vorrichtung, um hartes, gerichtetes Licht zu streuen. Die so beleuchteten Motive wirken weicher und weniger kontrastreich. Um diesen Effekt zu erzielen, können in einem gewissen Abstand vor den Leuchten Transparentpapier, Gaze oder Tüll befestigt werden. Direkt vor den Leuchten muss hitzbeständiges Material, wie beispielsweise Glas oder Glasseidengewebe, verwendet werden. Im Studiobereich wird diffuses Licht gelegentlich mit angestrahlten Schirmen erzeugt. Ähnliche Effekte lassen sich mit allen größeren, reflektierenden Flächen erzielen. Siehe: Effektbeleuchtung, Flutlicht, Lichtgestaltung. |
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| Digitale Farbkorrektur. Nachträgliche Korrektur der Farben beim Filmschnitt. Beim Fernsehen des 21. Jahrhunderts nicht mehr wegzudenken. Durch immer professionellere, kostengünstige Schnittprogramme mittlerweile auch für den Hobbyfilmer begrenzt durchführbar. |
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| Digitaler Zoom. Beim digitalen Zoom wird nur ein Ausschnitt des vom optischen Zoom erfassten Bildes dargestellt, was zu einer Verschlechterung der Abbildungsqualität führt. In der professionellen Praxis wird der digitale Zoom nicht verwendet. Sollen weiter entfernte Objekte gefilmt werden, so wird ein passender optischer Zoom benutzt. Ein digitaler Zoom lässt sich gegebenenfalls auch nachträglich in einem Videobearbeitungsprogramm durchführen. |
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| Digitalos. Verniedlichende Bezeichnung für digitale Videokameras, zumeist für MiniDV-Camcorder. |
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| Digitalisierung. Umwandlung von analogen Signalen in digitale Signale. Die Digitalisierung von Bild und Ton erfolgt in der Regel in fünf Schritten: Aufbereitung des analogen Signals, Sampling, Quantisierung, digitale Filterung, Formatierung und Aufzeichnung. Siehe: Analog-Digital-Wandler, Archivierung, Bandlos in die Zukunft. |
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| Dokumentation. Für Dokumentationen ist das Medium Video besonders gut geeignet. Jeder dokumentarische Film sollte mit ausführlichen Recherchen und mit der Anfertigung eines Exposés beginnen. Vorab sollte bereits ein roter Faden für das Filmprojekt feststehen. Zur Erarbeitung dieses Fadens ist es besonders hilfreich mit den klassischen W-Fragen zu beginnen: Wer? Mit Wem? Wann? Was? Warum? Wozu? usw. Siehe: Exposé, Feature, Kommentar, Text. |
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| Dolly. Kurzbezeichnung für einen Rollwagen (Fahrstativ), der mit Gummis bereift ist und auf dem eine Kamera sowie ein Kameramann Platz finden. Zumeist von Hand in Bewegung gesetzt, gestattet der Dolly beispielsweise im Fernsehstudio oder im Filmatelier weiche, erschütterungsfreie Fahrten. Auf unebenen Böden wird der Dolly auch in Verbindung mit ausgelegten Schienen eingesetzt. Einige Dollys sind zusätzlich mit einer Hebebühne und einem Ausleger ausgestattet. Siehe: Kamerafahrt, Schwenk. |
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| Dorfmotive. Die Schwierigkeit beim Filmen von Dorfszenen besteht darin, möglichst lebendig wirkende Szenen einzufangen. Falsche Assoziationen eines verlassenen Dorfs sollten beim Zuschauer nicht geweckt werden. Gefilmt werden sollten möglichst Menschen, Tiere und der obligatorische Traktor auf einem Feld. Zumeist ist Geduld erforderlich. Die Kamera wird erst dann eingeschaltet, wenn beispielsweise in der Ferne ein sich näherndes Auto zu sehen ist oder Personen auf der Dorfstraße entlang schreiten. Oft ist es hilfreich, zu fragen, ob Leute für die Aufnahmen durch das Bild gehen. Es hängt indes nicht nur vom Geschick des Kameramanns ab, ob er Leute dazu bewegen kann oder nicht. |
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| Drahtloses Mikrofon. Handlich kleines Funkmikrofon, bei dem ein batteriebetriebener Sender eingebaut ist. Drahtlose Mikrofone sind eine bedeutsame Alternative zu den langstieligen Richtmikrofonen. Sie kommen dann zum Einsatz, wenn die Verständlichkeit von Sprachaufzeichnungen immens erhöht werden soll. Dazu werden Mikrofon und Sender an der Kleidung befestigt. Der Sender überträgt das Tonsignal kabellos über eine bestimmte Distanz zu einem batteriebetriebenen kleinen Empfänger (Receiver), der mit dem externen Mikrofoneingang des Camcorders verbunden ist. Erfinder der drahtlosen Tontechnik ist die Firma Sennheiser, die auch für den Hobbyfilmer erschwingliche Funksets anbieten. Für den vorübergehenden Betrieb von drahtlosen Mikrofonanlagen erteilt die Bundesnetzagentur Kurzzeitzuteilungen. Diese sind weder an Nutzergruppen noch bestimmte TV-Kanäle gebunden. Siehe: Ansteck-Mikrofon, Mikrofon, Reden, Ton. |
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| Dramaturgie. Die Lehre vom Aufbau eines Dramas. Neben dem inhaltlich-logischen Zusammenhang ist in der Videografie auch die gestalterische Wirkung bedeutsam (Einstellungsgrößen, Blenden, Schnitte, Zusammenwirken von Bild und Ton). Siehe: Großaufnahme, Froschperspektive, Kamerafahrt, Lichtgestaltung, Musik. |
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| Drehen. Umgangssprachlich für „Filmaufnahmen machen“. Begriff, der auf die Anfänge des Filmens am Ende des 19. Jahrhunderts zurückgeht. In der Frühzeit der Kinematografie wurden die Filmkameras noch mit einer Handkurbel bedient, wobei der Film entsprechend der Drehbewegung über eine Rolle transportiert und belichtet wurde. |
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| Drehgenehmigung. Zum Schutz des im Grundgesetz verankerten Persönlichkeitsrechts dürfen einzelne Menschen nicht ohne Erlaubnis gefilmt und vorgeführt werden. Auf Privatgeländen (Kaufhäuser, Schrottplätze), in öffentlichen Gebäuden (Theater, Museum, Amt, Kirche) und bei öffentlichen Vorführungen (Konzerte) sowie staatlichen Baudenkmälern (Schlösser, Burgen) müssen mitunter Drehgenehmigungen eingeholt werden. Gelegentlich sind derartige Genehmigungen kostenpflichtig. Siehe: Copyright, Grenzkontrolle. |
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| Drehplan. Eine grafisch dargestellte Übersicht des Drehablaufs einer Film- oder Fernsehproduktion. Elemente des Drehplans sind beispielsweise: Aufnahmeorte, Datum, Produktionstage, Motive (Bilder), Bezeichnung der Namen und Rollen der Darsteller, Drehtage der Darsteller, Anzahl der Komparsen, Tag- und Nachtaufnahmen, Innen- und Außendekoration usw. Wenn ein Drehbuchautor ein größeres Filmprojekt realisieren möchte, so muss oftmals ein Finanzier (Produzenten) für den Film gesucht werden. Siehe: Exposé, Klappe, Storyboard, Treatment. |
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| Drehverhältnis. Das Verhältnis zwischen der Länge der ungeschnittenen Originalaufnahmen eines Filmereignisses und der Länge des tatsächlich gezeigten Films. In der Filmpraxis im Fernsehbereich hat sich ein Drehverhältnis von 7:1 bewährt. Siehe: Filmschnitt, Footage. |
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| Drei-Chip-Camcorder. Semipofessioneller Camcorder der mittleren Preisklasse, der mit einem Drei-Chip-Bildwandler ausgestattet ist. Für gewöhnlich sind Camcorder dieser Preisklasse mit folgenden Merkmalen ausgestattet: Möglichkeit von Aufzeichnungen im 16-9-Breitbildformat. Großer, oft auch farbiger Sucher sowie farbiges LC-Display um 2,5 Zoll. Hochwertige Objektive von Zeiss oder Leica. Manuelle Tonsteuerung. Hohes Auflösungsvermögen und gute Farbreinheit sowie Farbsättigung. Nachtaufnahmehilfe bei minimaler Beleuchtung (Night Shot, Super-Night-Modus). Gelegentlich sind semiprofessionelle Drei-Chip-Modelle bereits mit einem optischen Bildstabilisator und Wechselobjektivanschluss ausgestattet. Drei-Chip-Camcorder werden etwa seit 2000 aufgrund ihrer Qualitätsmerkmale, Flexibilität und Unauffälligkeit auch von Fernsehanstalten als ergänzendes Alternativgerät zu den schweren Broadcast- oder Schulter-Camcordern eingesetzt. Siehe: Camcorder, CCD-Bildwandler, Optischer Bildstabilisator, Schulter-Camcorder. |
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| Durchzeichnung. Begriff, der in der Fotografie entstanden ist und seitdem auch in der Videografie verwendet wird. Erkennbarkeit von Details in den dunklen Bereichen eines aufgezeichneten Bildes (Schattenbereich). Umgangssprachlich wird von „absaufen“ gesprochen, wenn Details nicht mehr erkannt werden können. Dies ist dann der Fall, wenn im Bild zu große Helligkeitsunterschiede (Licht und Schatten) zu sehen sind. Um eine gute Durchzeichnung von Bildern bei problematischen Lichtverhältnissen realisieren zu können, muss mit einer geeigneten zusätzlichen Beleuchtung gearbeitet werden. Siehe: Absaufen, Beleuchtung, Hintergrundausleuchtung, Kontrast, Verzeichnung. |
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| DV. Abkürzung für Digital Video. Preiswertes, bewährtes Videobandformat zur verlustfreien Magnetaufzeichnung von digitalen Bild- und Tondaten. Die DV-Standardkassette ist 3,6-fach größer als die MiniDV-Kassette. Das Videosignal ist kompatibel. Ebenfalls besteht Aufwärtskompatibilität zu HDV. Einige DV-Camcorder können auch ohne Adapter MiniDV-Kassetten lesen und beschreiben. Für die Tonaufnahme stehen bis zu vier digitale PCM-Spuren zur Verfügung. Siehe: Archivierung, Camcorder, HDV, Magnetband, MiniDV. |
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| DV-Anschluss. Auch IEEE 1394-Schnittstelle (Firewire) oder i.Link. genannt. DV-Anschlüsse ermöglichen das Überspielen von Film- und Tonmaterial auf andere digitale Geräte, zum Teil auch das Zurücküberspielen. Ausgestattet werden mit DV-Anschlüssen vor allem Camcorder und Computer. Bei Camcordern nur bei dem MiniDV-Format vorhanden. |
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| DV-Drive. (DV-Zuspieler). Abspielgerät für MiniDV-Kassetten, das intern als Laufwerkseinschub in ein Computergehäuse eingebaut wird oder als externes Gerät mit der Firewire-Schnittstelle des PCs verbunden wird. Vorteile: Filme lassen sich auch ohne Camcorder problemlos auf den PC überspielen, das Bandlaufwerk des Camcorders wird geschont, die Arbeit mit Kassetten-Archiven wird erleichtert und das Laufwerk lässt sich als zusätzlicher Massenspeicher (Rekorder, Streamer) zur Entlastung von Festplatten verwenden. Angeboten einst beispielsweise von den Firmen Sony (z.B. DVR 1000P) und JVC (z.B. BR DV 3000), Ende der 1990er Jahre auch von der später aufgekauften Firma Fast. In der Regel waren die Geräte recht teuer und schwierig zu bekommen, weshalb erwogen werden musste, ob nicht besser ein preiswerter Camcorder als zusätzliches Abspielgerät genutzt werden sollte. Über den Mangel an DV-Drive-Angeboten auf dem Markt lässt sich nur spekulieren. Vermutlich ist er auch darauf zurückzuführen, dass die Gerätehersteller von Speicherlaufwerken mit einer zu geringen Nachfrage nach diesen Geräten konfrontiert wurden, als innovativ gelten wollten und die sich in der Praxis als nur sehr begrenzt erwiesene Haltbarkeit von Magnetbändern (etwa 10 bis 30 Jahre) in Rechnung gestellt haben. Demnach folgten sie schon sehr früh der Parole „Bandlos in die Zukunft“. Andererseits setzen zahlreiche Camcorder-Hersteller noch heute auf das preiswerte Magnetband (MiniDV-Format). Wenn die Aufnahmen zusätzlich auf andere Datenträger (Speicherkarte, Festplatte, DVD) kopiert werden, ist dies auch nicht als sonderlich problematisch zu betrachten. Siehe: Bandlos in die Zukunft, DV, Haltbarkeit von Videoaufzeichnungen, Magnetband, MiniDV. |
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| DV-Eingang. Austattungsmerkmal einiger digitaler Camcorder. Vorteil: Der im PC fertig geschnittene Film kann digital auf die Videokassette zurücküberspielt werden. |
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| DVCAM. Markenname von Sony für ein professionelles und semiprofessionelles Videosystem mit Aufzeichnung im DV-Format. Verwendet werden zumeist dieselben Kassetten wie im Comsumer-Bereich (DV, MiniDV). Signaltechnisch ist DVCAm zu DV voll kompatibel. Nicht alle mit DVCAM aufgenommenen Kassetten lassen sich auf Consumer-Geräten abspielen. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Aufzeichnungsspur 15 statt 10 Mikrometer beträgt. Die Spielzeit einer Kassette beträgt 40 oder 184 Minuten. Siehe: DVCPRO, Magnetband |
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| DVCPRO. Markenname von Panasonic für ein professionelles und semirpofessionelles Videosystem mit Aufzeichnung im DV-Format. Im Gegensatz zum Consumer-Bereich wird anstatt des ME-Bands dickeres, robusteres MP-Band verwendet. Die Aufzeichnungsspur beträgt 18 anstatt 10 Mikrometer. Die Spielzeit pro Kassettte liegt bei 63 oder 123 Minuten. Siehe: DVCAM, Magnetband |
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| DVD-Camcorder. Handlicher Camcorder (Handycam) für Hobbyfilmer, bei dem das Filmmaterial direkt und ungeschnitten auf eine DVD aufgezeichnet wird. 2003 bot erstmals Sony einen DVD-Camcorder für Hobbyfilmer an. Teilweise auch von Fernsehanstalten eingesetzt. Ebenfalls 2003 schon vom WDR. Siehe: Blue Ray, Camcorder. |
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| DVI. Digital Visual Interface. Schnittstellte aus dem Bereich der Computertechnik. Bildsignale werden in hoher Qualität an Displays und Projektoren übermittelt. |
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| Dynamisches Mikrofon. Ein Mikrofontyp, bei dem durch den Schalldruck eine Spule im Magnetfeld bewegt wird. Auf diese Weise wird eine Spannung induziert, die dem Schalldruck proportional ist. Zumeist als Handmikrofon produziert und gern zur Aufzeichnung von Reden eingesetzt. Im Gegensatz zu den Elektret-Mikrofonen benötigen dynamische Mikrofone keine Hilfsspannung und sind vergleichsweise weniger windempfindlich. Hinsichtlich des Frequenzbereichs und der Dynamik sind dynamische Mikrofone allerdings den Elektret-Mikrofonen unterlegen. Siehe: Elektret-Mikrofon, Handmikrofon, Mikrofon, Reden, Windgeräusche. |
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| EB-Camcorder. Professionelle Camcorder, die für die Elektronische Berichterstattung (EB) im Fernsehen eingesetzt werden. Der Fachbegriff wurde Ende der 1970er Jahre geprägt, als sich die Fernsehanstalten allmählich von 16 mm-Farbumkehrfilmen lösten und auf das elektronische U-matic-Aufzeichnungssystem umstellten. |
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| Eclair NPR. 16 mm-Filmkamera aus Frankreich mit koaxialer Film-Kassette. Wurde in den 1960er Jahren eingesetzt. Konkurrenzkamera zur legendären Arriflex 16 St der Firma Arnold & Richter aus München. |
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| Effektbeleuchtung. Beleuchtung zur Erzeugung bestimmter Stimmungen oder einer thematisch passenden Atmosphäre. Bei der Effektbeleuchtung wird insbesondere gezielt auf das Erzeugen von Schatten und Glanzlichtern gesetzt. Ebenso häufig wird mit farbigem Licht gearbeitet. Siehe: Cookies, Diffuser, Hartes Licht, Kriminallicht, Lichtgestaltung, Oberlicht, Spitzlichter, Totenlicht. |
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| Effektfilter. Filter, die auf das Objektiv des Camcorders geschraubt werden, um verschiedenste Effekte (z.B. Trickaufnahmen) zu erzeugen. Siehe: Prismenfilter, Sternfilter. |
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| Einbeinstativ. Zusammenschiebbares, einbeiniges Stativ. Deutlich handlicher und leichter als ein gewöhnliches Dreibeinstativ. Eignen sich für Drehorte, wo nur schwer ein Dreibeinstativ aufgestellt werden kann (z.B. Rummelplatz) oder schnell mit der Kamera reagiert werden muss (z.B. Fußballstadion). Siehe: Rummelplatz, Stativ. |
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| Einblendung. Das Einfügen von Texten, Musik, Bildern und Grafiken in einen Film. Vor allem beim Videoschnitt verwendet. Mithilfe der Blue-Box-Technik lassen sich Einblendungen auch in bester Qualität in den Film einstanzen. Einige Camcorder sind dafür mit so genannten Superimposern ausgestattet. Siehe: Filmschnitt. |
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| Einleuchten. Aufbau der Beleuchtung für eine spezielle Aufnahmesituation. Siehe: Beleuchtung, Kleiderlicht. |
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| Einspielfilm. Fertig geschnittener, kurzer Filmbericht, der in eine moderierte Fernsehsendung eingespielt wird. |
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| Einstellung. Ein eher technischer Begriff. Kleinster Teil eines Films, der ohne Unterbrechung, Änderung der Kameraposition und des Bildwinkels aufgezeichnet wurde. Im Durchschnitt besteht ein Spielfilm von anderthalb Stunden Länge aus 400 bis 500 Einstellungen. Der Begriff stammt aus der Stummfilmzeit, als die Kamera noch fest auf einem schweren, hölzernen Dreibeinstativ montiert war und während einer Spielszene nicht bewegt wurde. Stärker auf den Inhalt als auf die Technik und den Kameramann bezogen wird demgegenüber von Szenen gesprochen. Szenen, die einen bestimmten Handlungsverlauf zum Inhalt haben und die mit Unterbrechungen aufgezeichnet werden, bestehen aus Einstellungsfolgen. Damit der Filmschnitt problemlos erfolgen kann, sollten Bildsprünge vermieden und einzelne Einstellungen mindestens sieben Sekunden lang aufgenommen werden. Siehe: Bildsprung, Einstellungsgröße, Filmlänge, Gegenschuss, Klappe, Match-Cut, Schnittbildtechnik, Sicherheitskasch, Storyboard, Szene, Take, Zwischenschnitt. |
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| Einstellungsgröße. Bei der Einstellungsgröße wird zwischen Totale, Halbtotale, Halbnahe, Nahe und Detailaufnahme unterschieden. Bestimmt wird jeweils, wie viele Informationen dem Zuschauer bei einer bestimmten Einstellung zur Verfügung gestellt werden. Übliche Entfernungen zum Hauptobjekt beim Drehen sind: Totale (4,5 bis 6,5 m), Halbtotale (4 bis 6 m), Halbnahe (3 bis 4,5 m), Nahe (1,5 m). Daraus ergeben sich durchschnittlich folgende Werte für die Breite der erfassten Szene und den jeweiligen Bildwinkel: Totale (5 m; 45 bis 60 Grad), Halbtotale (3,5 m; 35 bis 45 Grad), Halbnahe (2,5 m; 30 bis 45 Grad), Nahe (1,5 m; 45 Grad). Siehe: Amerikanische Einstellung, Einstellung, Großaufnahme, Totale. |
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| Einzelbildschaltung. Vorrichtung an Camcordern, um die Einzelbilder eines Films (Frames) nacheinander vor- oder zurückzuschalten. Hilfreich beispielsweise dann, wenn schnelle Bewegungsanalysen im Sportbereich durchgeführt werden müssen. Darüber hinaus verfügen prinzipiell alle Filmschnittprogramme über diese Möglichkeit. |
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| Elektret-Mikrofon. Ein spezielles Kondensatormikrofon, bei dem durch den Schalldruck ein elektrisch dauerhaft aufgeladenes Membran in einem elektrischen Feld bewegt wird. Im laufenden Betrieb wird eine dem Schalldruck proportionale Spannung erzeugt. Die Spannung ist so gering, dass ein integrierter Vorverstärker mit eingebaut ist. Anders als dynamische Mikrofone müssen Elektret-Mikrofone deshalb mit einer Hilfsspannung (Akku, Batterie) versorgt werden. Im Frequenzbereich und in der Dynamik sind diese Mikrofone den dynamischen Mikrofonen überlegen, allerdings auch windempfindlicher. Elektret-Mikrofone lassen sich ohne Qualitätsverluste auch in kleineren Bauformen (z.B. als Ansteck-Mikrofon) herstellen. Auch Richtmikrofone sind in der Regel Elektret-Mikrofone. Im Gegensatz zu den vor allem im Hobbybereich gern eingesetzten Elektret-Mikrofonen bieten echte Kondensator-Mikrofone eine professionelle Studioqualität. Siehe: Ansteck-Mikrofon, Dynamisches Mikrofon, Kondensator-Mikrofon, Mikrofon, Richtmikrofon, Ton, Windgeräusche. |
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| Entfesselte Kamera. Fachbegriff, mit dem das Drehen mit der Kamera jenseits von der Stativmontage bezeichnet wird. Der Begriff stammt aus den frühen Tagen des Spielfilms. Waren die Kameras aufgrund einer Reihe von technischen Gründen bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts fest auf ein Stativ montiert, so eröffneten sich durch die Entwicklung leichterer Hand-Kameras neue filmische Dimensionen. Die „entfesselte Kamera“ gestattet zusätzliche dynamische Effekte und ungewöhnliche Perspektiven, wie zum Beispiel das Drehen einer Szene aus einer Unterperspektive in Kniehöhe oder durch die Befestigung der Kamera an den Sattel eines Pferdes. Nachteil: Gefahr von unbrauchbaren, verwackelten Aufnahmen. Siehe: Laufsituationen, Naturstativ, Optischer Bildstabilisator, Reportage, Rummelplatzsituationen, Schwebestativ, Stativ, Tanzsituationen. |
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| Erinnerungsfarben. Der Mensch kann sich an die Farben Blattgrün und Himmelsblau besonders gut erinnern. Dasselbe gilt für Hauttöne. Aus diesem Grund sollte besonders bei diesen Farben darauf geachtet werden, dass die Farbwiedergabe möglichst authentisch wirkt. Siehe: Farbpalette, Farbtemperatur, Gesichtsfarbe, Interview, Jingle, Weißabgleich. |
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| Exposé. Auch Skript genannt. Schriftliche Ausarbeitung einer Filmidee. In einem Exposé werden Thematik, Hauptfiguren, dramaturgischer Aufbau der Handlung und Filmaussage skizziert. Ferner werden Überlegungen zu den Anforderungen an das Aufnahmeequipment angestellt. Bei einer ersten Besichtigung des geplanten Drehorts werden offene Fragen bezüglich der Art der Beleuchtung und der optimalen Tonaufnahme geklärt. Im professionellen Bereich sind bei derartigen Treffen (im Fachjargon VB genannt) zumindest Regisseur bzw. Redakteur, Aufnahmeleiter und lichtsetzender Kameramann dabei. Problemlösungen werden akribisch im Exposé festgehalten. Das Exposé gehört zu den Vorarbeiten für einen später zu gestaltenden Drehplan. Siehe: Dokumentation, Dramaturgie, Drehplan, Regisseur, Storyboard, Treatment. |
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| Eyecatcher. Ein optisch besonders ins Auge fallender Einstieg in einen Film. Siehe: Match-Cut, Teaser, Trailer, Vorspann. |
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| Fahrstuhleffekt. Effekt, der dadurch erzielt wird, dass der Beginn einer Szene aus einer niedrigen Kameraperspektive gedreht wird und diese Perspektive schließlich stetig erhöht wird. Einfach zu realisieren mit einem Camcorder durch Knien und langsames Aufstehen, aufwendig beispielsweise mit einem Kran. Ebenso wird die Bildwirkung eines Schwenks von unten nach oben - oder umgekehrt - als Fahrstuhleffekt bezeichnet. Siehe: Schwenk. |
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| Farbe. Siehe: Erinnerungsfarben, Farbfilter, Farbpalette, Farbrauschen, Farbtemperatur, Farbtiefe, Farbton, Grundfarben, Licht, Lichtgestaltung, Weißabgleich. |
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| Farbfilter. Transparente Folien oder Scheiben aus Glas, Kunststoff oder Gelantine, die nur eine bestimmte Lichtfarbe durchlassen. Das Licht anderer Wellenlängen wird entweder reflektiert (Interferenzfilter) oder absorbiert. Vollfarbfilter werden nur für spezielle Effekte verwendet, Farbverlaufsfilter nur zur teilweisen Einfärbung. Zu beachten ist: Bei preiswerten Camcordern kann es vorkommen, das der automatische Weißabgleich die Wirkung von zusätzlichen Objektivfiltern aufhebt. In diesem Fall muss ein manueller Abgleich vorgenommen werden, den allerdings nicht alle Camcorder der unteren Preisklasse bieten. Siehe: Filter, Weißabgleich. |
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| Farbpalette. Im Gegensatz zur Farbtiefe, mit der lediglich die Anzahl von verwendeten Farben bestimmt wird, verweist die Farbpalette auf die tatsächlich verwendeten Farben. Steht für ein Bild nur eine begrenzte Anzahl von Farben zur Verfügung, so erlangt die Arbeit mit einer Farbpalette eine besondere Bedeutung. So ist die Palettisierung, das heißt die Anpassung und Optimierung der Farbpalette für bestimmte Bilder, ein wichtiges Qualitätsmerkmal beim Komprimieren von digitalen Videos. Je nach verwendeter Software lässt sich die Farbpaletten durch den Anwender manuell optimieren. Viele Programme nehmen die nötigen Anpassungen entsprechend der vorhandenen Farbdaten automatisch vor. |
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| Farbrauschen. Ein Bildfehler, für die flimmernde, konfettiartige Pünktchen charakteristisch sind. Zumeist liegt die Ursache in einem gestörten Chrominanzsignal. Bei Fernsehern könnte es sich um ein Problem im Bereich der Antenne (Kabelbruch) oder des Farbdecoders (Defekt, falsche Einstellung) handeln. Siehe: Bildfehler, Chrominanzsignal. |
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| Farbtemperatur. Physikalische Größe zur Bezeichnung des Farbtons einer Lichtquelle, ausgedrückt in Kelvin-Graden (Grad K), wobei Null Kelvin minus 273 Grad Celsius entsprechen. Gekennzeichnet wird mit der Farbtemperatur in der umgangssprachlichen Filmpraxis auch der Farbeindruck des Betrachters und die spezifische Farbqualität einer Lichtquelle. Das Tageslicht kann zwischen 3500 Grad Kelvin kurz vor Sonnenuntergang und über 20 000 Grad Kelvin im lichten Schatten bei blauem Himmel variieren. Kurz: Je niedriger die Farbtemperatur (Kerze ca. 1300 K), desto größer der Rotanteil des ausgesendeten Lichts. Je größer die Farbtemperatur, desto größer der Blauanteil (Sommerhimmel ca. 10 000 K) und geringer der Rotanteil. Weitere Beispiele: Glühlampen im Haushalt (3000 K bis 3200 K), Kunstlicht-Leuchten (3200 K), Tageslicht-Leuchten (5600 K). Allgemein gilt für die Praxis: Je höher die Farbtemperatur, desto besser. Sollen jedoch bestimmte Effekte erzeugt werden oder bestimmte Stimmungen eingefangen werden, so kann es sinnvoll sein, bewusst auf eine niedrigere oder angepasste Farbtemperatur zu setzen. So kann es beispielsweise sinnvoll sein, eine zusätzliche Kunstbeleuchtung in Innenräumen der durchschnittlichen Farbtemperatur aller anderen Lampen (3200 K) anzupassen, um lediglich die Motivkontraste auszugleichen. Auf diese Weise wird die übliche Lichtatmosphäre unterstützt. Von Bedeutung ist die Farbtemperatur zudem beim Weißabgleich. Dabei wird die Farbempfindlichkeit des Bildsensors mit der Farbtemperatur der Beleuchtung abgestimmt. Siehe: Beleuchtungsstärke, Dichroitische Scheibe, Erinnerungsfarbe, Farbton, Konversionsfilter, Landschaft, Licht, Skylightfilter, Weißabgleich. |
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| Farbtemperaturmessung. Da das menschliche Auge nur extreme Unterschiede bei der Farbtemperatur wahrnehmen kann, benutzen einige professionelle Videofilmer spezielle Farbtemperaturmessgeräte zur Ermittlung der richtigen Aufnahmewerte. Gute Geräte berücksichtigen bei der Messung neben dem Blau- und Rotanteil auch den Grünanteil. Allgemein reicht es in der Praxis allerdings aus, vorgegebene Einstellungen des Camcorders zu verwenden. Siehe: Farbtemperatur, Konversionsfilter. |
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| Farbtiefe. Die Farbtiefe ist die Bitbreite, mit der ein Video-Codec oder ein Bilddateiformat Farben erfassen kann. Für die Qualität von digitalen Videofilmen ist die Farbtiefe besonders wichtig. Je größer die Bitbreite, desto größer die Farbtiefe und besser die Qualität (Farbnuancen, Schärfe, Auflösung). So erfassen 4 Bit farbtiefe lediglich 16 Farben, 8 Bit 256 Farben, 16 Bit bereits 65 000 Farben und 24 Bit (TrueColor) schließlich 16,7 Millionen Farben. Angegeben werden die konkreten Farben in der Farbpalette. Siehe: Farbpalette. |
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| Farbton. Physikalische Größe zur Angabe der Wellenlänge von Farben. In der Filmpraxis wird der Farbton auch als Farbtemperatur bezeichnet. Blau entspricht beispielsweise einer Wellenlänge von 460 nm, Cyan 490 nm, Grün 520 nm, Gelb 580 nm und Rot 620 nm. Jede weitere Farbe hat ebenso eine bestimmte Wellenlänge. Siehe: Farbtemperatur. |
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| FBAS-Signal. (Composite Video). Das vollständige Farbvideosignal, das vor allem bei VHS und Video8 als ein ungetrenntes Gesamtsignal eingesetzt wird. FBAS setzt sich aus dem Chrominanz (F), Luminanz- (B), Austast- (A) und Synchronsignal (S) zusammen. Der Farbanteil wird auf eine Trägerfrequenz von 4,43 Mhz moduliert und das Schwarweißsignal von rund 5 MHz eingeschoben. Anders als bei S-Video (S-VHS und Hi8) besteht bei FBAS aufgrund der fehlenden Trennung zwischen Chrominanz- und Luminanzsignal die Gefahr von Bildstörungen durch den Moiré-Effekt. Siehe: Composite Video, Moiré, RGB-Signal, VHS. |
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| Feature. Zumeist ein Fernsehfilm über eine halbe oder drei viertel Stunde, in dem ein ausführlich behandeltes Thema dargestellt wird. Gelegentlich auch Bezeichnung für längere Filmberichte im Bereich der Reportage und Dokumentation für das Fernsehen. Siehe: Dokumentation, Reportage. |
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| Feier. Bei Feiern und Festen handelt es sich aus einer Mischung von mehr oder weniger stark bewegten Bildern. Deshalb sollte die Regel für dynamische Szenen angewandt werden: Weniger die Kamera bewegen, sondern die Personen bei möglichst unbewegter Kamera agieren lassen. Anstatt großer Kamerafahrten lieber häufig den Standpunkt und die Perspektive wechseln. Suchen sie bewusst nach ungewöhnlichen, überraschenden Kameraperspektiven. Nehmen Sie nicht nur dort auf, wo die „große Aktion“ stattfindet, wie beispielsweise an den Tischen, an der Theke oder auf der Tanzfläche. Wie der Gast einer Feier braucht auch der Zuschauer des Films eine Erholungspause. Nehmen Sie deshalb auch kurze Szenen am Rande des Geschehens auf, dort, wo sich Gäste zurückgezogen haben und die Musik etwas leiser zu hören ist. Das wirkt intimer und erweckt vor allem bei subjektiven Kameraeinstellungen den Eindruck, selbst dabei zu sein. Sorgen Sie, wenn möglich, für eine passende Dekoration (Blumen, glitzernde Luftballons, Luftschlangen etc.) und mehrere Highlights (Reden, Spiele, Feuerwerk, Gesangsdarbietung etc.), um den Film interessant und abwechslungsreich zu gestalten. Beim Filmen von Highlights bieten sich Zusatzmikrofone mit separater Tonaufzeichnung und gegebenenfalls ein LCD-Bildschirm an, der an den Camcorder angeschlossen wird, um über eine bessere Bildkontrolle zu verfügen. Sorgen Sie für möglichst viele Aufnahmen von Zwischenschnitten, um den Film später besser schneiden zu können. Verwenden Sie ein zusätzliches Einbeinstativ und Naturstative, da das Dreibeinstativ nicht überall und jederzeit aufwendig aufgebaut werden kann. Verwenden Sie lieber kleine und unauffällige Camcorder mit ausgezeichneter Bildqualität als große, überall sichtbare Kameras, die die Gäste abschrecken. Schalten Sie aus diesem Grund auch die rote, blinkende Aufnahmelampe an der Front des Camcorders ab. Das führt gewöhnlich zu natürlicher wirkenden Bildern. Achten Sie darauf, dass in der Nähe der Lautsprecher der Ton nicht übersteuert. Ziehen Sie zur Probe einen Kopfhörer auf und pegeln Sie zur Aufnahme von Tanzszenen den Ton manuell aus. Damit Personen und Motive jederzeit gut ausgeleuchtet aufgenommen werden, schauen Sie sich die Beleuchtung möglichst vor dem Drehtag und am Abend an. Sorgen Sie für zusätzliche Ausleuchtung, falls Probleme entstehen könnten. Bedenken Sie dabei, dass der DJ zumeist eine eigene Beleuchtung mitbringt. Absprachen und Planung sind das A und O eines gelungenen Films. Siehe: Lichtgestaltung, Naturstativ, Subjektive Kamera, Tanzen, Weißabgleich, Zwischenschnitte. |
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| Fettblende. Begriff, der früher bei Filmern Verbreitung gefunden hatte. Mit einer Fettblende kann die Bildgestaltung bei Schnee und Kälte etwas aufgelockert werden. Dafür wird ein Stück Glasscheibe mit Nivea-Creme in rundlicher Form eingeschmiert und vor das Kameraobjektiv gehalten. Wenn die Sonne dabei ins Gegenlicht gebracht wird, ergibt sich ein schöner Weichzeichner-Effekt. Siehe: Schneesituationen, Spiegeleffekt. |
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| Feuchtigkeitssensor. Sensor, der in besseren Camcordern eingebaut ist und bei zu hoher Luftfeuchtigkeit das Gerät abschaltet. Würde der Camcorder nicht abgeschaltet werden, so bestünde die Gefahr, dass die Magnetbänder mit der Kopftrommel verkleben. Um derartige Probleme zu umgehen und Aufnahmen selbst bei höherer Luftfeuchtigkeit problemlos durchführen zu können, besitzen einige professionelle Camcorder anstatt Feuchtigkeitssensor Heizungen für die Kopftrommel. Siehe: Magnetband. |
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| Film. Eine Folge von Einstellungen, Bildern und Szenen. Anhand von Kriterien (Filmlänge, inhaltlicher Aufbau, Gestaltung, Dramaturgie) lassen sich nahezu alle Filme bestimmten Genres zuordnen. Unterschieden werden können folgende klassische Genres: Filmdokument; Dokumentar- und Tierfilm; Schulungs-, Unterrichts- und Lehrfilm; Spielfilm; Kurzfilm (Reportage, Nachrichtenbeitrag, aktueller Berichterstattungsbeitrag, Feature); Imagefilm; Werbe-, Produkt- und Wirtschaftsfilm; Kulturfilm; Videoclip; Internetclip. Häufig werden diese Genres auch in Mischform präsentiert. |
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| Film-DVD vom MiniDV-Band. Die Erstellung einer Film-DVD vom MiniDV-Band erfolgt für gewöhnlich über eine Schnittsoftware. Für den digitalen Filmschnitt wird der Film über Firewire auf dem Computer gecaptured. Die Übertragung erfolgt in Echtzeit mit 3,6 MB pro Sekunde. Der Film wird zunächst unkomprimiert (verlustfrei) im AVI-Format gespeichert. Für das Überspielen einer DV-Kassette von 60 Minuten sind etwa 13 GB Festplattenspeicher erforderlich. Die gespeicherte Videodatei kann in einem Schnittprogramm nachbearbeitet werden (z.B. Smart Edit von Marcrosystem oder Magix Video deLuxe). Anschließend kann der fertig geschnittene Film zurück auf das DV-Band überspielt oder in das MPEG 2-Format umgewandelt werden (Mixdown). Die MPEG 2-Konvertierung ist zum Brennen des Films auf eine DVD notwendig, wobei bei Verwendung einer DVD von 4,7 GB mit einer Filmlänge von max. 67 Minuten die höchste Qualität erreicht werden kann. In Ausnahmefällen sind etwa 100 Minuten möglich. Dafür müssen allerdings sichtbare Qualitätsverluste in Kauf genommen werden. Bei Spielfilmlängen sollten deshalb besser doppelt beschichtete DVDs (Double Layer) verwendet werden. Diese DVDs werden beispielsweise von Magix Video deLuxe (ab der Version 2006) unterstützt. Siehe: Filmlänge, Filmschnitt, Firewire, MiniDV, MPEG, Nonlinearer Schnitt. |
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| Filmdialog. In Regel wird nur eine Kamera eingesetzt, da der Blick des Zuschauers geführt werden muss und bei einem Perspektivenwechsel die jeweils andere Kamera sichtbar wäre. Dabei wird entweder mit wechselnden, manuellen Scharfeinstellungen des Fokus oder mit einer Zweitaufnahme desselben Dialogs aus der Gegenperspektive gearbeitet. Bei der Arbeit mit dem manuellen Fokus wird die nicht sprechende Person in die Unschärfe gesetzt, was eine Verstärkung der Aufmerksamkeit des Betrachters für den Sprecher zur Folge hat. Scharf wird nur der jeweilige Sprecher gezeigt. Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis: Anstatt einen Dialog zweimal aus verschiedenen Perspektiven mit einer Kamera aufzunehmen, wird nur aus einer Kameraposition mit wechselnden manuellen Scharfeinstellungen gefilmt. Siehe: Blickführung, Gegenschuss, Schärfentiefe. |
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| Filmlänge. Kurzfilme haben eine Länge bis zu 30 Minuten, Spielfilme dagegen eine Länge zwischen 45 und 90 Minuten. Für eine thematisch einseitige Story sollten sechs bis acht Minuten reichen. Danach lässt das Interesse und die Konzentration des Zuschauers nach. Längere Zeiten sind möglich, wenn der Zuschauer selbst im Film vorkommt (Familienfeier, Urlaub, privater Bereich). Ist das Filmmaterial thematisch vielseitig, bildmäßig kontrastreich und lebendig sowie der Filmschnitt gut, so ist die übliche Spielfilmlänge von anderthalb Stunden eine gute Orientierungshilfe bezüglich des maximalen Rahmens. Ähnliches gilt für aufwendig produzierte Dokumentationen. In der Praxis erweisen sich demgegenüber Filmlängen von etwa 20 bis 40 Minuten als ausreichend und sinnvoll. Denn der Zuschauer soll nicht denken: „Wann ist denn endlich Schluss?“, sondern: „Schade, dass der Film schon zu Ende ist.“ Besonders Anfänger machen häufig den Fehler, ohne Exposé zu arbeiten und zu viel Bildmaterial mit in den Film zu schneiden. Grundsätzlich gilt: Lieber wenige, bessere und kürzere Filme drehen als viele und langweilige Filme mit schlechten Einstellungen. Siehe: Dokumentation, Einstellung, Exposé, Filmschnitt. |
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| Filmlook. Austattungsmerkmal einzelner Camcorder, um Filme im traditionellen Kinolook aufzunehmen. Filmlook ist ein Begriff, der im Umfeld des PAL-Fernsehformats und im Hinblick auf das Vollbildverfahren auftaucht. Da das Bild im Vollbildverfahren (Progressive Modus) als fließender vom Betrachter empfunden wird als im Halbbildverfahren (Interleaced Modus) und mit einer längeren Belichtungszeit aufgenommen werden kann, wird dieser Modus gern mit der Filmprojektion verglichen. Aufgrund der flachen Gradiationskurve (Cine-Gamma-Kurve) ergibt sich ein vergleichsweise größerer Belichtungsspielraum. In professionellen Camcordern wird diese Aufnahmemöglichkeit häufig über die Option „Film-Like Mode“ im Setup-Menü zur Verfügung gestellt. Siehe: PAL, Progressive Modus. |
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| Filmschnitt. Auch als Editieren bezeichnet. Der Begriff Filmschnitt ist auf die Zeit der Kinefilme zurückzuführen, als das aufgezeichnete Filmmaterial noch mechanisch geschnitten wurde. Heute steht der Begriff allgemein für die komplette Nachbearbeitung von Filmmaterial. Zentrale Aufgabe beim Filmschnitt ist das nachträgliche Herausschneiden oder Hinzufügen von Szenen und Einstellungen aus dem Quellmaterial eines Films. Dann die qualitative Verbesserung von Bildern, Szenen und Tonaufnahmen durch nachträgliche Korrekturen, die mit Hilfe von speziellen Computerprogrammen vorgenommen werden. Allgemein gilt für den Filmschnitt: Je besser die technische Ausrüstung und das Bildmaterial, desto geringer der spätere Korrekturaufwand. Schließlich, aber nicht zuletzt das Hinzufügen zusätzlicher Elemente, wie beispielsweise Einblendungen von Text, Bilder, Ton, Blenden, Effekten oder Animationen. Beispiele für gute Videoschnittprogramme sind: Smart Edit von Marcrosystem (professionell) und Video deLuxe von Magix (eher semiprofessionell, aber kostengünstig). Im professionellen Bereich ist für die Schnittarbeit ein Bildschirm von der Größe 23 Zoll zumeist ausreichend. Wichtig für einen gelungenen Filmschnitt ist, dass der Zuschauer die Orientierung behalten kann. Aneinander gesetzte Einstellungen müssen nachvollziehbar sein. Bei bestimmten Filmszenen ist ein Schnitt im Rhythmus eines unterlegten Musikstücks sehr ansprechend (z.B. Landschaftsaufnahmen, Kunstausstellungen). Beachtet werden muss: Das Tempo im Wechsel der Einstellungsgrößen (Schnittrhythmus) hat eine direkte Wirkung auf die Aussage eines Films sowie die Emotion. Überblendungen sollten möglichst wenig eingesetzt werden. Im professionellen Bereich sind Überblendungen ein Beleg für eine wenig gekonnte Kameraführung. Für den Cutter eine Verlegenheitslösung. Grundsätzlich gilt: Schon beim Drehen muss darauf geachtet werden, dass die Bildanschlüsse beim Schneiden gelingen können. Halbtotalen und Totalen müssen sich miteinander kombinieren lassen. Siehe: Bildmischer, Drehverhältnis, Einstellung, Film-DVD, Jog, Kameraführung, Linearer Schnitt, Match-Cut, Nachvertonung, Nonlinearer Schnitt, Rohschnitt, Ton, Umschnitt, Zwischenschnitt. |
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| Filter. Auf das Objektiv schraubbare Glas- oder Plastikscheiben, mit denen verschiedenste Effekte oder Korrekturen bei der Aufnahme realisiert werden können. Filtereffekte dehnen den Spielraum der Kreativität beim Videofilmen aus. Stimmungen werden durch die Wirkung einiger Filtern unterstützt. Ferner lassen sich spezifische Probleme beim Filmen, beispielsweise im Hinblick auf Überbelichtung und Reflexionen, eindämmen oder ganz beseitigen. Gute Filter bestehen aus hochwertigem Glas und sind mehrfach vergütet, damit die Reflexe an der Glasoberfläche gemildert oder verhindert werden. Bei der Vergütung werden die Linsen mit feinsten Schichten von Metallen oder Metalloxiden bedampft. Beste Qualität wird durch das Bedampfen mit mehreren Schichten erzielt (Multicoating). Bei dem Einsatz von Filtern muss stets beachtet werden, dass einige Camcorder den Weißabgleich mithilfe des Objektivs durchführen. Dies kann dazu führen, dass die Filterwirkung aufgehoben wird. In diesem Fall ist der automatische Weißabgleich abzuschalten. Camcorder im semiprofessionellen und professionellen Bereich haben mit zusätzlich verwendeten Filtern keine Probleme. Hier lassen sich Festwerte für Kunst- und Tageslicht (3200 und 5600/6300 Kelvin) einstellen oder manuelle Weißabgleiche durchführen. Zu beachten ist aber: Filter verringern die mögliche Lichtstärke. Der jeweilige Filterfaktor gibt an, mit welcher Zahl die Belichtungszeit bei Gebrauch des Filters verlängert werden muss, um die Abdunklung zu kompensieren. Für gewöhnlich wird die notwendige Korrektur von der Belichtungsautomatik des Camcorders automatisch vorgenommen. Auch können Filter unerwünschte Reflexionen verstärken, da beispielsweise abgestrahltes Licht von der Frontlinse des Objektivs durch den Einsatz eines Filters zurück in das Objektiv reflektiert wird. Dies sollte auch bei Skylight- oder UV-Filtern beachtet werden, weil sie als Schutz für das Objektiv auf dem Camcorder bleiben. Siehe: Dichroitische Scheibe, Effektfilter, Graufilter, Polarisationsfilter, Skylightfilter, Streulicht, UV-Sperrfilter, Verlaufsfilter, Weißabgleich. |
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| Firewire. Schnelle, serielle Breitbandschnittstelle mit einem Übertragungsprotokoll nach IEEE1394. Die maximale Übertragungsrate von IEEE1394 liegt bei 400 Mbit/s. Der Erfinder dieser Schnittstelle war die Firma Apple. Der Name Firewire wurde demgegenüber von Sony verbreitet, die eine gegenüber Apple modifizierte Form der Schnittstelle mit den heute üblichen 100 Mbit/s auf dem Markt durchsetzen konnte. Aufgrund der großen Datenübertragungsrate hat sich Firewire als ideale Schnittstelle im Videobereich bewährt. So lassen sich neben den Video- und Audiosignalen auch Timecode-Informationen, Steuerbefehle und Rückmeldungen in großer Geschwindigkeit zwischen zwei digitalen Geräten übertragen. Wird der Camcorder über das Firewirekabel mit dem Computer verbunden, so ist es von der Ausstattung des Camcorders abhängig, ob er sich über die Schnittsoftware steuern lässt (Aufnahme, Vorlauf etc.). Die Übertragung von Videofilmen auf den Computer über Firewire funktioniert hingegen völlig problemlos. Die meisten Motherboards von Computern sind seit etwa 2004 mit Firewire-Anschlüssen ausgerüstet. Ältere Motherboards können preisgünstig mit einer entsprechenden PCI-Steckkarte nachgerüstet werden. Im Gegensatz zum älteren analogen Videobereich sind keine separaten Schnittstellen für Video, Audio und Data Base mehr nötig. Siehe: Camcorder, Film-DVD. |
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| Flächenleuchte. Eine weit verbreitete, universell einsetzbare Videoleuchte zur Aufhellung oder indirekten Ausleuchtung. Im Gegensatz zu den Stufenlinsen-Scheinwerfern ermöglichen diese Leuchten eine grosse „flächige“ Ausleuchtung (Lichtwanne). Teilweise lassen sie sich von weich bis hart fokussieren. Weicher und schattenärmer wird die Ausleuchtung dann, wenn die Leuchte in geringeren Abständen zum Motiv positioniert wird. Konvertierungen von Kunst- auf Tageslicht sind mit dem zusätzlichen Einsatz einer dichroitischen Scheibe möglich. Mit milchig matten Streuscheiben lässt sich zudem der Lichtstrom dämpfen. Siehe: Beleuchtung, Dichroitische Scheibe, Flutlicht. |
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| Flugreisen. Nicht immer dürfen Camcorder als Handgepäck im Flugzeug mitgeführt werden. Deshalb sollte vorher geklärt werden, wo der Camcorder untergebracht wird. Falls der Camcorder im Frachtraum verstaut werden muss, so muss er besonders stoßfest und wegen der extremen Kälte, die zur Kondenswasserbildung führen kann, auch wasserdicht verpackt werden. Eventuell sollte eine Videogeräte-Versicherung abgeschlossen werden. Bei kleinen Camcordern dürfte sich ein Transport als Handgepäck in der Regel als unproblematisch erweisen. Gefragt werden sollte allerdings, ob und wann im Flugzeug gefilmt werden darf. Aufnahmen durch das Flugzeugfenster sind Luftbildaufnahmen und bedürfen in Deutschland für gewöhnlich der Genehmigung des zuständigen Regierungspräsidiums. Siehe: Grenzkontrolle. |
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| Fluidkopf. Stativkopf, dessen Gelenkkugeln in einem viskoelastischen Öl zwischen mehreren Scheiben gelagert ist (Fluiddämpfung). Ermöglicht gleichmäßige und ruckfreie Schwenks. Zudem ist die stufenweise einstellbare Dämpfung völlig geräuschlos und Schwenkbewegungen werden am Ende ohne Nachlauf sanft abgebremst. Ein preiswerter Kompromiss sind die Stativköpfe mit „Fluid-Effekt“. Sie arbeiten auf mechanischem Weg, sind aber in einem präzise gearbeiteten Lager eingebettet, sodass der weiche Effekt beim Schwenken entsteht. Siehe: Schwenk. |
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| Flutlicht. (Flood Light). Obwohl Flutlichter zur Ausleuchtung großer Flächen verwendet werden, zählen sie nicht zur Gruppe der Flächenleuchten. Denn im Gegensatz zu den Flächenleuchten können Flutlichter trotz der Möglichkeit, große Flächen auszuleuchten, nur über eine sehr kleine Leuchtfläche verfügen. Dies ist bei den Flächenleuchten nicht der Fall. Aufgrund des großen Strahlwinkels wird das Licht von Flutlichtern auch als Flächenlicht bezeichnet. Gelegentlich werden zusätzlich Diffuser eingesetzt, um die Motive etwas weicher auszuleuchten. Siehe: Diffuser, Flächenleuchte. |
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| Footage. Bildmaterial, das ungeschnitten auf einem Speichermedium aufgezeichnt worden ist. Häufig bedienen sich Fernsehjournalisten bei Pressestellen, die das Footage als Service gern zur Verfügung stellen. Siehe: Drehverhältnis. |
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| Foto-Camcorder. Camcorder, der über die Filmaufnahmefunktion hinaus die Möglichkeit bietet, Fotos zu schießen. Erste Geräte gab es bereits um das Jahr 1996 auf dem Markt (z.B. von Hitachi). Seit etwa 2003 ist die Fotofunktion fast der Normallfall bei digitalen Camcordern. Vorteile: Für Fotoaufnahmen kann die vergleichsweise große Brennweite des Objektivs voll ausgenutzt werden. Da Camcorder sehr lichtempfindlich sind, können selbst bei schwacher Beleuchtung gute Ergebnisse erzielt werden. Fotos werden entweder auf das Magnetband als Standbild oder auf eine separate SD-Karte als Datei aufgezeichnet. Die Qualitätsunterschiede der Fotos sind indes recht unterschiedlich. Für ausreichend gute Ausdrucke im Kleinbildformat sollte der Camcorder mindestens 2 Megapixel bieten. Für professionelle Fotos eignen sich Camcorder nicht. Siehe: Camcorder. |
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| Frauenlicht. In Spielfilmen und gelegentlich von Fernsehanstalten in Orientierung an Geschlechterstereotypen eingesetzt. Bei Frauen wird ein weiches Hauptlicht von vorne gesetzt, sodass Hautstrukturen und Falten weniger betont werden. Oftmals werden zusätzlich die Augen durch ein entsprechendes Licht zum Glänzen gebracht. Siehe: Augenlicht, Effektbeleuchtung, Lichtgestaltung, Männerlicht. |
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| Frontallicht. Licht, das parallel zur Kameraachse auf ein Motiv fällt. Zumeist als Aufhelllicht eingesetzt. Von der Wirkung eher flach und reizlos. Siehe: Augenlicht. |
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| Froschperspektive. Im Gegensatz zur Vogelperspektive (Obersicht) das Filmen aus niedriger Höhe nach vorn oder schräg oben (Untersicht). Als Froschperspektive wird die Perspektive bezeichnet, bei der nicht aus der gewohnten Augenhöhe gefilmt wird, sondern aus tieferer Höhe. Wie erfahrene Kameramänner wissen, können derartige Aufnahmen überraschend interessant und spannungsreich wirken. Gern bei dramaturgischen Effekten eingesetzt. Das Motiv scheint zudem eine bessere dreidimensionale Bildwirkung zu erhalten. Je nachdem, was im Film dargestellt wird, werden bestimmte Bildaussagen unterstrichen. Betont werden bei Menschen aus dieser Perspektive beispielsweise: Selbstbewusstsein, Narzissmus, Übermut, Bosheit, Arroganz, Größe, Edelmut, Erhabenheit. Siehe: Babystativ, Bildwirkung, Kamerafahrt, Kinderperspektive, Perspektive. |
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| Führungslicht. (Keylight). Unterschieden wird zwischen einem Führungslicht für eher statische und eher dynamische Szenen. Bei statischen Szenen wird das Führungslicht – ähnlich dem Sonnenlicht - als ein stark gerichtetes Hauptlicht eingesetzt, das Schatten wirft und die Bilder plastisch erscheinen lässt. Dabei werden zwei leistungsstarke Leuchten so platziert, dass das Licht seitlich von vorne (in einem Winkel von 30 bis 45 Grad zur Kameraachse) und leicht von oben kommend (in einem Winkel von 30 bis 40 Grad zur Horizontalen) auf die Motive trifft. Demgegenüber soll das Führungslicht bei dynamischen Szenen den Blick des Betrachters leiten, indem es dem Zentrum des Geschehens (z.B. Hauptperson) folgt. Dabei sollte die Intensität des Führungslichts den sonstigen Lichtverhältnissen und der Atmosphäre angepasst sein. Siehe: Beleuchtung, Lichtgestaltung. |
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| Gegenlicht. Hinter dem Motiv liegende Lichtquelle, deren Licht in Richtung der Kamera strahlt. Wird die Beleuchtung bewusst so gesetzt, so wird das Gegenlicht auch als Hinterlicht bezeichnet. Eine hervorragende Möglichkeit, um Stimmung in ein Bild zu bringen. Dazu ist es erforderlich, die Blendenautomatik abzuschalten und mit manueller Blendeneinstellung zu arbeiten. Gesucht werden muss die jeweils optimale Blende am Zoomobjektiv, um eine Unterbelichtung zu vermeiden. Bei Tageslicht, das durch ein Fenster strahlt, sollten zusätzlich Kunstlichtleuchten zum Einsatz kommen, die die Schattenbereiche von bildwichtigen Teilen aufhellen und dem Bild Brillanz verleihen. Vermieden werden müssen flaue Bilder, ein zu geringer Kontrast im Gesamtbild und starke Überbelichtungen in unerwünschten Teilen des Bildes. Um Schattenbereiche aufzuhellen, kann ein zusätzliches Oberlicht verwendet werden. Vorsicht ist allerdings gerade bei Gegenlicht bei der Verwendung von Filtern geboten, die zusätzlich auf das Objektiv geschraubt werden, da das von der Frontlinse des Objektivs reflektierte Licht wegen des Filters zurück in das Objektiv strahlen kann (Streulicht). Siehe: Blende, Hochzeitsfilme, Oberlicht, Reflexionsscheibe, Streulicht, Überbelichtung. |
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| Gegenlichtkorrektur. Bei Gegenlicht stoßen die Belichtungsautomatiken vieler Camcorder auf ihre Grenzen und übersteuern den Videopegel mitunter auf über 100 Prozent. Bei vielen semiprofessionellen und professionellen Camcordern können die überbelichteten Bildteile durch ein zusätzlich eingeblendetes Streifenmuster (Zebramuster) sichtbar gemacht werden. Zur Korrektur muss deshalb der Blendenwert um etwa ein bis zwei Stufen manuell herabgesetzt werden (Abblenden). Bei einigen Camcordern steht dafür die BLC-Taste (Back Light Compensation) zur Verfügung. Siehe: Blende, Gegenlicht. |
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| Gegenschuss. Eine Kamera-Einstellung, die ein zu filmendes Objekt oder Motiv zusätzlich zur vorherigen Einstellung (Schuss) aus der entgegengesetzten Richtung zeigt (Schwenk der Kameraachse um 180 Grad). Der Gegenschuss wird beispielsweise in Gesprächssituationen von zwei Personen, die sich gegenüber stehen, angewendet; oder zum Beispiel bei Bühnenveranstaltungen in Bezug auf Publikum und Darsteller. Siehe: Blickführung, Filmdialog, Subjektive Kamera, Zwischenschnitt. |
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| Gegenstände. Beim Filmen von Gegenständen - wie z.B. in einem Museum - ist der Kameramann mit unbewegten Objekten bzw. statischen Motiven konfrontiert. Um Dynamik und Atmosphäre in die Bilder zu bekommen, kann die Kamera beispielsweise auf einen kleinen Drehteller gelegt oder montiert werden. Zusätzlich lassen sich gelungene Effekte mit farbigen Folien (z.B. in Blau oder Orange) erzeugen, wobei die Lichtquelle seitlich und oberhalb der Gegenstände eingerichtet wird. Die Folien dienen der Realisierung eines geeigneten Hintergrundlichts, das bei den Gegenständen den Eindruck von Körperlichkeit erweckt. Steht der Gegenstand vor einer Wand, so sollte dort ein unifarbener, farblich passender Molton befestigt werden. Letztendlich sollte nichts Ablenkendes im Bild zu sehen sein. Kleinere Gegenstände können auf eine weiche Decke in den Farben Blau oder Schwarz platziert werden. Dabei führt die richtige Farbauswahl der Decke zu einem brillanten Leuchten: Blau bei goldenen oder roten, Schwarz bei silbernen Objekten. Glitzereffekte auf den Kanten von Gegenständen durch zusätzliche Beleuchtung wirken effektvoll. Nicht zuletzt mit Blick auf den Filmschnitt wirkt am Ende der Filmszene eine bewusst erzeugte Unschärfe mit tanzenden Lichtpunkten sehr interessant. Befinden sich die Gegenstände in Räumen, in denen störende Nebengeräusche zu hören sind, so sollte in einem ruhigen Augenblick eine separate raumstatische Atmo aufgenommen werden, die später in den Film geschnitten wird. Siehe: Atmo, Gegenlicht, Kunstausstellung, Licht. |
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| Gesamtaufhellung. Auch als Grundhelligkeit bezeichnet. Die durchschnittliche Helligkeit einer bestimmten Einstellungsfolge (Szene), unabhängig davon, ob die Szene mit natürlichen oder künstlichen Lichtquellen ausgeleuchtet ist. Siehe: Beleuchtung, Einstellung, Licht, Lichtgestaltung. |
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| Gesichtsfarbe. Die Farben von Hauttönen gehören zu den so genannten Erinnerungsfarben, an die sich der Mensch bei der Farbbetrachtung von Bildern ganz besonders orientiert. Profis sind davon überzeugt, dass die Gesichtsfarbe das entscheidende Kriterium bei der Farbabstimmung von Videofilmen sein sollte. Dies gelte sowohl für die Aufnahme (Weißabgleich), die Nachbearbeitung (Farbkorrektur) als auch für die Wiedergabe (Kontrast und Farbsättigung des Fernsehgeräts). Siehe: Erinnerungsfarben, Weißabgleich. |
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| GIF. (Graphic Interchange Format). Komprimiertes Dateiformat, das für die Darstellung von Grafiken im Internet optimiert wurde. Der Vorteil des GIF-Formats liegt darin, dass verlustfrei komprimiert werden kann. Aufgrund der geringen Farbtiefe (8 Bit bzw. 256 Farben) ist das GIF-Format für die Präsentation von Fotos eher ungeeignet. Allerdings lassen sich Videos in Einzelbilder zerlegen, die dann im GIF-Format abgespeichert und zu einem GIF-Stream für Präsentationszwecke im Internet zusammengesetzt werden. Siehe: Bitmap, Farbpalette, Farbtiefe, JPEG. |
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| Goldener Schnitt. Regel, die bereits in der Antike aufgestellt wurde und sich auf ein ideales räumliches Teilungsverhältnis bezieht. In der Neuzeit wurde die Regel von Künstlern wie beispielsweise Leonardo da Vinci, Rembrandt, Rubens, Michelangelo und anderen befolgt. Bildwichtige Teile, wie Personen oder Gegenständen, werden dieser Regel zufolge nie in die Bildmitte gesetzt, sondern versetzt. Die Aufteilung einer Linie oder Fläche soll so erfolgen, dass sich der kleinere Abschnitt zum größeren Abschnitt so verhält, wie der letztere zur Gesamtlänge beider Abschnitte. Dies trifft bei einem Teilungsverhältnis von etwa 3:5 zu. Gilt auch heute noch als Empfehlung, um eine ausgewogene Bildgewichtsverteilung zu erreichen. Vor allem bei statischen Motiven, Landschaftstotalen und bei Anfangs- und Endeinstellungen von Schwenks empfehlenswert. Siehe: Bildwirkung, Zweierregel. |
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| Gradiation. Begriff aus der Fotografie, mit dem das Verhältnis zwischen Motivkontrast und Wiedergabekontrast des Bildes beschrieben wird. Das Kontrastverhalten von Camcordern (insbesondere die Durchzeichnung von Motiven in den Schattenbereichen) ist schon seit vielen Jahren ein Problem. Um nur annähernd die in der Natur vorkommenden Kontraste richtig abzubilden, muss die Gradiation des Camcorders extrem weich und die Gradiation der Bildschirmwiedergabe extrem hoch sein. Dies war mit der früheren analogen Videotechnik kaum möglich, da sowohl die Bildsensoren als auch die Bildschirme extrem hart eingestellt sein mussten. Eine Ausnahme bildete im analogen Bereich das klassische negative Kinefilm-Material, mit dem feinste Abstufungen von Farb- und Helligkeitswerten aufgezeichnet werden können. In der Phase der Verbreitung digitaler Technik in den 1990er Jahren wurden häufig noch hochwertige Werbefilme mit dem Kinefilm-Material gedreht, um diese dann anschließend zu digitalisieren. Seit der Einführung von HD-Camcordern stellt der Kontrast allerdings kein Problem mehr dar. Deshalb werden hochwertige Filme heute direkt digital aufgezeichnet. Siehe: Durchzeichnung, Motivkontrast. |
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| Graufilter. Auch als ND-Filter (Neutral-Dichtefilter) bezeichnet. Das farblose Graufilter wird - wie bei der Belichtungszeitverkürzung - bei zu großer Helligkeit eingesetzt, da er das in das Objektiv einfallende Licht und die Schärfentiefe reduziert, wenn die Belichtungsautomatik des Camcorders mit Blendensteuerung arbeitet. Gegenüber der Verkürzung der Belichtungszeit hat das Graufilter den Vorteil, die Bewegungsunschärfe bei sehr großer Helligkeit nicht einfrieren zu lassen. Bei den meisten, eher preiswerten Consumer-Camcordern werden anstatt integrierter ND-Filter elektronische Schaltungen und Shutter verwendet, um Überbelichtung zu verhindern. Die Folge ist: Bild- und Signalverhältnisse verändern sich unkontrolliert. ND-Filter erlauben dagegen die kontrollierte Steuerung der Bildverhältnisse bei gleichzeitiger Verwendung einer größeren Blende. Siehe: Blende, Filter, Schärfentiefe. |
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| Grenzflächenmikrofon. Kondensator-Mikrofon, bei dem der Effekt ausgenutzt wird, das sich der Schalldruck an materiellen räumlichen Grenzen (Gegenständen) bis auf den doppelten Wert erhöhen kann. Der Verstärker des Mikrofons liefert auf diese Weise ein um 6 dB höheres elektrisches Signal als an Orten ohne Grenzflächen. Werden derartige Mikrofone auf einem Tisch oder Bühnenboden platziert, so liefern sie gute Sprachaufnahmen. Störende Halleffekte, die durch eine Überlagerung direkter und reflektierter Schallwellen entstehen, werden gedämpft. Angeboten werden derartige Mikrofone beispielsweise von beyerdynamic oder Sennheiser. Das bewährte kleine und leistungsstarke MPC 65 von beyerdynamic kostet etwa 150 Euro (2006). Siehe: Mikrofone, Theaterfilme. |
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| Grenzkontrolle. Filmteams, die andere Länder bereisen, machen verschiedenste Erfahrungen mit Zöllnern an Grenzübergängen oder an Flughäfen. Stress an der Grenze ist keine Seltenheit. Innerhalb von Europa wurde der Grenzverkehr mit der Einführung der EU-Verordnung für Rundfunk- und Fernsehschaffende Ende Juli 1989 erheblich erleichtert. Sonst haben sich allgemein folgende zu beachtende Punkte bewährt: rechtzeitiges Checken der Zollbestimmungen über das Mitführen von Videoausrüstungen, Kopien der Originalrechnungen der Ausrüstung, Anbringen von Aufklebern der Fernsehanstalten oder Produktionsfirmen an das Fahrzeug, langsames Heranfahren an die Grenzkontrolle, ein Stempel auf eine akurat geschriebene Liste der Ausrüstungsgegenstände (Carnet), Ausweis der Fernsehanstalt. Siehe: Drehgenehmigung, Flugreisen. |
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| Großaufnahme. Einstellung, bei der das zu filmende Objekt einen großen Ausschnitt des Bildes einnimmt, Details gezeigt und scharf abgebildet werden. Die zwangsläufige Unschärfe des Hintergrunds lässt das Objekt zusätzlich plastisch hervortreten. Großaufnahmen haben im Film oftmals eine frappierend Wirkung, insbesondere dann, wenn diese mit harten Schnitten hintereinander montiert werden. Atmosphäre, Stimmungen und Emotionen scheinen weitaus besser eingefangen werden zu können als bei der Totalen. Der Zuschauer-Blick wird auf bildwichtige Teile gelenkt, die einen symbolhaften Charakter haben können und sehr einprägsam sind. Die emotionale Bildwirkung lässt sich zumeist leicht durch ungewohnte, spannungsreiche Perspektiven – jenseits der üblichen Augenhöhe – intensivieren (z.B. Frosch- oder Vogelperspektive). Weiterer Vorteil: Erleichtert die Kürzungsarbeit beim späteren Filmschnitt, da einzelne Szenen symbolhaft angedeutet werden können. Dennoch sollte auf eine Totale nicht verzichtet werden. Eine gute Wirkung kann beispielsweise dann erzielt werden, wenn eine Serie von Großaufnahmen mit einer Totalen abschließt. Im Hinblick auf den Filmschnitt werden Großaufnahmen als Zwischenschnitte bezeichnet. Siehe: Einstellung, Einstellungsgröße, Bildwirkung, Totale, Zwischenschnitt. |
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| Grundfarben. Farben, aus denen sich alle anderen Farben erzeugen lassen. Anderes als in der Drucktechnik, wo die subtraktiven Grundfarben Gelb, Purpur und Blaugrün verwendet werden, sind die additiven Grundfarben in der Videotechnik Blau, Grün und Rot. Siehe: Farbe. |
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| Halbtotale. Eine Einstellung, bei der der Abstand zwischen Kamera und Hauptmotiv etwa vier bis sechs Meter beträgt und etwa dreieinhalb Meter Breite im Bereich des Hauptmotivs gezeigt werden. Der erfasste Bildwinkel beträgt etwa 35 bis 45 Grad. Im Gegensatz zur Nahen oder Detailaufnahme ist ein visueller Überblick über die gezeigte Szene gerade noch möglich. Im Gegensatz zur Totalen beschränken sich die Bildinformationen auf das Wesentliche der Szene, sodass die volle mögliche Breite einer im Hintergrund gezeigten Landschaft nicht aufgenommen und gezeigt wird. Wie bei der Totalen und auch noch bei der Halbnahen wird bei der Halbtotalen die Hauptperson in voller Größe gezeigt. Der Grund, warum in der Filmpraxis seit Jahrzehnten eher mit Halbtotalen als mit Totalen gedreht wurde, liegt darin, dass die Totale ihre volle atmosphärische Wirkung nur auf großen Leinwänden entfalten kann. Auf relativ kleinen Fernsehern mit vergleichsweise geringer Auflösung (PAL) wirkt die Halbtotale einfach besser als die Totale. Abzuwarten ist, ob die allgemeine Einführung von großen Flachbildschirmen und HDTV zu spürbaren Veränderungen bei den Aufnahmeeinstellungen führen wird. Siehe: Einstellungsgröße, PAL, Totale. |
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| Haltbarkeit von Videoaufzeichnungen. Sowohl bei analogen als auch bei digitalen Aufnahmen ist die Haltbarkeit stets durch die Haltbarkeit des verwendeten Datenspeichers begrenzt. Als zuverlässiges, dauerhaftes Speichermedium kann das Magnetband nicht gelten. Zwar soll die magnetische Speicherung bei Raumtemperatur und ohne Einfluss von Störfeldern theoretisch über 100 Jahre und mehr erhalten bleiben. In der Praxis hat sich demgegenüber allerdings erweisen, dass maximal von 10 bis 30 Jahren ausgegangen werden kann. So ist vor allem die Haltbarkeit der bei den Magnetbändern verwendeten Lacke, Bindemittel und Trägerfolien sehr begrenzt. Ein Gemeinplatz ist es, dass sich die Qualität von digitalen Videoaufnahmen im Gegensatz zu analogen Aufzeichnungen nicht verschlechtern kann. Denn dies gilt nur dann, wenn die Videoaufnahmen frühzeitig von gefährdeten Speichermedien auf andere Datenspeicher kopiert werden. Werden auf diese Weise verlustfreie Kopien angefertigt, so wird das Risiko von Aussetzern und anderen Störungen, die auch bei dem digitalen Magnetband-Format MiniDV nach Jahren auftreten können, hinausgezögert. Um die Haltbarkeit von digitalen Aufzeichnungen zu erhöhen, sollte gegenwärtig besser auf große Speicherkarten oder Festplatten gesetzt werden. Eine kostengünstigere, aber weniger zuverlässige Lösung ist die DVD. Falls die Entscheidung zugunsten der DVD fällt, so sollten wichtige Aufnahmen zumindest mehrfach auf DVD-Typen unterschiedlicher Hersteller kopiert werden. Mit dieser Lösung scheint der Hobbyfilmer zumindest eine gewisse Zeit lang auf der sicheren Seite zu liegen. Siehe: Archivierung, Bandlos in die Zukunft, Magnetband, MiniDV. |
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| Handmikrofon. Dynamisches Mikrofon mit Nieren-Richtcharakteristik, das vor allem bei Interviews und Reportagen eingesetzt wird. Als dynamisches Mikrofon benötigt das Handmikrofon keine Stromversorgung. Um Körperschall zu vermeiden, sollte das Mikrofon ruhig gehalten werden. Ein weltweiter Klassiker unter den Handmikrofonen ist das MD 421 von Sennheiser, da es sehr robust und universell einsetzbar ist. So kann das Mikrofon sehr gut für Gesang, Sprache und Instrumentenabnahme benutzt werden. Kosten: etwa 330 Euro (2006). Siehe: Ansteck-Mikrofon, Dynamisches Mikrofon, Körperschall, Mikrofon. |
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| HandyMan Familie. Von der Firma ABC Products entwickeltes Kameraequipment, um eine schwebende, weiche Kameraführung zu optimieren. Siehe: Schwebestativ. |
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| Hartes Licht. Ein klares Licht, dessen Strahlen durch Linsen und / oder Spiegel parallel ausgerichtet sind und extrem starke Schatten wirft (Schlagschatten). Vor allem als Effektlicht eingesetzt. Um beispielsweise dramaturgische Wirkungen zu erzeugen, werden für scharf begrenzte harte Lichteffekte Spotlights eingesetzt. Soll das harte Licht hingegen gemindert („weich gemacht“) werden, so muss mit Aufhellern, Aufhell-Lichtern oder Diffusoren gearbeitet werden. Siehe: Effektbeleuchtung, Kriminallicht, Lichtgestaltung, Weiches Licht. |
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| HD-Camcorder. (High Definition-Camcorder, kurz: hochauflösender Camcorder). Camcorder der derzeit höchsten professionellen Klasse, die mit dem hochauflösenden Format HDCAM arbeiten. Ermöglicht die bestmöglichste Aufzeichnungsqualität, eine grandiose Bildschärfe. Eingesetzt werden diese Camcorder seit etwa 1998 für Werbe- und Imagefilme, aufwendige Weltmarktproduktionen und gelegentlich für Spielfilme. 2002 wurden HD-Camcorder erstmals im TV-Bereich eingesetzt. Das seit vielen Jahren bestehende Problem von Camcordern bezüglich des Kontrastverhaltens, insbesondere die Durchzeichnung von Motiven in den Schattenbereichen, ist mit den HD-Camcordern überwunden worden. Etwa 2005 setzten sich die ersten HD-Camcorder für anspruchsvolle Filmer des Consumer-Bereichs durch. So vor allem mit der preiswerten HC1 von Sony und der vergleichsweise teuren XL H1 von Canon. HD-Camcorder nehmen für gewöhnlich mit der maximalen Auflösung von 1440 x 1080 Pixeln auf, was bei der Fernsehdarstellung (HDTV) dazu führt, dass das Bild horizontal beschnitten wird. Einige Profis rieten 2006 deswegen noch von dem Kauf ab. Ihre Vermutung geht dahin, dass in den nächsten Jahren HD-Camcorder produziert werden, die mit voller HDTV Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten arbeiten können. Andere sind von der HDV-Qualität geradezu verblüfft und wollen sich mit der geringeren Auflösung von DV nicht mehr zufrieden geben. Indes gesteht auch diese Gruppe zumeist ein, dass DV zumindest als „gut“ gelten kann. 2006 waren zahlreiche Videoschnittprogramme für den Amateurbereich bereits dazu in der Lage, das HDV-Material bearbeiten zu können. LCD- oder Plasma-Fernseher, auf denen HD-Filme in voller Qualität abgespielt werden sollen, müssen zumindest die Bezeichnung „HD Ready“ tragen. Siehe: Broadcast-Camcorder, HDCAM, HDTV. |
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| HD-DVD-Laufwerke. Auf der IFA 2005 hatten Toshiba erstmals einen HD-DVD-Player und NEC erstmals ein HD-DVD-Laufwerk für den PC vorgestellt. Siehe: HDV. |
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| HDCAM. Hochauflösendes Format, das 2002 im TV-Bereich eingeführt wurde (25P HDCAM). Bessere Bildqualität als Super-16-Format und Digital Betacam. Sinnvoll wiedergegeben werden kann das Format auf entsprechenden Videoprojektionsgeräten. Siehe: HD-Camcorder, HDV. |
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| HDTV. (High Definition Television). Sammelbegriff für alle Arten von Fernsehsignalen mit höherer Bildauflösung (größere Zeilenzahl, höhere Schärfe im 5:3- oder 16:9-Breitbildformat). Einen einheitlichen HDTV-Standard gibt es weltweit nicht. Das HDTV-Format eignet sich besonders gut für die Großbildprojektion. Ein HDTV-Signal in Europa besteht aus 1920 x 1080 Bildpunkten bzw. Pixeln. Dies ist etwa fünfmal mehr als beim PAL-Farbfernsehsystem. Als Geburtsstätte von HDTV gilt die japanische Fernsehanstalt NHK (Nippon Hoso Kyokai), wo neben den USA bereits vor der Einführung in Deutschland HDTV-Programme gesehen werden konnten. Siehe: 16:9, DV, HD-Camcorder, HD-DVD-Laufwerk, HDV, Kontrast, Non-Interlaced, PAL. |
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| HDV. (High Definition Video). Consumerstandard zur Aufzeichnung von HDTV-Material auf MiniDV-Kassetten. HDV ist eine Weiterentwicklung des etablierten DV-Standards, wobei die Abwärtskompatibilität zu DV gegeben ist, da Kassettenformat, Bandgeschwindigkeit und Spurabstand nicht verändert wurden. Anders als bei DV kann HDV jedoch nur im 16:9-Bildformat aufgezeichnet und wiedergegeben werden. Video- und Audiodateien werden bei der Aufzeichnung mit MEPG-Enkodierung komprimiert. Die Auflösung beim HDV-Standard liegt bei 720 x 1280 Pixel (progressive Abtastung) oder 1440 x 1080 Pixel (Zeilensprungverfahren). Die jeweils zuerst genannten Pixelzahlen (720, 1440) beziehen sich auf die aktiven Zeilen. Beide Formate haben ein Bildseitenverhältnis von 16:9. Die Frequenzen des Bildwechsels liegen bei 50 oder 60 Hz (25 oder 30 B/s = Bilder pro Sekunde). Bilder werden nach dem MPEG-2-Verfahren 4:2:0, Töne mit dem MPEG-Layer-2-Verfahren codiert. Siehe: DV, HDCAM, HD-DVD-Laufwerke, HDTV, MPEG. |
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| HDV-Rekorder. Weltweit erstmals im Frühjahr 2006 von der Firma Macrosystem angeboten. Der Rekorder dient der Wiedergabe, dem Speichern und dem Kopieren von HDV-Material. Um den Rekorder sinnvoll verwenden zu können, ist eine HDV-Kamera und ein HDV-Schnittsystem erforderlich. |
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| Helligkeit. Allgemeiner Begriff für die Leuchtkraft von Lichtquellen und reflektiertem Licht. Das Verhältnis zwischen dem jeweils hellsten und dunkelsten Bereichen von Bildern wird als Helligkeitsumfang oder Kontrast bezeichnet. Siehe: Beleuchtungsstärke, Lichtstrom, Motivkontrast. |
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| Hi8. (Highband Video8). Videosystem mit analoger Magnetbandaufzeichnung, das bei Camcordern vor allem in den 1990er Jahren eingesetzt wurde. Erfinder von Hi8 (und Video8) war die Firma Sony. Vielfach wurden äußerst preiswerte, gute Camcorder mit Hi8-Videosystem für den Consumer-Bereich noch bis etwa in die zweite Hälfte der 2000er Jahre produziert. Dafür nahm der Käufer indes alle Nachteile der Magnetbandaufzeichnung gegenüber der Digitalaufzeichnung in Kauf. Die Qualität von Hi8 entspricht dem S-Video-Farbsystem. Anders als bei dem FBAS-Videosignal wird bei Hi8 das Luminanz- und Chrominanzsignal separat übertragen. Im Vergleich zu dem Video8-System arbeitet Hi8 mit der höheren Auflösung bis zu 5,4 MHz (über 400 Linien), besserer Farbwiedergabe und Konturenschärfe. Volle Qualität kann nur mit den besseren und teureren Kassetten erreicht werden. Volle Kompatibilität zu S-VHS. Mit der Einführung des digitalen MiniDV-Systems zur IFA 1995 verloren Hi8 und S-VHS an Bedeutung. Hi8-Kassetten lassen sich mit Camcordern, die über einen Analog-Digital-Wandler verfügen, über den S-Video-Eingang digitalisieren. Die Film- und Tondaten lassen sich so direkt auf MiniDV-Kassetten überspielen. Siehe: Digitalisierung, Magnetband, MiniDV, PCM, S-Video, Video8. |
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| Hinterband-Kontrolle. Kontrolle des aktuell auf Magnetband aufgezeichneten Tonsignals. Es handelt sich um eine simultane Wiedergabe, die durch den Einsatz von zwei separaten Sätzen von Aufnahme- und Wiedergabeköpfen im Bandlaufwerk realisiert wird. Vorteil: Störgeräusche oder zu hohe / niedrige Aufnahmepegel lassen sich sofort überprüfen und korrigieren. Siehe: Magnetband, Ton, Windgeräusche. |
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| Hintergrundausleuchtung. In der Regel wird zur Ausleuchtung des Hintergrunds ein weiches Licht ohne scharfe Schatten eingesetzt. Verhindert wird mit dieser Ausleuchtung, dass der Hintergrund zu dunkel dargestellt wird, nicht mehr durchzeichnet und absäuft. Spielt sich das Hauptgeschehen im Vordergrund der Szene ab, so darf die Hintergrundbeleuchtung nicht zu einer Konkurrenz für die Beleuchtung des Vordergrundes werden, da die Aufmerksamkeit des Betrachters für das Wesentliche auch mittels der Lichtgestaltung stets geführt werden muss. Siehe: Absaufen, Blickführung, Indirektes Licht, Lichtgestaltung. |
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| Hinterkamera-Bedienung. Wetterfestes Gerät zum automatischen, erschütterungslosen Schwenken einer Kamera, das an dem Schwenkarm des Stativs befestigt wird. Für Profis unerlässlich, für semiprofessionelle Filmer sehr empfehlenswert. Die Zoomgeschwindigkeit lässt sich durch einen leichten Druck auf die Wippe steuern, was ein weiches Anfahren und Beenden beim Zoomen ermöglicht. Siehe: www.bebob.de, Zooomgeschwindigkeit. |
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| HMI-Lampe. Eine Tageslichtlampe (Metalldampf-Entladungslampe), die von der Firma OSRAM im Jahre 1970 auf den Markt gebracht wurde. Die Farbtemperatur liegt bei 5600 Kelvin, also vergleichbar dem Tageslicht kurz vor Sonnenuntergang. Besondere Merkmale: Hohe Lichtausbeute, vergleichweise geringer Energieverbrauch. HMI-Lampen benötigen ein Vorschaltgerät, damit die Lampe gezündet werden kann. Siehe: Beleuchtung, Farbtemperatur, Licht. |
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| Hobbyfilmer. Personen, die das Filmen nicht zu ihrem Beruf gemacht haben, sondern sich in ihrer Freizeit damit beschäftigen. Ambitionierte Hobbyfilmer eignen sich nicht selten über die Jahre vielfältige Erfahrungen und eine Menge an Wissen an, sodass sie durchaus mit einigen Profis gut mithalten können. Im Unterschied zu den Profis können sich Hobbyfilmer jedoch nur selten teures Filmequipment, wie Broadcast-Camcorder, Studios und sonstige kostspielige Gerätschaften, leisten. Auch steht ihnen kein Filmteam zur Seite. So ist der durchschnittliche anspruchsvolle Hobbyfilmer zumeist Drehbuchautor, Produzent, Produktionsleiter, Kameramann, Cutter und Tonmeister in einer Person. Demgegenüber werden im Consumer-Bereich immer bessere und preiswertere Geräte angeboten, sodass zumindest die technischen Voraussetzungen für semiprofessionelles Filmen erfüllt werden können. Schnelle Computer, preiswerte Peripherie und Schnittsoftware sorgen dabei seit etwa Mitte der 1990er Jahre für das Übrige. Siehe: Camcorder, Consumer-Geräte, Profifilmer. |
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| Hochkant-Mini-Camcorder. Preiswerter, kompakter und handlicher Kleinstcamcorder im Hochkant-Design, der erstmals 1995 von JVC zur IFA vorgestellt wurde. Filme werden auf eine SD-Speicherkarte aufgezeichnet. Keine Laufwerksmechanik. 1-Chip-Camcorder. Siehe: Camcorder. |
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| Hochzeit. Hinsichtlich des Drehablaufs sollte nichts dem Zufall überlassen bleiben. Dies gilt insbesondere für den Anfang (Polterabend; Rückschau mit Fotos und witzigem Kommentartext), den Höhepunkt (Trauung) und den Schluss des Films (Feier; Resümee des Frischvermählten). Eine detaillierte Planung gibt allen Beteiligten ein Stück Orientierung und Sicherheit. Für das Standesamt oder die Kirche müssen ggf. Drehgenehmigungen eingeholt werden. Auch muss zuvor geklärt werden, ob eine zusätzliche Beleuchtung und eine entfesselte Kamera eingesetzt werden kann. Neutrale Bilder für den Zwischenschnitt sollten schon Tage vorher gedreht werden. Ideal wäre es ohnehin, wenn mit zwei Kameras gefilmt wird. So lassen sich auch Zwischenschnitte nachher noch einfügen. Weitere Zwischenschnitte sind möglich, indem Details des Kirchenraums bereits vor dem eigentlichen Drehtag in Großaufnahme gefilmt werden. Für gute Tonaufnahmen der Reden sollte ein Richtmikrofon eingesetzt werden, das unabhängig von der Kameraeinstellung den Ton aufnimmt. Die Beleuchtung für den Hochzeitstag muss besonders geplant werden. Passend ist eine weiche, helle und flächige Ausleuchtung einzelner Szenen, um harte Schatten zu vermeiden. Auch sollte ausgiebig mit Gegenlicht, tiefen und gegebenenfalls mit hohen Kamerastandpunkten gearbeitet werden. Die Beleuchtung muss so gesetzt werden, dass insbesondere die Haare und die Schulterpartie der Braut leuchten und Glanz bekommen. Direkt neben der Kamera wird ein Führungslicht positioniert, das mit einem doppelten Vlies gedämpft ist; gerade so, dass noch die Augen leuchten. Positive Akzente werden insbesondere mit der Verwendung von Weichzeichner und Nebel-Filtern gesetzt. Bei Gegenlicht oder bei Tageslicht, das durch ein Fenster strahlt, wird eine romantische, märchenhafte, fast unwirklich erscheinende Bildwirkung erzeugt. Profis verwenden in derartigen Situationen gern die unterschiedlichsten Wirkungsgrade der so genannten Pro-Mist-Filterreihe (Weichzeichner). Beim Filmschnitt sollte darauf geachtet werden, dass der Film nicht zu lang wird. Angesichts der Tatsache, dass viele Zuschauer in den Film selbst agieren, mag eine Länge zwischen 25 Minuten und einer Stunde passend sein. Kürzere Filme, die die wichtigsten Szenen enthalten, werden erfahrungsgemäß öfter und lieber angeschaut als lange und schlecht geschnittene Filme. Siehe: Exposé, Filmlänge, Gegenlicht, Großaufnahmen. Lichtgestaltung, Musikgruppenaufnahmen, Reden, Richtmikrofon, Rückblende, Zurückhaltende Kameraführung, Zwischenschnitt. |
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| Indirektes Licht. Diffuses, reflektiertes Licht von großen Flächen (Wände, Decken) oder Aufhellern. Weiche Ausleuchtung mit wenig Schatten. Siehe: Hintdergrundausleuchtung. |
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| Innenfokussierung. Objektive, bei denen in der Mitte des Gehäuses eine separate Linsengruppe angeordnet ist, besitzen eine Innenfokussierung. Gegenüber Objektiven, bei denen sich die Frontlinsengruppe gegen die hinteren Linsengruppen verschiebt, verkürzen sich auf diese Weise die Stellewege für die Fokussierung erheblich. Mithilfe der Innenfokussierung erfolgt aus diesem Grund eine vergleichsweise sehr schnelle Scharfstellung. Siehe: Objektiv. |
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| Insert-Schnitt. Beim Insert-Schnitt werden direkt beim Filmen oder nach dem Filmen Ton- oder Bildaufnahmen in bereits aufgenommene Szenen eingefügt. Um dies zu ermöglichen, muss der Camcorder mit rotierenden Löschköpfen ausgestattet sein. In den 2000er Jahren ist der Insert-Schnitt bei jeden guten Camcorder möglich. So kann beispielsweise die Nachvertonung bei Bedarf auch ohne zusätzliche Software vorgenommen werden. Siehe: Filmschnitt. |
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| Interleaced Modus. Auch Zeilensprungverfahren genannt. Modus, der die Wiedergabe von Halbbildern entsprechend der deutschen PAL-Fernsehnorm im Frequenzbereich von 50 Hz gestattet. Das PAL-Fernsehbild wird zur Verminderung des Flimmerns kammerartig aus zwei Halbbildern zusammengesetzt, wobei das erste Halbbild aus den Zeilen mit den ungraden Zahlen, das zweite aus den Zeilen mit den geraden Zahlen besteht. Beim Abtasten der jeweiligen Halbbilder werden die Zeilen übersprungen. Dadurch wird die effektive Bildwechselfrequenz von 25 auf 50 Bilder pro Sekunde (50 Hz.) erhöht. Bei der Darstellung werden die 50 Bilder kammerartig verschachtelt gezeigt, was aufgrund der Schnelligkeit des Bildwechsels vom menschlichen Auge nicht mehr erfasst werden kann. Tatsächlich führen jedoch die Übergänge zwischen den Halbbildern sowie die begrenzte Vertikalauflösung zu einem unruhigen Gesamtbild mit Bewegungsunschärfen. Vor allem schnelle Bewegungen werden im Vergleich zum Progressive Modus vom Betrachter als weniger fließend empfunden. Dadurch ist der so genannte „Filmlook“ bei Aufnahmen nicht oder kaum möglich. Siehe: Filmlook, Non-Interleaced, PAL, Progressive Modus. |
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| Interleaving. Verfahren, bei dem Daten zunächst zerstückelt, dann zeitlich versetzt übertragen oder an verschiedenen Orten gespeichert werden. Beim „Zeit-Interleaving“ wirkt die Zerstückelung wie eine Art Puffer, sodass eine zeitliche Synchronisation oder zeitliche Verschiebung bei der Übertragung von Bildern, Videos oder Tonaufnahmen erzielt werden kann. Beim „Ort-Interleaving“ wird die Zerstückelung hingegen zur Datenrettung genutzt. Gehen bei einer Beschädigung von Datenträgern zerstückelte Teile verloren, so kann die Fehlerkorrektur diese Teile anhand von Daten, die an anderen Orten abgelegt wurden, oftmals noch rekonstruieren. |
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| Interpolation. Ein mathematisches Verfahren, das auf Algorithmen basiert und mit dem auf der Grundlage von vorhandenen Bild- oder Videodaten fehlende Daten annähernd berechnet werden. So vor allem beim Vergrößern von Bildern und Videos. Dabei wird aus mindestens zwei benachbarten Farbpixeln ein neues Pixel berechnet und hinzugefügt. Je mehr benachbarte Pixel bei der Berechnung berücksichtigt werden, desto höher die Qualität des interpolierten Bildes. So berücksichtigt die bikubische Interpolation alle Nachbarpixel für die Neubildung von Punkten. Neben der rechnerischen Erhöhung der Pixelzahl im Bild wird auch die Absenkung der Pixelzahl als Interpolation bezeichnet. Dazu werden beim Verkleinern von Bildern Pixel gelöscht. |
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| Interview. Für Interviews, wie beispielsweise bei einer Reportage, sind Absprachen und eine hohe Konzentration erforderlich. Passende Hintergründe werten ein Interview optisch auf, liefern dem Zuschauer gegebenenfalls zusätzliche Informationen und schaffen Atmosphäre. Anzustreben ist eine gewisse Bildtiefe. Weiße Wände und sterile Hintergründe sind zu vermeiden. Ebenso sollten einfallslose Standardsituationen vermieden werden, wie z.B. das Filmen an Schreibtischen oder Sitzungssälen. Der Filmort sollte möglichst treffend zum Thema passen. Ist ein geeigneter Ort gefunden worden, so wird der Interviewpartner möglichst aus nächster Nähe gefilmt, damit die Weitwinkel-Optik das Szenario nicht allzu sehr total abbildet. Zunächst werden stimmungsvolle Antextbilder gedreht, mit denen der Interviewte visuell vorgestellt wird. In technischer Hinsicht ist kein übermäßiger Lichtstrom gewünscht, weil der Interviewte nicht geblendet und eine vorgefundene Stimmung möglichst reproduziert werden soll. Der Lichtstrom kann beispielsweise durch ein doppeltes Vlies gedämpft werden, das an den Lichtklappen (Toren) mit Klammern befestigt wird. So wird zudem ein markanter Nasenschatten verhindert, der die Person unschön aussehen lassen könnte. Gearbeitet werden kann mit zwei 300-Watt-Leuchten, eine davon als Hauptlicht neben der Kamera, die andere als Seitenlicht oder als „Spitze“ hinter der Person. Soll die Tonatmosphäre beim Interview mit aufgenommen werden, so ist ein Nierenmikrofon sicherlich die beste Wahl. Das Mikrofon sollte möglichst nicht im Bild zu sehen sein. Tischmikrofonständer sollten nur im Notfall benutzt werden. Besser geeignet sind Tonangeln oder Tongalgen, an denen die Richtmikrofone befestigt werden. Siehe: Achsenprung, Ansteck-Mikrofon, Antextbilder, Aus dem Bild gucken, Bauchbinde, Gesichtsfarbe, Handmikrofon, Kleiderlicht, Lichtstrom, Neutrales Anschwenken, Nierenmikrofon, Statement, Totale, Verkrampfte Interviewpartner. |
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| Jingle. (engl. wörtlich: Geklingel). Einleiten, Unterbrechen oder Beenden eines laufenden Films durch Einblendungen von kurzen, für eine bestimmte Marke typischen Melodien, Bildern oder Videospots. Zweck des Jingles ist es, auf etwas Bestimmtes aufmerksam zu machen oder für eine bestimmte Marke zu werben. Jingles sollen sich bei den Zuschauern oder Zuhörern einprägen, spezifische Assoziationen wecken und einen Erinnerungswert haben. Siehe: Erinnerungsfarben. |
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| Jog / Shuttle. Handrad bei Schnittgeräten oder Videorekordern, mit denen das Videoband Bild für Bild gesteuert werden kann. Ebenso sind damit unterschiedliche Bandgeschwindigkeiten einstellbar. Sehr gutes Hilfsmittel für den Filmschnitt. Einzelne Schnitte können während des Bildsuchlaufs punktgenau fixiert werden. |
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| JPEG. (Joint Photographers Expert Group). Dateiformat zur Komprimierung von Bilddateien auf eine geringere Größe. Die Kompression geht auf Kosten der Bildqualität, erlaubt allerdings kleinere Dateien. In Abhängigkeit vom Charakter des Bildes lassen sich Kompressionen zwischen etwa 1:15 und 1:50 ohne eine sichtbare Verschlechterung der Bildqualität durchführen. Vermieden werden sollte das JPEG-Format während der Bearbeitung von Bildern. Erst fertig bearbeitete Bilder und Fotos sollten in das JPEG-Format gespeichert werden, da jedes Zwischenspeichern zu Qualitätsverlusten führt. Siehe: Bitmap, GIF, Komprimierung, MJPEG. |
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| Kaltes Licht. Licht mit einer hohen Farbtemperatur, hohem Blauanteil und geringem Rotanteil (z.B. Sonnenlicht zur Mittagszeit). Beim warmen Licht dagegen ist die Farbtemperatur niedrig, der Rotanteil hoch und der Blauanteil gering (z.B. Kerzenlicht). Siehe: Farbtemperatur. |
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| Kamerafahrt. Im Gegensatz zum Zoom eine Annäherung an bestimmte Motive, bei der die Kamera ihren Ausgangspunkt verlässt und fortlaufend die Perspektive verändert. Häufig mit Schienen und Dolly realisiert, um eine ruhige Kameraführung zu ermöglichen. Alternativ lassen sich beispielsweise Rollstühle oder Autos verwenden. Kamerafahrten ermöglichen dramatisierende Bildwirkungen: Gegenstände oder Personen tauchen auf und verschwinden sogleich wieder. Intensiviert wird die Wirkung derartiger Fahrten beispielsweise durch die zusätzliche Anwendung der Froschperspektive. Beliebt sind derartige Fahrten beispielsweise in Gängen, wobei im Weitwinkelbereich gedreht wird. Siehe: Bildwirkung, Dolly, Dramaturgie, Froschperspektive, Zoomen. |
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| Kameraführung. Der allgemeine Umgang mit der Kamera mit Bezug auf das zu filmende Motiv. Die Kameraführung ist immer themengebunden und sollte stets mit Blick auf den späteren Filmschnitt erfolgen. Nicht zu verwechseln mit der Kamerahaltung, bei der es darum geht, den Camcorder möglichst entkrampft und ruhig zu halten. Siehe: Blickführung, Einstellung, Filmschnitt, Lichtführung. |
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| Kameramann. Person, die die Kameraführung und die Aufnahmen mit dem Camcorder übernimmt. Auf der Grundlage eines Drehplans bestimmt der Kameramann in Abstimmung mit der Regie oder dem Redakteur die Kamerastandorte, Einstellungen, oftmals auch die Ausleuchtung. Der Kameramann muss vor allem dazu in der Lage sein, seine Ideen und / oder die von Redakteur oder Regie bildmäßig umsetzen zu können. Siehe: Ausleuchtung, Drehplan, Hobbyfilmer, Lichtgestaltung, Produktionsleiter, Redakteur-Kamermann-Verhältnis. |
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| Kameraschreck. Scherzhafte Bezeichnung für Personen mit eher tief liegenden Augen. Ohne zusätzliche Aufhellung der Augenpartie würden die Augen als kleine dunkle Höhlen abgebildet werden. Siehe: Lichtgestaltung. |
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| Kerzenlicht. Da die Farbtemperatur von Kerzen unter 2000 Kelvin liegt, wird das Bild bei einem nur begrenzt einstellbaren Weißabgleich des Camcorders stark gelb- bis rotstichig. Falls der Camcorder den Farbstich eliminieren kann, muss der Filmer selbst entscheiden, ob dieser Bildeffekt zur Wirkung der Szene passt oder nicht. Stellt Kerzenlicht die einzige Beleuchtung dar, so ist die Helligkeit zumeist so gering, dass in den dunkleren Bereichen Bildrauschen auftritt. Um dies zu verhindern und eine bessere Durchzeichnung zu erreichen, sollte die Szene möglichst mit einem dezenten orangegefilterten Licht zusätzlich aufgehellt werden. Siehe: Farbtemperatur, Lichtgestaltung, Weißabgleich. |
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| Keyframe. Einige digitale Videokompressionsverfahren, wie beispielsweise die MPEG-Standards, nutzen die Möglichkeit der Erzeugung von Keyframes zur verlustlosen Komprimierung von Bildfolgen. Dafür werden nur bestimmte Schlüsselbilder (Keyframes, Deltaframes) des Films als Vollbilder abgespeichert. Bei den Bildern zwischen den Keyframes werden nur die Veränderungen von Bildteilen, die vom jeweiligen Keyframe abweichen, gespeichert. Bei einer Komprimierung bis 1:125 können die so komprimierten Videodateien noch gut angesehen werden. Zur Wiedergabe sind entsprechende Decoder (z.B. MPEG-Decoder) erforderlich. Noch in den 1990er Jahren waren für eine derartige Komprimierung spezielle Encoder-Karten oder Großrechner erforderlich. In den 2000er Jahren reichten normale Consumer-PCs bereits aus. Siehe: Komprimierung, MPEG. |
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| Kindergeburtstag. Vorarbeiten, wie Ideensammlungen hinsichtlich der Handlungsorte und Aufnahmemotive für den Film, sind sehr hilfreich. Zumindest liegt so vor dem Kindergeburtstag eine gewisse Struktur für den zu drehenden Kurzfilm fest (Empfang der Gäste, Geschenkübergabe, Essen und Trinken, Spielen, Schminken und Verkleiden, Tanzen etc.). Die Kinder sind die Hauptdarsteller des Films, weshalb nicht aus der Erwachsenenperspektive (von oben herab) gedreht werden sollte, sondern in etwa aus der Augenhöhe der Kinder. Eine sehr ruhige Kameraführung muss nicht unbedingt eingehalten werden. Die Kinder sollten den Camcorder auch zeitweise selbst in die Hand nehmen und filmen dürfen. Dennoch: Nicht mitschwenken, sondern die Kinder aus dem Bild gehen lassen. Wenn ein Stimmungshöhepunkt erreicht ist, eine Totale einfügen. Zahlreiche Zwischenschnitte (Großaufnahmen) anfertigen und später in den Film schneiden. Siehe: Zwischenschnitt. |
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| Kinderperspektive. Filmen auf Augenhöhe von Kindern. Die Kameraführung wirkt vergleichsweise weniger distanziert und kann den Film sehr auflockern. Wird die Kamera von der Augenhöhe des Erwachsenen aus in Richtung von kleineren Kindern gesenkt, so handelt es sich demgegenüber um die Vogelperspektive. Siehe: Froschperspektive, Vogelperspektive. |
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| Kirche. Die Aufnahmen wirken brillanter, wenn in Kirchenräumen mit zusätzlichen Lichtquellen gearbeitet wird. Stimmungsvoll ist ein bläuliches Seitenlicht auf bereits vorhandene kleine Lichtquellen oder lebensgroße Statuen, um die Konturen von Schulter und Arme hervorzuheben. Siehe: Dedolight, Hochzeit, Konfirmation. |
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| Klappe. Ein Gerät, das beim Drehen von Kinofilmen oder professionellen Videofilmen als optisch akustische Synchronmarke eingesetzt wird, um den späteren Filmschnitt zu erleichtern. Die Klappe ist eine beschriftete Tafel, an der an einem Scharnier ein Holzstück befestigt ist, das bei Drehbeginn von Einstellungen auf die Tafel geschlagen wird. Die mit Informationen zur jeweiligen Einstellung beschriftete Tafel wird vor die Kamera gehalten und mit aufgenommen. Anschließend wird sie weggezogen, um den Blick auf die zu filmende Szene freizugeben. Das Schlaggeräusch dient gleichzeitig als akustisches Signal zum Starten von separaten Tonaufzeichnungen. Beim späteren Filmschnitt werden die beiden Tonpegelausschläge (Kameraton und separater Ton) für eine Klappe übereinander gelegt und der aufgenommene Ton vonseiten der Kamera entfernt. Auf diese Weise stimmen die Bilder mit der separaten Tonaufnahme exakt überein. Siehe: Drehplan, Einstellung, Filmschnitt, Nachvertonung, Ton. |
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| Kleiderlicht. Eine Ausleuchtungsform, die in der Videopraxis insbesondere bei dunkler Kleidung gerne eingesetzt wird. Der Grund ist, dass Kameras in der Praxis nur begrenzt einen Motivkontrast von der hellsten bis zur dunkelsten Fläche im Bild bewältigen können. Folglich muss mithilfe einer speziellen Ausleuchtung der Kontrast möglichst reduziert werden. Dabei wird besonders viel „hartes“ Licht von der Seite auf die Kleidung gegeben, sodass sich die Oberflächenstruktur der Kleidung plastisch abzeichnet. Das Gesamtbild - beispielsweise bestehend aus Kopf, Hals und Kleidung - wirkt brillant, da dunkle Motivanteile nicht rauchig und konturenlos erscheinen. Der dafür nötige Beleuchtungsaufwand empfiehlt sich beispielsweise bei Reden oder Interviews, vor allem dann, wenn neben der Person weitere Motive im Hintergrund eine bestimmte Atmosphäre erzeugen sollen (z.B. Fischerboote auf dem Meer). Siehe: Einleuchten, Licht, Lichtgestaltung, Motivkontrast. |
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| Klirrfaktor. Bei den meisten elektrischen Signalen verzerrt der Ton bei höherem Signalpegel. Derartige Verzerrungen werden mit dem Klirrfaktor in Prozent angegeben. Gute Tonaufnahmen haben einen maximalen Klirrfaktor von 3 Prozent. Optimal sind Aufnahmen unter 0,3 Prozent. Siehe: Störabstand, Ton. |
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| Kneipe. Soll die Stimmung den Eindruck von Gemütlichkeit erwecken, so sollte in Bars, Kneipen, Lokalen und Gaststätten mit Gegenlicht gearbeitet werden. Blaue Folien vor den Leuchten unterstreichen eine derartige Atmosphäre. Um Schatten mit in das Bild zu bringen, sind mitunter mehrere kleine Beleuchtungseinheiten hilfreich. Siehe: Tanzen. |
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| Kommentar. Für gute Kommentare sind gründliche Recherchen notwendig. Das flüssige Sprechen von Kommentaren muss geübt werden, ebenso die Formuliersicherheit, wenn kein professionell formulierter Text zum Ablesen zur Verfügung steht. Erfahrungsgemäß eignen sich neben professionellen Sprechern auch Schauspieler als Sprecher von Kommentartext sehr gut. Nicht alle Bilder eines Films sollten zugetextet werden. Kommentare werden nur ergänzend zur Bildinformation eingesetzt. Es werden nur Informationen geliefert, die den Bildern nicht zu entnehmen sind (Daten, Fakten, Hintergrundinformationen). Keinesfalls darf der Inhalt des Films mit einem Kommentar erklärt werden, da die Bilder - vergleichbar einem Stummfilm - für sich sprechen müssen. Um den Zuschauer und Zuhörer nicht zu überfordern, sollten möglichst kurze, schlagzeilenartige Sätze verwendet werden. Das Sprechtempo ist eher maßvoll. Passend zum Filmthema, Filmort und Filmstil muss überlegt werden, ob oder inwieweit der Kommentar sachlich formuliert werden muss. Ironie und Humor sind indes nicht nur im privaten Bereich zu finden. Der Stil der Kommentare prägt den Film bedeutsam mit. Das genaue Abstimmen von Kommentaren und Filmpassagen wird in der Fachsprache auch als Timen (von engl. time = Zeit) bezeichnet. Siehe: Dokumentation, Mikrofon, Text. |
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| Koma. Ein Abbildungsfehler des Objektivs, der sich durch eine verminderte Schärfe bemerkbar macht. Vergleichbar dem Astigmatismus, jedoch zusätzlich von der Lage der Blende im Objektiv abhängig. Die aufgenommenen Bildpunkte (Pixel) sind nicht rund, sondern kometenartig verzerrt. Deshalb die Unschärfe. Siehe: Astigmatismus, Blende, Objektiv. |
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| Kompendium. Einstellbare Streulichtblende in der Form eines Faltenbalgs für Fotoapparate und Camcorder, die vorn am Objektiv befestigt wird. Das Kompendium gibt den effektivsten Schutz vor Streulicht, das schräg von der Seite auf die Linsenoberfläche fällt. Die Brillanz von Bildern wird mit einem Kompendium mitunter beträchtlich erhöht. Siehe: Objektiv, Streulicht. |
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| Komprimierung. Bei der Komprimierung von Videodaten werden unterschiedliche Verfahren angewendet. Verlustfreie Komprimierungsverfahren sind die arithmetische Komprimierung (mit der Fernsehstudio-Qualität erreicht werden kann) und die Keyframe-Komprimierung von Bildfolgen. Verlustbehaftet ist die fraktale Reduzierung der Einzelbilder (Analyse von ähnlichen Bereichen), die DCT-Komprimierung durch Frequenztransformation (Weglassen unsignifikanter Einzelbilderdetails) und die Wavelet-Komprimierung der Einzelbilddateien (Digitalisierung nur von bildwichtigen Teilen). Verringerungen von Dateigrößen können zudem dadurch erreicht werden, indem bestimmte Informationen weggelassen werden (Weglassen von Pixeln, Absenken der Farbtiefe). Dies ist bei der Einzelbild-Skalierung der Fall. Bei der Farbraum-Konvertierung nach YUV wird das Videosignal anstatt in RGB in YUV digitalisiert. Dabei werden die Farbdifferenz-Signale weggelassen und nur das für die Schärfe notwendige Luminanzsignal (Y) mit voller Breite digitalisiert. Siehe: Digitalisierung, Farbtiefe, JPEG, Keyframe, MPEG. |
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| Kondensator-Mikrofon. Mikrofon mit eingebautem kapazitivem Tonwandler (Kondensator und nachgeschalteter Verstärker). Anders als bei den dynamischen Mikrofonen wird eine separate Energieversorgung (z.B. Akku, Batterie) benötigt. Im Gegensatz zu den vor allem im Hobbybereich gern eingesetzten Elektret-Mikrofonen bieten echte Kondensator-Mikrofone eine professionelle Studioqualität. Siehe: Elektret-Mikrofon, Mikrofon. |
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| Konfirmation / Kommunion. Der Ablauf einer Konfirmation oder Kommunion ist weitgehend festgelegt und kann insofern gut im Voraus geplant werden. Zur Eröffnung des Films ist eine Einstellung sinnvoll, mit der die Kirche gezeigt wird. Diese Aufnahme kann durchaus vor dem eigentlichen Drehtag aufgenommen werden, um die beste Perspektive zu erwischen. Suchen Sie sich dafür am besten einen Zeitpunkt aus, an dem Sie das originale Glockenläuten mit auf den Film bekommen. Danach ist das Zeigen der Hauptperson angebracht, um die feste assoziative Verbindung zwischen der Kirche und der Person von Beginn an zu stiften. Ist der Konfirmand nervös? Machen Sie beispielsweise eine Großaufnahmen von seinen Händen. Vor dem Dreh in der Kirche sollte mit dem Pfarrer geklärt werden, ob und wie während der Feierlichkeiten gefilmt werden darf und ob ein zusätzliches Mikrofon für die Reden aufgestellt werden kann. Versuchen Sie möglichst nah an den Sprecher und an den Konfirmanden heranzukommen. Vergessen Sie Großaufnahmen von Details des Kircheninnenraums für die Zwischenschnitte nicht. Diese sollten am Besten ebenfalls Tage zuvor gedreht werden. Nach der Messe stellen sich alle Konfirmanden zumeist vor dem Kirchentor auf. Richten Sie Kamera dabei nicht nur auf die Hauptperson, sondern nehmen sie auch die Gegenperspektive ein (subjektive Kamera, Gegenschuss). Filmen Sie dabei über die Schulter des Konfirmanden und zeigen Sie die Eltern und andere geladene Gäste. Filmen Sie den Konfirmanden mitsamt der Urkunde. Zeigen Sie eine Großaufnahme der Urkunde, vielleicht auch noch einmal eine Aufnahme des Pfarrers, wie er sich nach den kirchlichen Feierlichkeiten mit einzelnen Personen unterhält, um die Szenerie etwas aufzulockern. Schwenken Sie dann kurz aus niedriger Perspektive von der Urkunde zum Gesicht des Konfirmanden. Beobachten Sie die geladenen Gäste. Fangen Sie besondere Momente und schließlich das Einsteigen wichtiger Gäste in deren Autos ein. Dafür müssen Sie vor allem in Erfahrung bringen, in welches Auto der Konfirmand einsteigen wird und wo dieses Auto geparkt ist. Lassen Sie das Auto an Ihnen vorbeifahren. Die nächste Einstellung erfolgt an einem Ort, wo die Gäste sich erneut versammeln, wie beispielsweise in einem Restaurant. Auch an diesem Ort können einige Zwischenschnitte vorab gedreht werden. Siehe: Feier, Kirche, Rede, Subjektive Kamera. |
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| Kontrast. Eine Verhältniszahl, mit der in der Videografie der Unterschied zwischen der hellsten und dunkelsten Stelle einer Szene bezeichnet wird. Ein zu geringer Kontrast (wie bei nebelig-trübem Wetter) führt zu einem geringeren Schärfeneindruck und zu einer schlechten Farbdifferenzierung. Die Bilder wirken flach, die aufgenommenen Objekte mitunter unnatürlich. Ein zu hoher Kontrast (wie bei grellem Sonnenschein) führt ebenfalls zu einer schlechten Farbdifferenzierung sowie zu Informationsverlusten in den hellen und dunklen Bildbereichen. Die Kontrastbewältigung war lange Zeit ein großes Problem für Camcorder, das erst mit HDTV beseitigt zu sein scheint. Denn in der Übertragungskette von Videokamera und Fernseher (PAL) konnte lange Zeit nur ein maximaler Kontrast von etwa 1:40 vom Bildsensor bewältigt und vom Bildschirm wiedergegeben werden. Demgegenüber führen die Helligkeiten von Gegenständen und Personen bei gleichmäßiger Ausleuchtung zu einem Kontrast bis etwa 1:100. Dazu kommt der Beleuchtungskontrast, der in der Natur bis etwa 1:1000 betragen kann. Deshalb sollte bei der Belichtung und Ausleuchtung sowie bei der Nachbearbeitung (Helligkeit, Kontrast) darauf geachtet werden, dass das Kontrastverhältnis von 1:40 nicht überschritten wird. Ist dies nicht möglich, so muss im Einzelfall entschieden werden, ob ein Verlust an Bildinformationen in den hellen Bildbereichen bzw. Lichtern (Ausfressen) oder in den Schattenbereichen (Absaufen) in Kauf genommen wird. Siehe: Absaufen, Farbtemperatur, Gradiation, HDTV, Helligkeit, Kleiderlicht, Kontrast, Leuchtdichte, Motivkontrast, PAL, Schnee, Spitzlichter. |
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| Konversionsfilter. Filter, um die Farbtemperatur während der Filmaufnahme zu verändern. Blaue Filter werden zur Konvertierung von Kunst- in Tageslicht verwendet, orangene Filter zur Konvertierung von Tages- ins Kunstlicht. Die jeweiligen Wirkungen der Filter werden in Mired-Werten (Micro Reciprocal Degrees) angegeben. So werden die Mired-Werte benutzt, um nach einer Farbtemperaturmessung die notwendigen Konversionsfilter zu errechnen. Bei einer Konvertierung von 5600 Kelvin (178 Mired) auf 3200 Kelvin (312 Mired) beispielsweise, wird ein Konversionsfilter von 134 Mired benötigt (312 – 178 = 134 Mired). Siehe: Farbtemperatur, Farbtemperaturmessung. |
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| Körperschall. Störgeräusche, die beispielsweise durch Berührungen an Kabeln, Stativen, Tonangeln oder Gehäusen von Mikrofon entstehen. Dabei wird der Schall auf das Mikrofon übertragen. Dynamische Mikrofone sind gegenüber Kondensator-Richtmikrofonen weniger empfindlich für Körperschall. Vermindern lässt sich der Körperschall durch Trittschallfilter oder durch mechanische Endkopplungen wie beispielsweise durch das Aufhängen des Mikrofons an akustisch nicht leitendem Material (z.B. Gummibänder). Spezielle Aufhängeeinrichtungen werden beispielsweise von Sennheiser angeboten. Mechanische Endkopplungen werden auch für Richtmikrofone angeboten, die an einem Tongalgen oder an einer Tonangel befestigt sind. Dabei wird das Mikrofon in einem Gumminetz aufgehängt. Siehe: Handmikrofon, Ton. |
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| Kriminallicht. Eine Effektbeleuchtung, bei der hartes Licht aus niedriger Höhe nach schräg oben auf das Gesicht einer Person gerichtet wird. Durch den Licht- und Schatteneffekt im Gesichtsbereich soll der Darsteller mitunter als Schurke gekennzeichnet werden. Siehe: Effektbeleuchtung, Froschperspektive, Hartes Licht. |
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| Kristallmikrofon. Ein einfaches Mikrofon mit Piezo-Tonwandler. Der Frequenzbereich ist stark eingeschränkt und der Ton wird relativ stark verzerrt. Siehe: Mikrofon. |
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| Kugelmikrofon. Mikron mit einem Aufnahmewinkel von etwa 360 Grad. Der Schall wird aus allen Richtungen aufgenommen. Eignet sich besonders für Tonaufnahmen von mehreren Personen und atmosphärischen Geräuschen. Auch Ansteck-Mikrofone sind für gewöhnlich Kugelmikrofone. Alternativ zum Kugelmikrofon sollten allgemein besser Mikrofone mit leichter (Niere, Cardioid) oder starker Richtwirkung (Keule, Supercardioid) verwendet werden, da Kugelmikrofone störende Nebengeräusche oftmals stärker erfassen als den Ton, der aufgenommen werden soll. Siehe: Ansteck-Mikrofon, Atmo, Mikrofon, Nierenmikrofon, Richtmikrofon. |
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| Kunstausstellung. Filmsituation mit eher statischen Motiven. Anders als bei dynamischen Motiven sollte die Kamera bewegt werden. Schärfeverlagerungen und ruhige Schwenks bringen Abwechslung und Leben in die Einstellungsabfolge. Siehe: Gegenstände. |
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| Kunstlicht. Licht, das nicht auf die Sonne zurückzuführen ist, sondern künstlich erzeugt wird. Der Farbtemperaturbereich von Kunstlicht beträgt etwa zwischen 3200 und 3400 Kelvin. Das Tageslicht liegt dagegen in einem Bereich zwischen 5500 und 6000 Kelvin. Siehe: Farbtemperatur. |
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| Landschaft. Für gewöhnlich eher statische Motive, weshalb das Interesse des Zuschauers für die Bilder mit besonderen Ideen geweckt werden muss. Interessant wirken beispielsweise ungewöhnliche Kameraperspektiven und fantasievolle Einstellungen. Gesucht werden sollten Motivelemente, die üblicherweise nicht bemerkt werden. Bei der Auswahl von Besonderheiten ist hilfreich, sich an ein Prinzip des Filmens zu erinnern: die Kameraführung bleibt an ein bestimmtes Thema gebunden. Die jeweils ideale Tageszeit zum Filmen ist davon abhängig, welche Wirkung erzielt werden soll. Zur frühen Nachmittagsstunde beispielsweise ist die Farbtemperatur etwas niedriger als zur Mittagszeit, sodass weniger Blauanteile aufgenommen werden. Durch die vom Seiten- und Gegenlicht erzeugten Schatten sind die Bilder brillant. Siehe: 16:9, Einstellung, Fahrstuhleffekt, Farbtemperatur, Motivkontrast. |
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| Lange Tüte. Fachumgangssprachlich für „langbrennweitiges Objektiv“, d.h. für ein Objektiv, bei dem der Zoom bis in den Telebereich weit ausgefahren werden kann. Ein wichtiger Vorteil des Objektivs ist, dass Aufnahmen häufig fast unbemerkt gemacht werden können und somit sehr authentisch wirken. Um Wackler zu vermeiden, kann auf ein Stativ nicht verzichtet werden. Siehe: Brennweite, Objektiv. |
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| Laufsituation. Laufszenen ergeben sich beispielsweise auf Straßen, auf denen sich eine Gruppe von Menschen in eine bestimmte Richtung bewegt (z.B. Karneval, Demonstrationen, Prozessionen etc.). Interessant ist beispielsweise eine Perspektive, bei der der Kameramann rückwärts schreitend vor der Gruppe ein Stück mitläuft. Um nicht anzustoßen oder zu stolpern, ist beim Rückwärtsgang notwendig ein Assistent erforderlich, der den Kameramann führt. Siehe: Entfesselte Kamera, Straßen. |
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| LCD. Liquid Crystal Display. Flüssigkristallanzeige zur Bildkontrolle. Bei Camcordern zumeist als ausklappbarer Farbbildschirm eingesetzt. |
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| Leuchtdichte. Helligkeitsmaß für die Lichtstärke einer beleuchteten Fläche pro Flächeneinheit. Nicht zu verwechseln mit dem Leuchtdichte-Signal (Luminanz). In der Praxis wird weniger mit der Leuchtdichte als mit der Beleuchtungsstärke gearbeitet. Dazu wird die Beleuchtungsstärke einer Fläche in Lux gemessen und mit dem Reflexionsgrad derselben Fläche multipliziert. Siehe: Beleuchtungsstärke, Lichtstrom, Motivkontrast. |
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| Leuchtstoffröhren. Gasentladungslampe mit Flureszenz-Licht. Oft umgangssprachlich falsch als Neonröhren bezeichnet. Das UV-Licht der Röhren wird durch Leuchtstoffe in sichtbares Licht umgewandelt. Für gute Videoaufnahmen sind spezielle Tageslicht-Leuchtstoffröhren, die im Hochfrequenzbetrieb arbeiten, besonders geeignet. Als problematisch kann sich bei Leuchtstoffröhren das Netzfrequenzflimmern erweisen, das zu unruhigen Lichtverhältnissen führt. Schwierig ist zudem die richtige Farbwiedergabe. Verfügt der Camcorder über spezielle Einstellmöglichkeiten für die Farbtemperatur, sollten diese auch genutzt werden. Für eine künstliche Ausleuchtung beim Filmen sind Leuchtstofflampen kaum geeignet. In Räumen, wo vorwiegend Leuchtstoffröhren vorhanden sind, wird das Licht in der Regel zusätzlich gestaltet. Siehe: Farbtemperatur, Lichtgestaltung. |
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| Licht. Siehe: Ausfressen, Beleuchtung, Beleuchtungsstärke, Durchzeichnung, Farbe, Farbtemperatur, Gesamtaufhellung, Kleiderlicht, Leuchtdichte, Lichtausbeute, Lichtgestaltung, Lichtkoffer, Lichtstrom, Lux. |
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| Lichtausbeute. Gibt an, wieviel ein Leuchtmittel von der zugeführten elektrischen Energie tatsächlich in Licht (und nicht in Wärme) umwandelt. Die Lichtausbeute sollte bei gleichzeitig niedriger Leistungsaufnahme möglichst hoch sein. Im Film- und Fernsehbereich sowie auf der Bühne werden Leuchtmittel mit hoher Lichtausbeute eingesetzt. In Fernsehstudios kann die Wärme, die bei Strahlern mit großer Leistung entsteht, zum Problem werden. Deshalb werden dort zumeist zusätzlich Lüfter eingesetzt, die die unerwünschte Wärme aus den Studios abführen. Siehe: Licht. |
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| Lichtführung. Im Gegensatz zu den eher statischen Begriffen Beleuchtung und Ausleuchtung, die auch in der Fotografie verwendet werden, wird mit dem Begriff Lichtführung die Wirkung von bewegten Bildern und Motiven berücksichtigt. Mit Lichtführung ist gemeint, dass das Licht den bewegten Bildern folgt oder angepasst wird. Siehe: Blickführung. |
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| Lichtdusche. Fachumgangssprachlich abwertend für eine zu einfache, helle Beleuchtungsvariante. Anstatt bestimmte Stimmungen mithilfe kleiner Beleuchtungseinheiten zu erzeugen, wird beispielsweise lediglich ein Strahler gegen den Deckenbereich eines Raumes gehalten, um diesen auszuleuchten. Siehe: Lichtgestaltung. |
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| Lichtgestaltung. Die Kunst, die richtige Auswahl an Leuchten, der Beleuchtungsstärke und den richtigen Standort für die Leuchten zu finden. Regeln gibt es nicht. Im Bereich der Lichtgestaltung kommt es wesentlich auf die Experimentierfreude und Erfahrung an. Eine besondere Kunst ist es dabei, künstliche Lichtquellen für den Betrachter eines Films nicht spürbar werden zu lassen. Häufig wird deshalb das zusätzliche Licht nur zur stimmungsvollen Unterstützung von natürlichen Lichtquellen eingesetzt, auch weil moderne Camcorder sehr lichtempfindlich sind und selbst bei schwächerer Grundbeleuchtung gut arbeiten. Ein häufiger anzufindender Standard bei der Ausleuchtung ist: eine Lampe von schräg oben auf eine Person (für den Lichtglanz), eine weitere gedämpfte Lampe neben der Kamera (Lichtstimmung, Brillanz) und schließlich eine dritte, etwas weiter entfernte Lampe für das Seitenlicht (Lichtkonturen, Schattenzeichnung). Von Vorteil ist es indes, die natürlich vorhandenen Lichtquellen bei der Verwendung von zusätzlichen Leuchten mit einzubeziehen. Beispiel: Lichteinfall durch ein Fenster. Der Betrachter sollte erkennen können, von wo aus das Licht in das Bild fällt. Falls die Lichtquelle im Bild zu sehen ist, so müssen gegebenenfalls die Schattenpartien mit einer zusätzlichen Leuchte aufgehellt werden, denn sonst ist der Bildkontrast zu hoch. Nicht selten unterstützen Profis bei der Lichtgestaltung die Lichtwirkung von natürlichen Lichtquellen oder bereits vorhandenen Lampen durch zusätzliche Leuchten, indem beim Zuschauer der Eindruck erweckt wird, dass die im Bild zu sehende Lichtquelle allein für die Beleuchtung gesorgt hat (Verstärkung von schwach vorhandenem Raumlicht). Hebt sich das eigentlich zu filmende Motiv zu wenig vom Hintergrund ab, so muss hinter das Motiv spitzwinklig ein Licht gesetzt werden. So bekommt das Bild Tiefe und Brillanz. Wird dagegen eine Person von vorne spitzwinklig nach oben angeleuchtet, so handelt es sich um ein Kriminallicht. Das Bild erweckt den Eindruck des Dramatischen. Ähnliches gilt für die Positionierung eines Gegenlichts in einem dunklen Gang, sodass dort sich bewegende Personen lange Schatten werfen. Siehe: Auflicht, Augenlicht, Ausleuchtung, Beleuchtung, Dekorationslicht, Effektbeleuchtung, Führungslicht, Gegenlicht, Hochzeit, Kleiderlicht, Licht, Reflexionsscheibe. |
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| Lichtklappen. Auch als Tore bezeichnet. Lichtabsorbierende Klappen mit schwarzer Oberfläche, mit denen sich die Abstrahlungswinkel von Leuchten begrenzen lassen. |
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| Lichtkoffer. Bezeichnung für eine tragbare, häufig handliche Box, in der das Equipment für die Beleuchtung aufbewahrt und transportiert wird. Hergestellt beispielsweise von der Firma Kobold. Der Inhalt des Koffers besteht bei Profis beispielsweise aus folgenden Bestandteilen: Drei 300-Watt-Leuchten mit passenden Toren (Lichtklappen), drei Lampenstative, Ersatzbrenner, Sicherungen, etwas Vlies (Tüll) oder milchige Streuscheiben zur Lichtdämpfung und eventuell farbige Folien (z.B. passende blaue oder orangene Folien für das Hinterlicht beim Filmen von Gegenständen). Auf eine zusätzliche Tageslichtleuchte (5 600 Kelvin) für Innenaufnahmen mit dominierendem Tageslichteinfall kann erfahrungsgemäß verzichtet werden. Zusätzlich zum Inhalt des Lichtkoffers benötigt der Profi noch weiteres Equipment: Monitor für die Materialkontrolle, Mikrofone, Netzkabel, Handlampe, langrennweitiges Zoom, Videokassetten, Batterien, Lassoband, Abklebeband etc. Bei einem Drei-Mann-Team (Redakteur, Kameramann, Kamera-Ton-Assistent) können so bei Reisen gut neun größere Gepäckstücke (inklusive Privatgepäck) zusammenkommen. Siehe: Beleuchtung, Lichtgestaltung, Stufenlinsen-Scheinwerfer. |
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| Lichtmessung. Messung der Helligkeit von beleuchteten Flächen und Gegenständen (Beleuchtungsstärke) mit einem Luxmeter. Siehe: Beleuchtungsstärke. |
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| Lichtstrom. Maß für das abgestrahlte Licht, die Helligkeit bzw. die Lichtleistung von Lichtquellen. Die Maßeinheit ist Lumen (lm). Berücksichtigt wird bei der Berechnung des Lichtstroms auch räumlichen Wirkung. Trifft beispielsweise auf eine Fläche von einem Quadratmeter ein Lichtstrom von einem Lumen, so beträgt die Beleuchtungsstärke ein Lux. Siehe: Beleuchtungsstärke, Helligkeit, Interview. |
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| Linsenscheinwerfer. Scheinwerfer, bei dem sich das Linsensystem variabel einstellen lässt. Dementsprechend sind Veränderungen des Abstrahlungswinkels möglich. |
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| Linearer Schnitt. Auch als Online-Schnitt, Roll-On-Schnitt oder Band-zu-Band-Schnitt bezeichnet. Klassischer, bandgestützter Videoschnitt, bei dem gleichzeitig von einem Band zugespielt und von einem anderen Band aufgezeichnet wird. Die von der Kamerakassette für den Filmschnitt ausgewählten Einstellungen werden nacheinander (linear) auf ein neues Band überspielt. Nachteile: nachträgliches Einfügen von Titeln, Abspann usw. nur durch dazwischengeschleifte Nachbearbeitungsgeräte möglich, zeitraubende Umspulzeiten. Mit der Einführung der Digitaltechnik wurde beim linearen Schnitt ein Computer dazwischengeschaltet. Siehe: Filmschnitt, Nonlinearer Schnitt. |
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| Live on Tape. Gemeint ist eine Aufnahme, bei der das aufgezeichnete Bild zeitgleich live gesendet wird. Siehe: Bildmischer. |
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| Lippensynchrone Nachvertonung. Die exakte Übereinstimmung von gezeigten Bewegungen des Mundes und gesprochenem Ton. Für eine gelungene lippensynchrone Nachvertonung sind für gewöhnlich professionelle Sprecher und Studiobedingungen erforderlich. Siehe: Nachvertonung. |
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| Longplay. Im Gegensatz zum Standard Play bzw. Shortplay (SP) wird beim Longplay (LP) nur mit halber Bandgeschwindigkeit analog aufgenommen. Daraus ergibt sich eine doppelte Aufnahmezeit für analoge Aufnahmen. Bei VHS und Video8 mindert diese Einstellung die Qualität deutlich, bei S-VHS und Hi8 weniger stark. Longplay sollte bei analogen und digitalen Aufnahmen nur als Notlösung eingesetzt werden. Beim Camcorder sollte möglichst die Einstellung Shortplay verwendet werden. Bei digitalen Aufzeichnungen, wie z.B. auf MiniDV-Kassette, wird die Bandgeschwindigkeit bei Longplay nicht so stark reduziert. Kassetten von 60 Minuten lassen sich im Longplay-Modus 90 Minuten lang bespielen. Mit der allgemeinen Verbreitung von Standalone DVD-Rekordern um das Jahr 2004 kommen weitere Betriebsarten hinzu: High Quality (HQ) mit 60 min; Standard Play (SP) mit 120 min; Long Play (LP) mit 180 min; Extendet Longplay (EP) mit 240 min; Super Longplay (SLP) mit 360 min und Super Extendet Play (SEP) mit 420 min. Siehe: Magnetband. |
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| Luftperspektive. Als Luftperspektive wird die stufenweise Abnahme von Bildkontrasten bezeichnet, sodass der räumliche Bildeindruck verstärkt wird. Beispiel: Der Vordergrund einer Landschaft ist klar zu sehen, wobei sich der Mittelgrund immer stärker mit Dunst überzieht, solange, bis sich der Hintergrund in der Ferne auflöst. Nicht zu verwechseln mit der Vogelperspektive. Siehe: Trübes Wetter, Vogelperspektive. |
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| Luminanz-Signal. Ein Schwarz-Weiß-Signal, über das die Bildhelligkeit reguliert wird. Im FBAS-Signal ist das Luminanz- zusammen mit dem Chrominanz-, Austast- und Synchronsignalen kombiniert. Dies kann, wie bei VHS, zu Bildstörungen führen. Eine Verbesserung wurde bei S-VHS und Hi8 erzielt, weil dort das Luminanz- und Chrominanz-Signal separat übertragen werden (S-Video). Siehe: Chrominanz-Singal, FBAS, S-Video. |
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| Lux. Maßeinheit der Beleuchtungsstärke. Von Camcorder-Herstellern häufig zur Definition der Lichtempfindlichkeit verwendet. Siehe: Beleuchtungsstärke. |
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| Mac. Eine legendäre Modellbaureihe von der Firma Apple. Bereits in den 1990er Jahren wurden – ungeachtet der offiziellen Modellnamen – alle Modelle als Mac bezeichnet. Apple wurde über viele Jahre von seinem Konkurrenten Microsoft auf dem weltweiten Markt in den Schatten gestellt. Um 2006 scheint Apple wieder zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten von Microsoft zu avancieren. Vor allem im professionellen Foto- und Videobereich wird der Mac häufig verwendet. Siehe: Quicktime. |
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| Magnetband. Dünnes Kunststoffband zum elektromagnetischen Aufzeichnen von analogen oder digitalen Bild- und Toninformationen, das in Kassetten auf Spulen in gleichmäßiger Geschwindigkeit auf- und abgewickelt wird. Preiswerter und zuverlässiger Datenträger mit hoher Speicherkapazität. Beim Kauf eines Camcorders mit Magnetbandaufzeichnung sollte darauf geachtet werden, dass das Gerät über einen Feuchtigkeitssensor verfügt, da bei zu hoher Luftfeuchtigkeit das Band mit der Kopftrommel verkleben kann. Als Nachteil erweist sich bei Magnetbändern der Verschleiß bei häufiger Benutzung - insbesondere bei analogen Daten, da die Bild- und Tonqualität immer schlechter werden. Abhilfe verschafft die Sicherung von Kopien auf digitale Magnetbänder oder andere Datenträger, wie z.B. Speicherkarte, DVD oder Festplatte. Analoge Bänder mit dem Format Hi8, Betamax-, VHS- oder Super-VHS lassen sich mit Camcordern, die über einen Analog-Digital-Wandler verfügen, digitalisieren. Die Film- und Tondaten lassen sich so direkt auf MiniDV-Kassetten überspielen, wenn das Abspielgerät mit dem Camcorder verbunden wird. Bei der Erstbespielung von Magnetbändern sollte stets darauf geachtet werden, dass das Band die richtige Bandzugsspannung erhält. Dafür muss das Band einmal komplett vor- und wieder zurückgespult werden, bevor aufgenommen wird. Profis nehmen zudem häufig am Beginn eines Magnetbands rund zwei Minuten Schwarzband auf (beispielsweise bei aufgesetztem Objektivdeckel), da sich dieser Bereich erfahrungsgemäß als problematisch erwiesen hat. Wichtig ist, dass Magnetbänder vor Staub geschützt werden müssen. Denn die Dicke der Magnetschicht beträgt lediglich einige Mikrometer und der Videokopfspalt ist etwa nur 0,3 Mikrometer breit – also wesentlich kleiner, als ein Staubkorn sein kann. Siehe: Betamax, Bildfehler, Camcorder, DV, Feuchtigkeitssensor, Hi8, Hinterband-Kontrolle, Longplay, Memory-Effekt, MicroDV, MiniDV, S-VHS, VHS. |
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| Makroaufnahme. Aufnahmen mit einem Abbildungsmaßstab um 1:1, die für gewöhnlich aus sehr geringer Distanz aufgenommen werden. Einige Camcorder verfügen über Objektive, die bis in den Makrobereich hineinreichen. Die Regel ist allerdings, dass Makroaufnahmen mit zusätzlichen Vorsatzlinsen vorgenommen werden. |
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| Männerlicht. In Spielfilmen und gelegentlich von Fernsehanstalten in Orientierung an Geschlechterstereotypen eingesetzt. Bei Männern wird das Hauptlicht von der Seite eingesetzt, sodass es das Gesicht streift und Hautstrukturen sowie Falten betont. Zur Abmilderung wird zum Teil eine zusätzliche Aufhellung von vorne eingesetzt. Siehe: Frauenlicht. |
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| Masterband. Ein fertig geschnittenes, nachbearbeitetes und nachvertontes Magnetband, das als Quelle für alle Duplikate (DUBs) verwendet wird. Im Fernsehen werden die Masterbänder als Quellmaterial für die Filmbeiträge in den Sendungen verwendet. Gelegentlich wird fälschlich das Magnetband, auf dem sich das Rohmaterial für einen Film befindet, als Masterband bezeichnet. In der Digitaltechnik ist die Verwendung des Begriffs Master (z.B. für Master-DVD) nicht üblich, da Kopien von Filmen ohne Verluste durchgeführt werden können. Demgegenüber muss beachtet werden, dass sich bei zu schnellen Brennvorgängen ebenfalls Fehler in die Kopien einschleichen können. Deshalb erscheint die Master-Idee selbst im digitalen Bereich nicht ganz abwegig. Siehe: Archivierung, Magnetband, MAZ. |
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| Match-Cut. Eine kreative Übergangsart zwischen zwei Einstellungen beim Filmschnitt. Dabei wird ein Orts- oder Zeitenwechsel durch visuell ähnliche Einstellungen angedeutet. So beispielsweise durch die Verwendung ähnlicher Formen, Bewegungen oder Farben. Beispiele: Bewegung (Kinderkreisel – Einskunstläufer dreht Pirouette), Form (Fußball – Globus), Art (Wasser fließt in ein Glas – Wasserfall), Farbe (weißer Zuckerguss – Schneelandschaft). Siehe: Bildsprung, Einstellung, Filmschnitt. |
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| MAZ. Eigentlich die Abkürzung für magnetische Aufzeichnung (im Gegensatz zur Livesendung). Seit der Einführung von Digitalgeräten wird der Ausdruck MAZ beim Fernsehen generell für die Einspielung von Aufzeichnungen verwendet, unabhängig davon, ob es sich um analoge oder digitale Aufnahmen handelt. Teilweise werden auch die Masterbänder kurz als MAZ bezeichnet. Siehe: Masterband. |
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| Memory-Effekt. Bei Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd-Akkus), wenn ein nicht vollständig entladener Akku mehrfach wieder aufgeladen wird. Aufgeladen wird nur die Kapazität, die entnommen wurde, wodurch sich die Betriebszeit von Geräten, die über den Akku versorgt werden, immer stärker verkürzt. Deshalb gilt: NiCd-Akkus müssen stets vollständig entladen werden. Bei bestimmten Ladegeräten lässt sich die Entladung manuell einstellen, sodass der Ladevorgang erst nach dem Entladen einsetzt. Im Videobereich wird mit Memory-Effekt eine nicht vollständig gelöschte Aufnahme gekennzeichnet. Sind Reste von überspielten Aufnahmen noch vorhanden, so sind Ton und Bild zum Teil noch wahrnehmbar. Zeitweise kommt es so zu Überlagerungen mit neuen Aufzeichnungen. Dies ist vor allem beim Ton der Fall. Siehe: Akkus, Magnetband. |
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| MicroMV. Videosystem von Sony, das kleiner als das MiniDV-Format ist und erstmals 2001 zur IFA vorgestellt wurde. Ermöglicht den Einsatz sehr kleiner Camcorder mit Magnetbandaufzeichnung, so genannter „Lifestyle-Camcorder“ für die Jacken- und Handtasche. Siehe: Magnetband, MiniDV. |
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| Mikrofon. Gerät zur Umwandlung von Schalldruck in elektrische Signale. Unterschieden wird zwischen Mikrofonen mit richtungsunabhängiger Empfindlichkeit (Kugelcharakteristik) und richtungsabhängiger Empfindlichkeit (Richtcharakteristik). Bei der Kugelcharakteristik wird der Schall von allen Seiten gleichmäßig stark wahrgenommen. Bei der Richtcharakteristik wird gezielt von einer bestimmten Tonquelle aufgezeichnet. Camcorder sind jeweils mit unterschiedlichen Mikrofonen ausgestattet. Manchmal legt der Hersteller Wert auf die Kugelcharakteristik, ein anderes Mal auf eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Richtwirkung. Der semiprofessionelle Filmer wird auf ein Zusatzmikrofon nicht verzichten können, da gegenüber den eingebauten Mikrofonen tatsächlich Verbesserungen möglich sind (z.B. bessere Sprachaufnahmen, Eliminieren von Laufwerksgeräuschen). Beliebt sind auch im Hobbybereich die zusätzlichen Richtmikrofone, die an den externen Eingang des Camcorders angeschlossen werden. Hier sollten vor allem (Elektret-)Kondensator-Mikrofone, die mit umschaltbarer Nieren- und auf die Supernierencharakteristik und eigener Spannungsversorgung ausgerüstet sind, verwendet werden. Wenn Impedanz (Widerstand in Ohm) und Empfindlichkeit (angegebener Wert in db bei 1000 Hz) stimmen, lassen sich im Prinzip alle Mikrofone an den Camcorder anschließen. Die Mikrofonimpedanz sollte fünf- bis zehnmal kleiner sein als die Eingangsimpedanz des Camcorders. Je kleiner der db-Wert, desto empfindlicher das Mikrofon. Je größer der Frequenzbereich, desto aufnahmefähiger ist das Mikrofon für hohe und tiefe Töne. Bei einigen Mikrofonen lassen sich Aufnahmen für „Sprache“ und „Musik“ einstellen. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Empfindlichkeit für Körperschall. Je geringer die Empfindlichkeit ist, desto besser. Generell ist zu beachten, dass der Hobbyfilmer zumeist keinen zusätzlichen Tonassistenten hat, der das Mikrofon führt. Deshalb ist er oft darauf angewiesen, das Mikrofon am Camcorder zu befestigen. Körperschall und Laufgeräusche können dann mitunter dazu führen, dass die Tonqualität sogar schlechter wird als bei den eingebauten Mikrofonen. Deshalb eignen sich Zusatzmikrofone nicht unbedingt für jeglichen Einsatz. Häufig werden bessere Ergebnisse dadurch erzielt, wenn mehrere Mikrofone an ein Mikrofonmischer angeschlossen werden und der Ton auf ein separates Gerät aufgezeichnet wird (z.B. ein gutes Stereo-Diktiergerät mit Mikrofoneingang). Auch wird so der Einsatz des Camcorders nicht durch die angeschlossenen Mikrofonkabel eingeschränkt. Werden Zusatzmikrofone an den Mikrofonmischer oder Camcorder angeschlossen, so sollte darauf geachtet werden, dass die Mikrofonkabel nicht zu lang sind. Um elektromagnetische Störungen zu vermeiden, sollte die Länge maximal drei Meter betragen. Siehe: Ansteck-Mikrofon, Audio Dubbing, Drahtloses Mikrofon, Dynamisches Mikrofon, Elektret-Mikrofon, Grenzflächenmikrofon, Handmikrofon, Kondensator-Mikrofon, Körperschall, Kristallmikrofon, Kugelmikrofon, MiniDV, Richtmikrofon, Text, Ton, Zoommikrofon. |
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| MiniDV. Handliche Videokassette mit den Abmessungen 66 x 48 x 12,2 mm, auf der digitale Bild- und Tonaufnahmen aufgezeichnet werden können. Das MiniDV-Format wurde erstmals 1995 auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin vorgestellt. Zielgruppe dieses Formats waren Hobbyfilmer, denen durch das Kleinformat auch kleinere Camcorder zur kreativen Bildgestaltung zur Verfügung gestellt werden konnten. Anfangs ahnte man nicht, welches Potenzial in MiniDV stecken würde. Seit etwa 2002 wird MiniDV auch im professionellen Bereich als Ergänzung zum sonstigen Aufnahme-Eqipment benutzt. So vor allem bei der Verwendung von hochklassigen 3CCD-Camcordern der Prosumer Klasse (um 2004 etwa 4000 bis 5500 Euro) für kurze Magazinbeiträge, regionale Fernsehberichterstattung oder beim Filmen in Krisengebieten, wo die Dreharbeiten möglichst unauffällig durchgeführt werden sollten. Beachtete werden muss indes, dass die Abbildqualität mit größeren Profikameras, wie z.B. DVCPRO-50- oder MPEG-IMX-Camcordern, nicht mithalten kann. Im professionellen Bereich sollten MiniDV-Camcorder ein Minimum an Austattungsmerkmalen erfüllen: XLR-Tonbuchse, Richtmikrofon, abschaltbare Automatiken (für Blende, Schärfe und Autofocus), guter Sucher, großes LC-Farbdisplay etc. Siehe: DV, DV-Drive, Film-DVD von MiniDV, MicroDV, Videojournalist, Zurückhaltende Kameraführung. |
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| MJPEG. Video-Dateiformat, das auf dem JPEG-Standard für Bilder beruht. Die Wiedergabequalität ist relativ hochwertig. Bei einer Komprimierungsrate bis 1:3 wird Studioqualität erreicht und bis 1:7 waren selbst in der ersten MJPEG-Generation keine Artefakte erkennbar. Im Gegensatz zum MPEG-Video-Standard werden die Bilder nicht in Blöcken, sondern einzeln gespeichert. Aufgrund der fehlenden Standardisierung konnte sich das in den 1990er Jahren eingeführte MJPEG-Format nicht auf dem Markt durchsetzen. Im Gegensatz zu MPEG gab es bei Geräten und Software zahlreicher Hersteller große Kompatibilitätsprobleme. Siehe: JPEG, MPEG |
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| Moiré. Ein Bildfehler, der durch Überlagerung feiner, regelmäßiger Strukturen entsteht (Muster von Bildsensor und Objekten mit kleinen Mustern, wie z.B. Krawatten oder Jacketts). Im Bild ist der Fehler vor allem an feinen, wandernden oder flimmernden Mustern in den Bildflächen erkennbar. Zumeist liegt der Grund für die Störung in einer unerwünschten Wechselwirkung zwischen Luminanz- und Chrominanzsignal. Aufgrund der getrennten Singalwege bei S-VHS und Hi8 (S-Video) ist die Gefahr des Moiré-Effekts wesentlich geringer als bei VHS und Video8 (FBAS). Sicherheitshalber sollten beispielsweise Interviewpartner darauf hingeweisen werden, dass sie das Tragen von Kleidung mit feinen Mustern vermeiden sollten. Siehe: Bildfehler, FBAS, Interview |
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| Monitor. Siehe: TFT-Bildschirm. |
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| Motivkontrast. Auch Objektumfang oder Leuchtdichteumfang genannt. Gemeint ist das Verhältnis zwischen der dunkelsten und hellsten Stelle eines Aufnahmemotivs. Abhängig ist der Motivkontrast vom Reflexionsgrad des Aufnahmegegenstandes und den Beleuchtungsverhältnissen. Siehe: Farbtemperatur, Gradiation, Helligkeit, Kleiderlicht, Kontrast, Leuchtdichte. |
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| MPEG. Motion Picture Expert Group. Ein Kompressionsverfahren, das sowohl mit der verlustlosen Datenkomprimierung von Bildfolgen (Keyframes, Deltaframes) als auch mit der verlustbehafteten Einzelbild-Skalierung durch Weglassen von Informationen (Weglassen von Pixeln, Absenken der Farbtiefe) und der DCT-Komprimierung durch Transformation von Frequenzen arbeitet (Weglassen unsignifikanter Einzelbilderdetails). MPEG, seit 1988 in ständiger Entwicklung, ist zum Standard für platzsparendes, komprimiertes Speichern von digitalen Video- und Audio-Aufnahmen geworden. MPEG-2 wird im Bereich digitales Fernsehen, Camcorder, DVD und Digital Video Broadcasting (DVB) verwendet, MPEG-4 für Digitalkameras, Internet und Handys. MPEG-2-Videos bieten selbst bei hoher Kompression eine gute Qualität. Um Videomaterial in den MPEG-Standard encodieren zu können, sind spezielle Codecs für Audio (z.B. Lame) oder Video (XviD, DivX, x264) erforderlich. Gemischt encodierte Audio- und Videospuren lassen sich in Dateicontainern (z.B. AVI) zusammenfassen. Die Encodierung mit MPEG erlaubt eine Aufzeichnung und Wiedergabe von High-Definition-Video (HDV) zu einer Datenrate, die der des DV-Formats entspricht. Ursprünglich war MPEG-3 für HDV vorgesehen. Aufgrund einer Erweiterung von MPEG-2 wurde MPEG-3 nicht als eigener Standard angenommen. Siehe: Codec, Farbtiefe, Film-DVD, HDV, Interpolation, Keyframe, Komprimierung, MJPEG, MPEG-2, MPEG-4. |
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| MPEG-2-Audio. Digitales Ton-Format, das auf einer gehörangepassten PCM-HifFi-Qualität basiert und Sampling-Frequenzen von 8, 11, 16, 22 und 24 kHz unterstützt. Ein bedeutsamer Vorteil von MPEG-2-Audio liegt in der Möglichkeit, dass der Ton in bis zu sechs Kanäle codiert werden kann. Dolby Surround und AC-3 werden somit unterstützt. Voll abwärtskompatibel zu dem überholten MPEG-1-Audio-Format. Siehe: MPEG, MPEG-2-Video. |
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| MPEG-2-Video. Ein Standard für digitales Video und Fernsehen, Camcorder und DVD. MPEG-2-Videos verfügen über elf größtenteils ineinander skalierbare Auflösungsstufen (Levels) und über datenstrombegrenzte Wiedergabequalitätsstufen (Profile). Für HDTV beispielsweise beträgt die Auflösungsstufe 1920 x 1080 Pixel bei einer Datenrate von 100 Mbit/s. Für DVD, Video und Fernsehen wird eine Auflösung von 720 x 576 Pixel und eine Datenrate von rund 1,5 Mbyte/s verwendet. Der geringste Level für Videos beträgt 352 x 288 Pixel mit etwa 400 kByte/s, eine im Vergleich zu MPEG-1 etwa dreimal bessere Qualität. Siehe: HDTV, MPEG, MPEG-2-Audio. |
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| MPEG-4-Video. Etwa seit 1997 ein audiovisueller Standard für Digitalkameras, Internet (z.B. Video-Streaming) und Handys. Ein so genanntes Container-Format, das an Quick Time angelehnt ist. Die Kompression ist größer als beim MPEG-2-Video und es können zusätzlich digitale Rechte verwaltet werden (Digital Rights Management). |
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| Musikgruppe. Für den Kameramann bild- und tonmäßig nicht zuletzt dann eine Herausforderung, wenn über die Mikrofone des Camcorders aufgenommen werden soll. Um den Klang des Musikstücks ohne eine besondere, wechselnde Betonung von Instrumenten und Gesang, die bei den Großaufnahmen entstehen, realisieren zu können, muss die Kamera in einem gewissen gleich bleibenden Abstand vor der Musikgruppe platziert werden. Aus dieser Position werden zugleich Totalen und Halbtotalen gedreht. Um die fehlenden Großaufnahmen in den Film mit einbringen zu können, ist es erforderlich, dass die Musikgruppe dasselbe Stück nochmals spielt. Dies ist natürlich nur im kleinen Rahmen möglich. Später werden die Bilder beider Aufnahmen zusammen mit der ersten Tonaufnahme geschnitten. Zur Optimierung bietet sich ein Filmschnitt an, der den Takt und Rhythmus der Musik berücksichtigt. Beim fertigen Film entsteht der Eindruck, als hätten zwei Kameras gedreht. Das Ergebnis ist ein optisch abwechslungsreicher musikalischer Film. Nicht zuletzt: Bei Konzerten ist die Tonaufnahmen für den Hobbyfilmer eine besondere Herausforderung. Gute Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn zwei Richtmikrofone an einem Stativ befestigt und auf die Bühne ausgerichtet werden. Siehe: Großaufnahmen, Ton, Totale. |
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| Multimedia-Camcorder. Camcorder, der mit einer Webcam-Funktion ausgestattet ist. Dabei wird der Camcorder über USB oder Firewire mit dem Computer verbunden. Die digitalen Bild- und Tondaten werden per Streaming zum Computer und von dort aus in Echtzeit ins Internet übertragen. Dafür sollte ein DSL-Anschluss vorhanden sein. Mit den Multimedia-Camcordern lassen sich beispielsweise private Events live in das Internet übertragen. Auch weltweite Videokonferenzen sind möglich. Siehe: Camcorder, Streaming. |
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| Musik. Bei verschiedenen Motiven (z.B. Rummelplatz) sollte eher auf die Bildwirkung als auf Texte oder gesprochene Kommentare gesetzt werden. Bildwirkungen lassen sich durch die Einspielung passender Musik untermalen und intensivieren. Bei einem anspruchsvollen Film werden die Bilder im Rhythmus der Musik geschnitten. Soll der Film möglichst authentisch wirken, so muss der musikalische Rhythmus der Dynamik der Motive möglichst entsprechen. Auch lassen sich dramaturgische Effekte und Wirkungen erzeugen. |
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| Nachvertonung. Das nachträgliche Einfügen von Sprach-, Geräusch- und Musikaufnahmen in das Filmmaterial. Eine Nachvertonung ist dann erforderlich, wenn störende Geräusche beseitigt werden müssen, Kommentare hinzugefügt werden sollen oder eine bestimmte Stimmungen erzeugt oder unterstrichen werden soll. Viele Filmer sammeln über die Jahre verschiedenartige Hintergrundgeräusche wie Markttreiben, Meeresrauschen oder die Atmo einer Sommerwiese. Siehe: Audio Dubbing, Filmschnitt, Klappe, Lippensynchrone Nachvertonung, Ton, Windgeräusche. |
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| Nahaufnahme. Eine Einstellung, bei der das Hauptmotiv in den Vordergrund des Bildes gestellt wird. Eine extreme Naheinstellung oder Detailaufnahme wird auch als Close bezeichnet. Siehe: Großaufnahme, Makroaufnahme. |
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| Naturstativ. Falls ein Stativ nicht vorhanden ist oder nur schwer benutzt werden kann (wie z.B. auf einem Rummelplatz) hält der Kameramann nach Gelegenheiten zum Anlehnen (z.B. Mauerwände, Laternen, Autos, Bäume) oder Aufsetzen der Kamera (z.B. Zäune, Geländer, Mauervorsprünge, Steine) Ausschau. In diesen Fällen spricht der Fachmann von einem Naturstativ. Verhindert werden soll auf diese Weise eine unruhige Kameraführung. Alternativ kann sich der Kameramann auch auf eine Bank oder einen Stuhl setzen. Grundsätzlich sollte hingegen ein richtiges Stativ benutzt werden. Der Profi verwendet Naturstative nur in Ausnahmefällen. Siehe: Entfesselte Kamera, Stativ. |
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| ND-Filter. Siehe: Graufilter. |
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| Nierenmikrofon. Ein Richtmikrofon, das den Schalldruck in einem relativ breiten Raumwinkel von etwa 120 Grad erfasst. Erfasst wird sowohl der von vorne kommende Schall als auch Geräusche, die seitlich vom Mikrofon auftreten. Die Richtwirkung ist nicht so stark wie bei Mikrofonen mit Keulencharakteristik. Geeignet für Interviews, bei denen die Atmosphäre mit aufgenommen werden soll. Siehe: Atmo, Interviews, Richtmikrofon. |
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| Neutrales Anschwenken. Häufig in Interviewsituationen wie beispielsweise in Reportagen eingesetzt. Passend zu einem Thema wird die Aufmerksamkeit zunächst auf eine typische Tätigkeit des Interviewten gelenkt. Anschließend wird er ganz im Bild gezeigt. Beispiele: Schwenk vom Teig aus auf den antwortenden Bäcker oder Schwenk von der Nähmaschine aus auf den Schneider. Anders als beim harten Schnitt ist so die Person nicht gleich im Bild zu sehen. Der Übergang bekräftigt bildlich die Einführung in die Interviewsituation und wirkt ansprechend weich. Siehe: Reportage, Schwenk. |
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| Non-Interlaced. Ein Bildaufbau, wie zumeist in der Computertechnik für eine hochwertige Bildschirmwiedergabe (zum Teil auch bei HDTV) üblich ist. Dafür werden die Bildzeilen nacheinander abgerastert. Hohe Bildwechselfrequenzen im Bereich zwischen 70 und 90 Hz unterdrücken das Flimmern. Siehe: HDTV, Interleaced Modus, Progressive Modus. |
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| Nonlinearer Schnitt. Auch als Offline-Schnitt bezeichnet. Im Gegensatz zum linearen Schnitt fallen wichtige Elemente des Schnitt- und Nachbearbeitungsverfahrens zeitlich auseinander. Das Zuspielen des Filmmaterials, die Festlegung der Effekte und Schnitte, die Ausführung des Filmschnitts und die Ausgabe auf ein Band oder eine DVD sind beim nonlinearen Schritt unterschiedliche Arbeitsschritte, die nicht in einem Durchgang bzw. zur selben Zeit erfolgen. Vergleichbar dem klassischen Filmschnitt (Filmgalgen) kann beim nonlinearen Schnitt am Computer ohne Such- und Umspulzeiten direkt auf jede Einstellung zurückgegriffen werden. Gegenüber dem linearen Schnitt vergangener Tage hat dies den wichtigen Vorteil, dass auch nachträglich Szenen beliebig oft neu zusammengeschnitten werden können. Siehe: Film-DVD vom MiniDV-Band, Filmschnitt, Linearer Schnitt. |
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| O-Ton. Kurzwort für Originalton (z.B. Auszüge eines Interviews). Gemeint ist der Ton, der bei Kameraaufzeichnungen mit aufgenommen wird. Beim Filmschnitt und der Nachvertonung bildet der O-Ton die Basis für die Tonbearbeitung. Siehe: Ton. |
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| Oberbeleuchter. Beleuchter im Fernsehstudio. Seine Kunst besteht darin, die im Studio zumeist im Deckenbereich montierten, vielfältigen Beleuchtungsmöglichkeiten optimal einzusetzen. Dies erfolgt in der Regel in Zusammenarbeit mit dem Kameramann. Siehe: Lichtgestaltung, Regisseur, Tonmeister. |
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| Oberlicht. Licht, das von oben ein Motiv beleuchtet. Als Hauptlicht wird das Oberlicht zumeist mit diffusem Lichtstrahl eingesetzt. Erzielt werden soll eine sonnenähnliche Wirkung. Häufig wird das Oberlicht zudem als Effektlicht eingesetzt, beispielsweise um belebende Akzente im Bereich der Haare zu setzen. Schließlich kann das Oberlicht als Aufhelllicht bei Gegenlicht verwendet werden. Die Schattenbereiche werden so besser durchgezeichnet. Siehe: Effektbeleuchtung, Gegenlicht. |
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| Objektiv. Das wichtigste Qualitätsmerkmal von Objektiven ist deren Fähigkeit, Abbildungsfehler zu kompensieren. Abhängig ist die Kompensationsfähigkeit von der Anzahl, Form und Vergütung der Linsen, der effektiv genutzten Lichtstärke, vom Brechungsindex des Glases sowie von der Fähigkeit des Objektivs, Reflexe und Streulicht zu unterdrücken. In der Regel sind weniger Linsen besser als viele. Camcorder-Hersteller setzen beim Grundobjektiv oft auf einen längeren Telebereich, obwohl in der allgemeinen Praxis ein größerer Weitwinkelbereich weitaus sinnvoller wäre. Bei Camcordern können zumeist zusätzliche Vorsatz-Objektive (Vorsatzlinsen, Videokonverter) eingesetzt werden, die auf das Filtergewinde der Frontlinse des Camcorder-Zooms aufgeschraubt werden, um Schwächen des Camcorders auszugleichen und optische Aufgabenstellungen zu bewältigen. Weitwinkel-Konverter, die auf das Camcorder-Objektiv aufgesteckt oder aufgeschraubt werden, eignen sich besonders für das Filmen in engen Räumen und sind im semiprofessionellen und professionellen Bereich eine unverzichtbare Ergänzung des Camcorder-Equipments. In einem durchschnittlich großen Wohnungsraum braucht so nicht mehr geschwenkt zu werden und Aufnahmen während der Autofahrt sind weniger verwackelt. Makrobjektive eignen sich in der Praxis besonders dann als zusätzliches Camcorder-Equipment, wenn die Brennweite um einen bestimmten Faktor verkürzt werden kann. Beachtet werden muss: Vorsatz-Objektive sind brennweitenlos. Der Faktor eines jeweiligen Objektivs muss mit der Brennweite des Grundobjektivs multipliziert werden, um den Brennweitenbereich zu ermitteln. Ergibt sich ein Faktor unter 1, so kann das Objektiv für den Weitwinkelbereich eingesetzt werden, über 1 für den Telebereich. Um bei einem Neukauf eines Camcorders bereits angeschaffte Vorsatz-Objektive weiterverwenden zu können, ist die Anschaffung eines Adapterringes erforderlich. Siehe: Autofocus, Brennweite, Camcorder, Filter, Innenfokussierung, Optischer Bildstabilisator, Schärfentiefe, Streulicht, Teleobjektiv, Vario-Objektiv, Verzeichnung, Weitwinkelobjektiv, Zoomobjektiv. |
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| Off. Fachjargon für „nicht im Bild zu sehen“, „nicht als Bild zu sehen“ oder „außerhalb des Bildes“. Wenn beispielsweise bei einem Filmbericht der Text von einem Sprecher zu hören ist, der nicht im Bild erscheint, so wird dieser als Off-Sprecher bezeichnet. Der Moderator einer Sendung ist demgenüber „im On“. Ähnliches gilt für Tonaufnahmen ohne Bilder, wie sie beispielsweise für den nachträglichen Schnitt eines Interviews verwendet werden. In diesem Fall wird der aufgenommene Ton als Off-Ton (Ton ohne Bild) bezeichnet. Siehe: Timecode, Ton. |
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| Off the record. Informationen, die zwar dem Redakteur, Kameramann oder Cutter zur Verfügung stehen, aber nicht bild- und tonmäßig veröffentlicht werden. |
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| Optischer Bildstabilisator. Ein vor allem in professionellen in Camcordern eingebautes System, um Verwackler ohne einen Verlust an Bildauflösung auszugleichen. Etwa seit 2003 immer mehr auch im semiprofesionellen Bereich zu finden. Dient dem elektronisch-mechanischen Ausgleich von leichten Erschütterungen des Stativs oder bei entfesselter Kamera. Dafür wird mit einem Bewegungssensor das Wackeln oder Verwackeln des Camcorders bzw. Objektivs gemessen. Entsprechend der gemessenen Werte wird ein im Strahlengang des Objektivs befindliches Prisma in Bewegung gesetzt, das den unerwünschten Bewegungen entgegenwirkt. Im Gegensatz zu Camcordern ohne Bildstabilisator wirken die Bilder allgemein weitaus ruhiger. Optische Bildstabilisatoren ersetzen in der professionellen Praxis so manche Schiene, die früher trotz ruhiger Kameraführung aufgebaut werden musste. Im Gegensatz zum elektronischen Bildstabilisator (EIS) wird die Bildqualität nicht beeinträchtigt. Bei schnellen Schwenks können optische Stabilisatoren das Bild aufgrund der Gegenbewegungen verzerren, weshalb sie in diesem Fall abgeschaltet werden sollten. Da im professionellen Bereich nur selten schnelle Schwenks durchgeführt werden, bleibt der optische Stabilisator fast immer in Betrieb. Im Gegensatz zur Steady Cam können optische Bildstabilisatoren starke Erschütterungen nicht kompensieren. Siehe: Drei-Chip-Camcorder, Entfesselte Kamera, Schwebestativ, Schwenk, Steadycam. |
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| Overlay. Auch Blue Box oder Chroma Key genannt. Allgemein werden als Overlay Überlagerungen und Überblendungen von bereits existierenden Bildern, Videos und Tönen bezeichnet. Dagegen handelt es sich beim Inlay um audiovisuelle Beifügungen und Einlagen zu Bild- und Tonaufnahmen. So ist beispielsweise das in ein anderes Videobild eingeblendete Videobild ein Overlay-Videobild. |
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| PAL. (Phase Alternation Line). Von Walter Bruch in Deutschland entwickelter Systemstandard für das Farbfernsehen (Farbfernsehnorm), der in Europa und anderen Teilen der Erde verwendet wird. NTSC ist demgegenüber der Standard in den USA (früher auch in Japan), SECAM in Frankreich. PAL-Geräte, wie Camcorder, Videorekorder und Fernsehgeräte, sind untereinander kompatibel, bleiben allerdings in deren Verwendungsmöglichkeit zumeist auf diese Norm beschränkt. Ausnahmen gibt es nur bei den so genannten Multinormgeräten. Verwendet werden stets 625 Zeilen für die Bilddarstellung. PAL kann sowohl im eher unruhigen Halbbildverfahren (Interlaced Modus) als auch im eher ruhigen, vergleichsweise besseren Vollbildverfahren (Progressive Modus) betrieben werden. Letzteres Verfahren hat zudem den Vorteil der besseren vertikalen Bildauflösung. Die Belichtungszeit bei Filmaufnahmen im PAL-Format ist beim Vollbildverfahren mit 1/25 s länger als beim Halbbildverfahren (1/50 s). Fernsehgeräte mit digitalem Bildspeicher speichern jedes Halbbild und tasten es zweimal mit doppelter Geschwindigkeit ab (100-Hz-Technik; flimmerfreies Fernsehen). Bei PALplus handelt es sich um eine Fabfernsehnorm im Bildseitenverhältnis 16:9. Aufgrund der Abwärtskompatibilität von PALplus können die Sendesignale ohne Zusätzgeräte dargestellt und aufgezeichnet werden. Allerdings werden so schwarze Balken ober- und unterhalb des Bildes sichtbar. Das Farbsystem von PAL ist in seiner Leistungsfähigkeit begrenzt. Probleme, wie Regenbogenmuster (Moiré-Effekt), Farbsäume, Zeilenwandern, Zwischenzeilenflimmern und Großflächenflimmern, sind seit vielen Jahren bekannt. Ein spezielles Problem stellt das geringe Auflösungspotenzial von PAL bei der Darstellung von Bildern dar, die in der Totalen gefilmt wurden, da für die Bildwirkung größere, hochauflösende Bildschirme nötig sind. Eine Verbesserung gegenüber PAL stellt das hochauflösenden Format HDTV dar, das seit den 1990er Jahren in Japan verwendet wird und sich in Deutschland anhaltend durchzusetzen beginnt. Siehe: 16:9, Bildfehler, Burst-Signal, HDTV, Interleaced Modus, Kontrast, Progressive Modus, Totale. |
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| PCM. (Pulse-Code-Modulation). Bei PCM werden zuvor analog komprimierte Stereo-Tonsignale auf einer gesonderten PCM-Schrägspur in HiFi-Qualität aufgezeichnet. Bei Video8 und Hi8 kann PCM gut zur Nachvertonung eingesetzt werden. Der Frequenzumfang beträgt dort 15,6 bis 20 Hz, Dynamik und Rauschabstand rund 90 dB. Demegegnüber ist im digitalen Videoformat DV mit einem Frequenzgang von 24 Hz ein PCM-Ton in Dat- und CD-Qualität möglich. Siehe: Ton. |
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| Persönlichkeitsrecht. Im deutschen Grundgesetz ist das Persönlichkeitsrecht als ein zu schützendes Freiheitsrecht verankert. Zu beachten ist deshalb, dass jeder Mensch, der in den Schutzbereich des Gesetzes fällt, über ein „Recht am eigenen Bild“ verfügt, also selbst und bindend bestimmen kann, ob er gefilmt werden will oder nicht. Ist eine Person wesentlicher Bestandteil einer Szene, so ist vor der Aufnahme um mündliche oder schriftliche Erlaubnis zu bitten. So wie bei jedem anderen im Grundgesetz verankerten Freiheitsrecht gibt es beim Persönlichkeitsrecht auch Grenzen. Das Gegengewicht bildet die so genannte „künstlerische Freiheit“. Sind mehrere Menschen auf dem Bild zu sehen oder handelt es sich um eine öffentliche Veranstaltung, bei der ohnehin mit Aufnahmen gerechnet werden muss (z.B. von der Presse oder vom Fernsehen), wird das Persönlichkeitsrecht von Menschen nicht eingeschränkt. Dasselbe gilt mitunter für zeitkritische Dokumentationen, für die ein öffentliches Interesse besteht. Konkrete Beispiele: „Personen der Zeitgeschichte“ dürfen nach einem Urteil des Landgerichts Frankenthal (AZ: 6 O 493/03 vom 20.01.2004) frei gefilmt, fotografiert und veröffentlicht werden. Ähnlich urteilte bereits das Bundesverfassungsgericht (1 BvR 758/97). Auch haben beispielsweise Arbeitgeber das Recht, „aus konkretem Anlass“ (hier: wegen Differenzen im Kassenbestand) verdeckt Videoaufnahmen zu machen, die später im Kündigungsschutzprozess verwertet werden können. (Landesarbeitsgericht Köln, 11 Sa 795/98.) Immobilieneigentümer müssen es gestatten, dass ihre Häuser fotografiert und in „Datenbanken zu kommerziellen Zwecken“ gespeichert werden. Das Argument, dass durch die Ablichtungen Diebe angelockt werden könnten, überzeugte nicht, wenn die für Einbrecher „interessante“ Rückfront nicht auf den Fotos zu sehen ist. (Verwaltungsgericht Karlsruhe, 2 K 2911/99.) Da die Auslegung des Persönlichkeitsrechts in konkreten Fällen dem Wandel unterzogen ist, sind anderweitige Bestimmungen jederzeit möglich. Siehe: Copyright, Drehgenehmigung. |
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| Perspektive. Genau genommen eine durch Brennweite oder Bildwinkel des Objektivs bestimmte Wirkung von Filmaufnahmen. In der Videopraxis werden allerdings die Begriffe Blickwinkel und Bildwinkel häufig synonym für den Begriff Perspektive verwendet. Deshalb wird oftmals nicht ganz korrekt der Kamerastandpunkt als Perspektive bezeichnet. Siehe: Froschperspektive, Vogelperspektive, Weitwinkelobjektiv. |
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| Pilot. Eine Probesendung, um zu testen, ob ein Sendekonzept im Fernsehen auch den Anforderungen und Erwartungen entspricht. In der Regel finden sich Piloten eher weniger im regulären Programm. Zumeist verschwinden sie in den Archiven. |
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| Pixel. Kunst- und Kurzwort für Picture Element, kleinstes Bildelement eines Bildwandlers, auch Bildpunkt genannt. In der Fernsehtechnik werden die Pixel auch als Tripel bezeichnet. Ein digitales Bild besteht aus Millionen von Pixeln, wobei die Lage eines jeden Pixels durch die vertikale und horizontale Zeile genau festgelegt ist. Bilder, bei denen diese Bildelemente sichtbar werden, werden als „gepixelt“ bezeichnet. Irreführend wird gelegentlich ein Sensor, der das einfallende Licht in elektrische Ladung umwandelt, als Pixel bezeichnet. Denn ein CCD-Chip beispielsweise besteht aus vielen Tausend von lichtempfindlichen Halbleiter-Pixeln. Siehe: CCD-Bildwandler. |
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| Polarisationsfilter. Kurz: Polfilter. Entfernen von unerwünschten Lichtreflexen und Spiegelungen während der Aufnahme, indem das Filter die elektromagnetischen Wellen des Lichts nur in einer bestimmten Schwingungsrichtung (Polarisation) passieren lässt. Durch Verdrehen des Filters am Objektiv werden die Spiegelungen beseitigt. Nützlich beispielsweise an Orten mit sehr starken Reflexionen (Schnee, Meer), die die Leistungsfähigkeit der Belichtungsautomatik beeinträchtigen können, oder bei Filmaufnahmen durch die Windschutzscheibe eines Autos, da die sich in der Scheibe spiegelnden Armaturen unsichtbar gemacht werden können. Aus der Gegenrichtung gefilmt, lassen sich Spiegelungen beseitigen, die die klare Sicht auf den Fahrer oder den Innenraum des Autos einschränken. Ebenso lassen sich Fische unter der Wasseroberfläche ohne Reflexionen filmen. Schließlich und nicht zuletzt lassen sich Polfilter auch zur Minderung von Dunst bei Landschaftsaufnahmen und aufgrund der Reduzierung des Blauanteils von Lichtreflexen zur Verbesserung der Grünwiedergabe von Laub und Gräsern einsetzen. Das Polfilter „circular“ bringt das Licht im Gegensatz zum Polfilter „linear“ in die drehende Schwingungsebene. Dadurch werden Fehlbelichtungen und falsche Entfernungseinstellungen bei Camcordern mit Belichtungsmessung und Autofokuseinstellung vermieden. In der Videopraxis reicht ein lineares Polfilter meistens aus. Dies gilt vor allem dann, wenn einzelne Bauelemente des Camcorders (Autofokus, TTL-Belichtungsmessung) auch polarisiertes Licht auswerten. Dann kann dies dazu führen, dass die Sensoren falsche Messergebnisse liefern und zur Korrektur doch auf das Polfilter „circular“ zurückgegriffen werden muss. Kurz: Mit dem Polfilter „circular“ ist der Filmer zumindest auf der sicheren Seite. Da digitale Camcorder im Gegensatz zum Filmmaterial (Silberfilm) nicht empfindlich für UV-Licht sind und die Farben stärker gesättigt wiedergeben, lässt sich in den allermeisten Fällen eine völlig ausreichende Blausättigung des Himmels auch ohne Polfilter erreichen. Andererseits scheinen bei leichter Bewölkung die Kontraste besser dargestellt werden zu können. Letztendlich muss hier das Auge entscheiden. Zum Filmen eines Regenbogens ist das Polfilter hingegen ungeeignet, da die Farbenlinien aus polarisiertem Licht bestehen und vom Filter unterdrückt werden. Beachtet werden sollte grundsätzlich, dass sich das Zusammenwirken von Polfilter einerseits und Autofokus sowie Belichtungsautomatik andererseits als problematisch erweisen kann. Wenn sich beispielsweise die Frontlinsengruppe des Objektivs beim Scharfstellen mitdreht, so ändert sich auch die Wirkung des Polfilters. Insgesamt ist der Polfilter ein unverzichtbares Hilfsmittel für den ambitionierten Videofilmer. Er sollte jedoch gezielt eingesetzt werden und nicht dauerhaft. Die Auffassung, dass der Polfilter in einem Urlaubsgebiet mit starker Sonnenstrahlung unbesorgt immer auf dem Objekt geschraubt bleiben kann, erweist sich in der semiprofessionellen Filmpraxis als zu grob und simpel. Siehe: Filter, Schnee, Skylightfilter. |
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| Poolteam. Ein Team, das sich bei Streitigkeiten um eine Drehgenehmigung aus einem Kameramann und mehreren Redakteuren zusammensetzt. Vom Gericht erhält der Kameramann die Auflage, das Drehmaterial unmittelbar den Redakteuren anderer Fernsehsender zur Verfügung zu stellen (Poollösung). Siehe: Drehgenehmigung. |
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Presseausweis. Dokument, dass die Arbeit eines Journalisten erleichtern soll, indem er sich so als Jpurnalist ausweist. Ausgegeben werden die Presseausweise von Berufsverbänden oder Gewerkschaften. Allerdings muss der Nachweis erbracht werden, dass der Lebensunterhalt mit der journalistischen Arbeit bestritten wird.
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| Prismenfilter. Ein Effektfilter, das dasselbe Motiv mehrfach abbildet. Wird beispielsweise zur Herstellung von Trickaufnahmen verwendet. Siehe: Effektfilter. |
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Producer. Beruf, der ursprünglich in den USA entstanden ist. Der Producer arbeitet eng mit dem Redakteur zusammen und ist für die gesamte Organisation rund um einen Beitrag im Fernsehen zuständig (z.B. Organisation von Interviewpartnern, Verantwortung für den pünktlichen Organisationsablauf). Siehe: Produktionsleiter.
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| Produktionsleiter. Mitglied einer Filmcrew und Koordinator für die Gesamtorganisation einer professionellen Filmproduktion. In sein Aufgaben- und Verantwortungsgebiet fallen die Kalkulation und Einhaltung von Budgets (z.B. Kosten für Studios, Equipment, Schauspieler, Statisten), Erstellung von Drehplänen und Dispositionen (in Absprache mit der Regie und Aufnahmeleitung), das Einholen von Drehgenehmigungen, die Beobachtung der Vertragseinhaltung aller Beteiligten sowie die Organisation und Einhaltung der Drehtermine. Da der Produktionsleiter in direktem Auftrag eines Produzenten handelt, trägt er diesem gegenüber die Gesamtverantwortung für alle Abläufe. Siehe: Hobbyfilmer, Kameramann, Produzent, Regisseur, Treatment. |
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| Produzent. Finanzier für die Produktion von Kino- oder Fernsehfilmen, Unterhaltungsshows und Fernsehmagazinen. Zumeist handelt es sich um Einzelpersonen oder Unternehmen, die mit der Produktion einen geschäftlichen Erfolg verbinden. Auch künstlerische, ideelle oder politische Interessen sind z.T. vertreten. Da Produzenten das finanzielle Risiko einer Filmproduktion tragen, nehmen sie für gewöhnlich starken Einfluss auf den Inhalt und die Gestaltung. Dabei steht der Produzent zumindest im ständigen Kontakt zum Produktionsleiter. Zahlreiche Produzenten haben sich auf der internationalen Ebene zu einem Verband zusammengeschlossen (FIAPF). Siehe: Produktionsleiter, Storyboard |
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| Profifilmer. Personen, die das Filmen zu ihrem Beruf gemacht haben, vornehmlich mit professionellem technischen Equipment arbeiten, über ein besonderes Können verfügen und Geld damit verdienen. Siehe: Hobbyfilmer. |
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| Programmaustausch. Verfahren zwischen einzelnen Fernsehsendern, mit dem ermöglicht werden soll, dass jedem Sender dringend benötigtest Bildmaterial zu einem aktuellen Ereignis schnell zur Verfügung stehen kann. |
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| Progressive Modus. Vollbildverfahren des PAL-Fernsehformats. Anstatt 50 Halbbilder werden vom Camcorder 25 Vollbilder pro Sekunde aufgezeichnet. Das entspricht der üblichen Belichtungszeit von 1/25 Sekunde für TV-Filmaufnahmen. Jeweils zwei Halbbilder werden von der Elektronik gleichzeitig aufgezeichnet und ohne Sprünge fließend dargestellt. Gegenüber der Halbbildtechnik hat die progressive Aufzeichnung von Vollbildern den Vorteil, dass mit höherer vertikaler Auflösung gearbeitet werden kann. Zudem ist der Dynamikumfang und somit die Kontrastwiedergabe besser. Eine sichtbare Verbesserung gegenüber der Halbbildtechnik. Werden 25 Vollbilder progressiv in der Kamera erzeugt, so sprechen Fachleute häufig vom „Filmlook“. Aufzeichnungen von progressiven Vollbildern werden zumeist von Drei-Chip-Camcordern der gehobenen Klasse oder Profi-Camcordern realisiert. Siehe: Drei-Chip-Camcorder, Filmlook, Interlaced Modus, Non-Interlaced, Schulter-Camcorder. |
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| Progressive World. Bezeichnung für eine Produktfamilie von JVC, die 2003 eingeführt wurde und zu der DVD-Player und DVD-Recorder, Bildschirme (TV, Plasma, LCD) und Camcorder gehören. Aufgezeichnet und abgetastet werden Voll- anstatt Halbbilder. Gesteigert wird die Bildqualität dadurch, dass anstatt der üblichen 25 Vollbilder des PAL-Fernsehformats 50 Vollbilder pro Sekunde aufgezeichnet werden. Zudem wird das Breitbildformt 16:9 verwendet. Erstes Flagschiff im Camcorderbereich war der 1-Chip- und MPEG-2-Camcorder GR-PD1, der bezüglich des Farb- und Pixelmanagments in den Bereich von semiprofessionellen 3-Chip-Camcordern heranreichte. Siehe: 16:9, Progressive Modus. |
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| Quicktime. Eine Multimedia-Architektur, die von der Firma Apple für Windows und Mac OS entwickelt wurde. Im Kern besteht QuickTime aus einem Programmgerüst (Framework), einer Schnittstelle (API) und einem speziellen Dateiformat. Der Vorteil von Quicktime ist, dass unterschiedliche Anwendungsprogramme keine speziellen Dateiformate für Video und Ton benötigen. Stets wird auf einheitliche QuickTime-Dateien und dieselbe Schnittstelle zugegriffen. Der berühmte QuickTime Player ist nur eine von mehreren Basisanwendungen von QuickTime. So gibt es beispielsweise auch den QuickTime Broadcaster und QuickTime Streaming Server. Siehe: Mac, Streaming. |
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| Redakteur-Kameramann-Verhältnis. Mit dem Begriff kann die klassische Zusammenarbeit zwischen Kameramann (einschließlich Assistenten) und Redakteur bei Fernsehteams bezeichnet werden. Es handelt sich um zwei unterschiedliche professionelle Arbeitsbereiche, die sich in der Praxis überschneiden. Redakteure lassen professionellen Kameramännern zumeist freie Hand, wenn das genaue Filmthema, Szenen, Abläufe und wesentliche Bildinhalte zuvor geklärt worden sind. Der Redakteur ist indes für gewöhnlich mitverantwortlich für die Gesamtproduktion, das heißt auch für die Dreharbeiten und den anschließenden Filmschnitt. Auch deshalb sollte das Zusammenspiel auf gemeinsamer verlässlicher Basis gut funktionieren. Von Vorteil für den Kameramann ist, wenn er ein Gespür dafür entwickelt, unwiederbringliche Dinge einzufangen. Siehe: Videojournalist. |
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| Reden. Dem Ton wird bei Reden, Vorträgen und Erzählungen eine besondere Aufmerksamkeit zuteil, weshalb das Mikrofon in einer Position mit gleich bleibendem Abstand ruhig verharren sollte. Steht nur eine Kamera zur Verfügung, so sollte die Aufnahme schräg von vorne mit Halbtotalen erfolgen. Dazu wird der Camcorder auf ein Stativ befestigt. Gesucht werden muss ein Kamerastandpunkt, der den besten und geeignetsten Hintergrundausschnitt sichtbar werden lässt. Eine zusätzliche, stimmungsvolle Beleuchtung des Redners wäre auch im semiprofessionellen Bereich von großem Vorteil. Zwischenschnitte von den Zuhörern vermeiden mögliche Bildsprünge und lassen den Film lebendig wirken. Das Mikrofon sollte beim Redner in nächster Nähe platziert werden. Geeignet ist ein einfaches dynamisches Mikrofon mit Nierencharakteristik. Da Redner zumeist ihren Kopf nach recht oder links beim Sprechen neigen, wäre ein Richtmikrofon mit Keulen- oder Super-Nierencharakteristik fehl am Platz. Alternativ kann auch ein drahtloses Mikrofon verwendet werden. Reden sollten stets in voller Länge aufgenommen werden. Gekürzt werden kann später im Filmschnitt. Siehe: Bildsprung, Drahtloses Mikrofon, Ton, Totale. |
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| Reflexionsscheibe. Meist zusammenlegbare, mit den Farben Silber und Mattweiß beschichtete Scheibe, um die Schatten bei starkem Außenlicht aufzuhellen. Je nach Lichtintensität wird entweder die silbern glänzende oder die mattweiße Seite der Scheibe verwendet. In der Praxis wird die Scheibe direkt in das Gegenlicht der Sonne gehalten, sodass durch das reflektierende Licht beispielsweise der Körper und das Gesicht einer Person aufgehellt werden. Um auftreffendes Licht stärker zu bündeln, wird die Scheibe bei Bedarf parabolspiegelartig gekrümmt. Der Selbstbau einer solchen Scheibe ist mit leichten Mitteln möglich: Eine Styroporunterlage von etwa 1 m x 1,5 m, auf die einfache Alufolie aufgeklebt wird, erfüllt zumeist denselben Zweck. Allerdings entfällt so die Möglichkeit der Lichtbündelung. Siehe: Gegenlicht, Lichtgestaltung. |
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| Regisseur. Auch Spielleiter genannt. Während beim Produktionsleiter das Gewicht seiner Tätigkeit vor allem bei den organisatorischen Aufgaben liegt, so liegt es beim Regisseur auf der kreativen (technischen) Gestaltung und Ausgestaltung, eventuell auch Umgestaltung eines Films. Bei Live-Sendungen arbeitet der Regisseur in der Regel zusammen mit dem Bildmischer im so genannten Regieraum (Regie, Bildregie). Siehe: Bildmischer, Exposé, Oberbeleuchter, Produktionsleiter, Tonmeister. |
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| Reißschwenk. Auch als Wischer bezeichnet. Ein sehr schnell durchgeführter Schwenk, der für Überblendungen eingesetzt wird. Siehe: Schwenk. |
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| Repertoirefähige Produktion. Eine groß angelegte szenische Filmproduktion von TV-Anstalten, in der Schauspieler agieren und die nach der Erstausstrahlung ins Ausland verkauft werden soll. Siehe: Produzent. |
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| Reportage. Bei einer Reportage wird ein Ereignis oder Thema aus der Sicht eines Beobachters beschrieben, wobei - anders als bei einem kurzen Bericht - neben den Fakten auch Eindrücke und Beobachtungen in Szene gesetzt werden. Der Zeitrahmen liegt für gewöhnlich zwischen drei Minuten und einer halben Stunde. Somit liegt die Reportage vom Konzept her zwischen einer kurzen Berichterstattung und einem kompletten Filmbericht, der wesentlich mehr und detailliertere Informationen über ein Ereignis enthält. Ziel beim Filmen einer Reportage sollte es sein, dass der Zuschauer den Eindruck gewinnt, bei einem Ereignis dabei gewesen zu sein. In der Praxis bedeutet dies: Durchführung drei, vier oder noch mehr Interviews; neben den Offiziellen vor allem auch ganz normale Menschen ausgiebig zu Wort kommen lassen; aufmerksam zuhören und somit respektieren; Inszenierung des Interviewten bei einer für ihn typischen Tätigkeit. Um flexibel zu bleiben, wird die Kamera entfesselt. Siehe: Enfesselte Kamera, Feature, Interviewsituationen, Neutrales Anschwenken. |
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| Reporterlicht. Eine leichte und transportable Videoleuchte, die mit Batterien oder Akkus in Betrieb genommen wird. Siehe: Augenlicht, Interview. |
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| Reprostativ. Spezielles Camcorder-Stativ, das sich für Filmaufnahmen von Fotos, Grafiken, Drucken und Zeichnungen eignet. Bei diesem Gerät wird der Camcorder in senkrechter Position an einer festen Säule befestigt. Die Distanz zu den Filmobjektiven, die sich auf einer mit der Säule verbundenen Unterlage befinden, ist variabel einstellbar. Zusätzlich sind an der Unterlage zwei Leuchten befestigt, deren Licht schräg von oben auf die Objekte strahlen. Siehe: Stativ. |
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| Requisite. Zur Requisite wird alles gezählt, was zur bildmäßig optimalen Ausstattung eines Drehorts (z.B. Bühne) gehört. Wird für die Requisite ein Lager eingerichtet, so wird wird dieses auch als Fundus bezeichnet. Siehe: Gegenstände. |
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| RGB-Signal. Ein Videosignal, das sich aus den vier getrennten Signalen für die Synchronisation sowie die Farben Rot, Grün und Blau zusammensetzt. Das RGB-Signal liegt direkt am Ausgang des Bildsensors von Camcordern an. Bei Fernsehtunern oder Videorekordern wird das RGB-Signal aus dem FBAS-Signal durch Farbdekodierung erzeugt. |
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| Richtmikrofon. Mit elektronischem Verstärker ausgerüstetes Mikrofon, das nach dem Elektret-Kondensator-Prinzip funktioniert und deshalb eine Energieeinspeisung (Strom) benötigt. Relativ preisgünstig und qualitativ gut, deshalb bei Hobbyfilmern weit verbreitet. Im Gegensatz zum Kugelmikrofon, das über einen Aufnahmebereich von 360 Grad verfügt, ist die Richtcharakteristik dieser Mikrofone besonders ausgeprägt. Der Aufnahmebereich ist begrenzt und liegt etwa unter 120 Grad. Die Töne werden vornehmlich in einem engen, keulenförmigen Bereich aufgezeichnet. Bei Nierenmikrofonen ist die Richtwirkung weniger stark als bei Richtmikrofonen mit Keulencharakteristik, sodass zusätzlich Geräusche neben dem Mikrofon aufgezeichnet werden. Der Vorteil von Richtmikrofonen ist, dass eine bestimmte Ton- bzw. Schallquelle über eine größere Distanz exakt aufgezeichnet werden kann. Je größer die Distanz, desto sorgfältiger muss die exakte Ausrichtung des Mikrofons vorgenommen werden. Leichter sind Richtmikrofone mit der Charakteristik Superniere und Keule auszurichten, weil ein größerer Spielraum vorhanden ist. Besser werden die Aufnahmen generell bei möglichst geringen Distanzen. Als problematisch können sich Richtmikrofone bei stärkeren Windgeräuschen erweisen, weil sich bei zusätzlicher Verwendung eines Windschutzes die Richtcharakteristik stark verändern kann; schlimmstenfalls sogar bis hin zur Kugelcharakteristik bei schalldurchlässigen Synthetikfellen oder ziggaren- und gitterförmig aufgebauten Windschutzkörben. Generell sind dynamische Mikrofone weniger windempfindlich als Richtmikrofone. Siehe: Elektret-Mikrofon, Grenzfächenmikrofon, Körperschall, Kugelmikrofon, Mikrofon, Nierenmikrofon, Supercardioid-Mikrofon, Ton, Windgeräusche, Zoommikrofon. |
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| Riskantes Drehen. In vielen Situationen sollte die Kamera möglichst nahe am Geschehen sein. Dies bedeutet gleichzeitig, dass Risiken für den Kameramann entstehen können, wenn es um gute Bilder gehen soll. Die Konzentration auf die Aufnahme schränkt den Blick für mögliche Gefahren oftmals ein, sodass Gefahren für Mensch und Material bestehen. Um gegebenenfalls schnell reagieren zu können, sollten deshalb mögliche Risiken vor den Filmaufnahmen aufmerksam und gründlich kalkuliert werden. |
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| Rohschnitt. Gelegentlich auch als Grobschnitt bezeichnet. Es handelt sich um die jeweils erste Version eines Schnitts, bei der bereits die mögliche Reihenfolge der Bilder festgelegt wird. Beim Fernsehen wird der Rohschnitt vom Autor zunächst dem Verantwortlichen (z.B. Chef vom Dienst, Redaktionsleiter) vorgelegt. Siehe: Filmschnitt. |
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| Rotlicht. Blinkende oder dauerhaft leuchtende Kontrolllampe in der Signalfarbe Rot, um erkennbar werden zu lassen, dass aufgenommen wird. Beispielsweise in Studios oder an Camcordern zu finden. Um Ungeübten die Scheu oder Nervosität vor der Kamera zu nehmen, schaltet der Kameramann das vorn an der Kamera angebrachte Rotlicht ab. Viele Profis lassen das Rotlicht an der Kamera generell ausgeschaltet. |
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| Rückblende. Einspielen von Bildern und Videos, die Geschehnisse zeigen, die vor der im Film gezeigten zeitlichen Hauptebene liegen. Um den Zuschauer die Orientierung zu erleichtern, ist es sinnvoll, in derartigen Szenen den Zeitsprung auch deutlich zu kennzeichnen. Dies kann durch einleitende Worte geschehen, wie beispielsweise „Ich erinnere mich, dass ...“ bei gleichzeitiger Einblendung der Rückblende, oder durch Schwarz-Weiß-Aufnahmen im laufenden Farbfilm. Siehe: Hochzeit. |
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| Rückblende. Einspielen von Bildern und Videos, die Geschehnisse zeigen, die vor der im Film gezeigten zeitlichen Hauptebene liegen. Um den Zuschauer die Orientierung zu erleichtern, ist es sinnvoll, in derartigen Szenen den Zeitsprung auch deutlich zu kennzeichnen. Dies kann durch einleitende Worte geschehen, wie beispielsweise „Ich erinnere mich, dass ...“ bei gleichzeitiger Einblendung der Rückblende, oder durch Schwarz-Weiß-Aufnahmen im laufenden Farbfilm. Siehe: Hochzeit. |
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| Rückprojektion. Begriff aus dem Studiobereich. Es handelt sich um eine Trickaufnahme, bei der im Hintergrund von Gegenständen oder Personen ein Transparentschirm aufgestellt wird. Auf diesen Schirm werden von hinten Dias mit Landschaften, Gebäuden oder ähnlichen Motiven projiziert, die den Eindruck erwecken sollen, dass die Aufnahme dort entstanden ist. Im Vergleich zur Aufprojektion ist für die Rückprojektion in der Regel ein etwas größeres Studio erforderlich. Siehe: Aufprojektion. |
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| Rummelplatz. Beim Rummelplatz handelt es sich um ein äußerst dynamisches Motiv, weshalb auf Schwenks und Zoomfahrten weitgehend verzichtet werden sollte. Die besondere Schwierigkeit und Herausforderung ergibt sich aus der Tatsache, dass mit einem Dreibeinstativ kaum bis gar nicht gearbeitet werden kann. Deshalb sollte möglichst häufig auf Naturstative zurückgegriffen werden. Um Wackler zu vermeiden, sollten Fahraufnahmen im Weitwinkelbereich gedreht werden. Stetige perspektivische Veränderungen lassen den Film besonders interessant wirken. Klassische Elemente sollten nicht fehlen, so beispielsweise das Kettenkarussell, das im spitzen Winkel von unten aufgenommen wird. Danach ist der Umschnitt direkt aus dem Sessel des Karussels zu drehen (subjektive Kamera). Seitliche Blickwinkel auf - und Nahaufnahmen von - Bahnen, Gondeln oder Auto-Scooter erwecken den Eindruck einer besonders hohen Geschwindigkeit und unterstreichen die allgemeine Dynamik des Drehortes. Siehe: Einbeinstativ, Entfesselte Kamera, Naturstativ, Subjektive Kamera. |
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| S-VHS. Videosystem mit analoger Magnetbandaufzeichnung. Gegenüber dem Standard-VHS-System arbeitet S-VHS mit einer höheren Auflösung, die von 4 MHz (400 Linien) bis zu 5,5 Mhz (450 Linien) betragen kann. Zudem wurde bei S-VHS die Farbwiedergabe und Konturenschärfe verbessert. Mit der Einführung des digitalen MiniDV-Systems zur IFA 1995 verloren S-VHS und Hi8 an Bedeutung. Siehe: Magnetband. |
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| S-Video. Ein Farbvideosystem, das der Qualität von S-VHS und Hi8 entspricht. Chrominanz- und Luminanzsignale werden im Gegensatz zu Composite Video (FBAS) getrennt übertragen und aufgezeichnet. Die vierpoligen, runden Anschlussbuchsen für das S-Video-Signal (Y/C) sind genormt (Mini-DIN-Buchse). Die Pole sind folgendermaßen belegt: Luminanz, Luminanzabschirmung (Masse), Chrominanz, Chrominanzabschirmung (Masse). Siehe: Hi8. |
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| Schalte. Bei einer Schalte wird eine Person, die sich außerhalb eines Fernsehstudios befindet, bild- und tonmäßig via Satellit (SNG = Satellite News Gathering), Ü-Wagen (Übertragungswagen) oder aus einem anderen Studio in eine laufende Sendung geschaltet. Über einen kleinen Lautsprecher am Ohr hört die Person einen so genannten Rückton, damit er die Sendung verfolgen kann und weiß, wann er zugeschaltet („on air“) ist. Siehe: Interview. |
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| Schärfe. Die Schärfe von abbgebildeten Motiven hängt von zahlreichen Faktoren ab, die sich auf die Aufnahme (Auflösung, Konturenschärfe, Einstellungen, Wackler), der Qualität des Camcorders (Objektiv, Bildsensor, Videosystem, Videoköpfe) und des Wiedergabegeräts (Auflösung, Konturenschärfe) beziehen. Siehe: Schärfentiefe. |
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| Schärfeblende. Als Schärfeblende wird das bewusste manuelle Unscharfstellen von abgebildeten Motiven zum Beginn oder am Ende einer Einstellung bezeichnet. Um eine Schärfeblende ohne Wackler realisieren zu können, bleibt im Idealfall der Autofokus des Camcorders für die komplette Aufnahme aus einer Einstellung abgeschaltet. Denn selbst mit Übung sind Verwackler beim Umschalten des Autofokus in den manuellen Betrieb (oder umgekehrt) schwierig zu vermeiden. Professionelle Kameraleute greifen ohnehin in der Regel stets auf die manuelle Scharfeinstellung zurück und schalten den Autofokus ab. Denn nur auf diese Weise ist ein gezielter Einsatz der Schärfe möglich. Siehe: Blende, Einstellung, Filmdialog, Schärfentiefe. |
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| Schärfentiefe. Oft unkorrekt als Tiefenschärfe bezeichnet. Der Entfernungsbereich, innerhalb dessen eine scharfe Abbildung des Objekts erreicht werden kann. Genauer: Der Raum vor und hinter dem Punkt, auf den das Objektiv eigentlich fokussiert ist, und der noch in ausreichender Schärfe wiedergegeben wird. Dieser Raum liegt zu etwa 2/3 hinter diesem Punkt und zu 1/3 davor. Die Schärfentiefe nimmt zu, je kleiner die Blende ist (also bei größeren Blendenwerten), und verringert sich, je kürzer die Aufnahmedistanz ist. Mit anderen Worten: Bei gleich bleibender Aufnahmeentfernung und gleicher Blendeneinstellung ist die Schärfentiefe bei langbrennweitigen Objektiven geringer als bei kurzbrennweitigen. Der Spielraum des Schärfentiefebereichs wird demzufolge im Telebereich stärker begrenzt, sodass die Schärfentiefe nur noch mit der Blende variiert werden kann. Viele Objektive haben eine Skala, anhand derer sich die Schärfentiefe abschätzen lässt. Sie kann auch auf dem Bildschirm überprüft werden, sofern die Kamera über eine Abblendtaste verfügt. Wenn die Belichtungsautomatik des Camcorders mit der Blendensteuerung arbeitet, dann kann zur Verminderung der Schärfentiefe ein neutraler Graufilter eingesetzt werden. Soll die Schärfentiefe erhöht werden, so lassen sich mitunter bessere Ergebnisse mit einer größeren Helligkeit erzielen. Denn die Blendeneinstellung bei den meisten Camcordern wird automatisch durch die Belichtungssteuerung geregelt. Siehe: Autofokus, Blende, Brennweite, Filmdialog, Graufilter, Schärfe, Tele-Einstellung, Weitwinkelobjektiv. |
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| Schnee. Aufnahmen bei Schnee sind aufgrund der starken Lichtreflexe und Kontraste nicht immer leicht zu realisieren. Nicht nur die Belichtungssteuerung des Camcorders, sondern auch der Autofokus, der Bildsensor und der automatische Weißabgleich können bei Schnee mitunter an ihre Grenzen gelangen. Die Folgen sind dunkle und unscharfe Bilder. Wenn der Camcorder über ein Motivwahlschalter für Schneeaufnahmen verfügt, sollte dieser unbedingt eingestellt werden. Auch Profis arbeiten mit derartigen Möglichkeiten. Für manuelle Einstellungen, die längst nicht jeder Camcorder zur Verfügung stellt, gilt demgegenüber folgendes: Da die Belichtungsautomatik bei einem großen Weißanteil im Motiv eine kleine Blende und / oder eine besonders kurze Verschlusszeit einstellt, sollte der Camcorder entweder in einen halbautomatischen (Zeit- und Blendenautomatik) oder in den vollständig manuellen Modus umgeschaltet werden. Erfahrungsgemäß sollte der Blendenwert je nach Motiv um zwei Drittel bis Eineindrittel erhöht werden. Bei ruhigeren Motiven kann auch eine Belichtungsreihe gemessen werden (Bracketing). Besser Ergebnisse erzielt werden können zudem mit dem Einsatz von Streulichtblenden (Gegenlichtblenden), Polarisationsfilter und Aufhellblitzen. UV-Filter bringen nur bei analogen Camcordern Verbesserungen, nicht aber bei digitalen Camcordern. Denn anders als der Silberfilm sind CCD- oder CMOS-Chips von Camcordern unempfindlich bei UV-Licht. Aufgrund der Kälte müssen zudem die geringeren Akkuleistungen einkalkuliert werden. Volle und warme Akkus bringen deutlich mehr Leistung. Deshalb sollten Akkus am Körper getragen werden. Siehe: Akku, Fettblende, Kontrast, Polarisationsfilter, Weißabgleich. |
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| Schnittbildtechnik. Die Art und Weise, wie eine Kamera bei der Filmaufnahme geführt wird. Anstatt zu Zoomen wird ein Ereignis in einzelne Schritte mit unterschiedlichen Einstellungsgrößen und Kamerstandpunkten aufgelöst. Siehe: Einstellung. |
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| Schulter-Camcorder. Schwere Camcorder mit integriertem Schulterstativ, die äußerlich den professionellen Broadcast-Camcordern sehr ähnlich sehen (Profidesign) und zum Teil auch zur unteren bis mittleren Profiklasse gezählt werden. Ausgestattet sind Schulter-Camcorder mit einem 1/2-Zoll-Bildwandler, Wechselobjektivanschluss und großem Schwarzweiß-Suchermonitor. Aufgezeichnet wird auf Standard-DV-Kassetten mit einer Laufzeit bis zu 276 Minuten. Festwerte für Kunst- und Tageslicht sind einstellbar. Der Ton wird manuell auf mehreren Kanälen manuell geregelt. XLR-Audiobuchsen sind selbstverständlich. Die Leistungsfähigkeit entspricht insgesamt den 3-CCD-Camcordern der gehobenen Klasse. Sie sind allerdings deutlich teurer. Profi-Camcorder im DVCAM- (Sony) oder DVCPRO-Format (Panasonic) haben sich weltweit sowohl in der aktuellen TV-Berichterstatung als auch für die Produktion von Industriefilmen und im Institutsbereich durchgesetzt. In der Filmpraxis wird auch der Schulter-Camcorder nicht selten auf ein Stativ montiert – vor allem bei Großaufnahmen. Siehe: Broadcast-Camcorder, Drei-Chip-Camcorder, Camcorder, Progressive Vollbilder. |
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| Schwebestativ. Stativ, das nicht den Boden berührt, sondern vom Kameramann angeschnallt wird. Ermöglicht in vielen Aufnahmesituationen eine ruhigere Kameraführung als bei der gänzlich entfesselten Kamera. Häufig von TV-Musiksendern eingesetzt. In der Regel nicht gerade preiswert. Vorläufer des Schwebestativs für Consumer-Camcorder war das Anfang der 1990er Jahre angebotene Steadicam JR. Siehe: Entfesselte Kamera, HandyMan Familie, Optischer Bildstabilisator, Stadicam, Stativ. |
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| Schwenken. Bewegen der gesamten Kamera um eine feste Achse in eine bestimmte Richtung (vor allem seitlich oder nach vorn und hinten) während der Aufnahme, etwa um Einstellungen miteinander zu verbinden, einen Überblick anzubieten, eine Bildwirkung zu unterstreichen, eine Bewegung zu verfolgen oder um eine Szenenfolge zum Abschluss zu bringen. Die Kamerabewegung bei Consumer-Camcordern wird dabei stets über den aufgeklappten LCD-Farbsucher kontrolliert, da der eigentliche Kamerasucher im Gegensatz zu Profikameras zu klein ist. Schwenks bieten sich bei statischen Motiven an (z.B. Schrottplatz, Museum, Ausstellung, Gebäude), bei dynamischen Motiven sollte auf verschiedene Einstellungen zurückgegriffen werden. Gründe, warum Hobbyfilmer anfangs zumeist viel zu häufig und schnell schwenken, sind die ungewohnte Enge des Blickwinkels, das Fehlen eines weitwinkligen Objektivs und die Schwierigkeit, sich in die Perspektive eines späteren Zuschauers zu versetzen, der die Bildinhalte fassen muss. Profis setzen zumeist auf wenige, kurze, saubere und gezielte Schwenks, die stets jeweils vorher geübt werden. Die Kamera wird dabei auf ein Stativ - möglichst mit Fluidkopf - befestigt. Am Anfang und am Ende des Schwenks werden etwas sieben bis acht Sekunden lang Standbilder gezeigt. Von Vorteil ist, wenn der Kameramann Ruhe bei seiner Arbeit und vorher Überlegungen für den besten Kamerastandpunkt angestellt hat. Alternativ kann eine Totale erwogen werden. Am Ende des Schwenks sollte stets ein themengebundenes, attraktives Motiv oder eine Totale zu sehen sein. Denn der Sinn des Schwenks muss für den Zuschauer nachvollziehbar und der Film leicht zu schneiden sein. Im Hinblick auf den Filmschnitt ist es ferner sinnvoll, mehrere Versionen eines möglichst kurzen Schwenks zur Verfügung zu haben. Denn lange Schwenks lassen sich schwer schneiden und ein wirklich gelungener Schwenk ist oftmals erst beim Schnitt erkennbar. Siehe: Dolly, Fahrstuhleffekt, Fluidkopf, Neutrales Anschwenken, Objektiv, Optischer Bildstabilisator, Reißschwenk, Totale, Zoomen. |
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| SED. Display-Technologie, die 2005 erstmals von Toshiba auf der IFA präsentiert wurde. SED soll die Vorteile von Plasma und LCD vereinen. |
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| Sicherheitskasch. Um bildwichtige Inhalte bei der Aufnahme oder späteren Darstellung nicht aus dem Bild zu verlieren, sollte ein Sicherheitsrand bzw. Sichrheitskasch um das gesamte Bildfeld eingestellt werden. Siehe: Einstellung. |
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| Skylightfilter. Skylightfilter sind Sperrfilter, die sowohl den UV-Anteil als auch geringfügig den Blauanteil des Lichts reduzieren. Gleichsam wird der Rotanteil des Lichts etwas verstärkt. Da digitale Camcorder im Gegensatz zum Filmmaterial (Silberfilm) nicht empfindlich für UV-Licht sind, bleibt die Sperrfunktion des Filter auf die geringe Reduzierung des Blauanteils beschränkt. In der Praxis werden Skylightfilter als Schutzfilter für das Objektiv verwendet. Besser für diesen Zweck sind indes UV-Sperrfilter geeignet. Um Kratzer auf dem Objektiv zu vermeiden, sollte das Filter überwiegend auf dem Objektiv aufgeschraubt bleiben. Ausnahmen sind beispielsweise dann sinnvoll, wenn der Blauanteil des Lichts voll genutzt werden oder ungewünschte Reflexionen (vor allem bei Gegenlichtaufnahmen) reduziert werden sollen. Siehe: Farbtemperatur, Filter, Gegenlicht, Polarisationsfilter, UV-Filter. |
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| Solarisation. Begriff, der aus der Fotografie entlehnt wurde. Allgemeine Bezeichnung für eine partielle oder gänzliche Bildumkehr. Speziell wird mit Solarisation die Umkehr der Tonwerte bei extrem hellen Lichtquellen, wie beispielsweise der Sonne, bezeichnet. Eine Trick-Variante der Solarisation ist die Pseudosolarisation, die bei Camcordern oder Fernsehern durch die Einstellung von Extremwerten bei der Farbsättigung und beim Kontrast erzielt werden kann. Auf diese Weise wird sowohl ein positives als auch ein negatives Bild mit separaten Konturlinien dargestellt. Siehe: Trick. |
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| Spielfilm. Filme mit einer Länge von etwa anderthalb Stunden, die auf der Grundlage eines Drehbuchs mit Schauspielern und professionellen Filmteams entstehen. Für den Hobbyfilmer bieten sich eher Kurzspielfilme an, bei denen schauspielerisch begabte Familienmitglieder, Freunde und Bekannte eingesetzt werden. Siehe: Drehbuch, Regie, Trailer. |
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| Spiegeleffekt. Mit Spiegeleffekten können gegebenenfalls spektakuläre Wirkungen erzielt werden. Dabei werden Lichtreflexionen nicht unterdrückt (wie z.B. mit einem Polarisationsfilter), sondern - eben im Gegenteil - als Effekt bewusst in Szene gesetzt. Beispiele: Fensterscheiben, spiegelnde und reflektierende Flächen, gleißendes Sonnenlicht auf dem Wasser. Anwendungsbeispiel: Glitzernde Punkte auf dem Wasser werden bewusst in die Unschärfe gezogen, um einen guten Übergang zu einem anderen Drehort zu ermöglichen. Ist der Spiegeleffekt unerwünscht, wie z.B. im Hinblick auf Glasscheiben vor Museumsbildern, so kann ein größeres, schwarzes Moltontuch, das vorhangartig hinter der Kamera hochgehalten wird, Abhilfe verschaffen. Siehe: Fettblende. |
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Startkreuz. Rückzählen von 5 bis 1 auf einem Videoband, um den Beginn eines Films zu markieren.
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| Spitzlichter. Als Spitzlichter werden die hellsten Flächen eines Motivs bezeichnet. Betont wird mit Spitzlichtern beispielsweise die räumliche Tiefe, indem Details im Hintergrund stark aufgehellt werden. Häufig auch als Glanzeffekt für die Haare eingesetzt. Siehe: Effektbeleuchtung, Kontrast. |
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| Statement. Kurze Aussage einer Person zu einem bestimmten Sachverhalt oder Ereignis. Gefilmt wird das Statement zumeist im so genannten Brustbild. Zu sehen ist dabei der halbe Oberkörper, der Hals und der Kopf. Bei längeren Statements bietet es sich an, langsam an den Kopf heranzuzoomen. Da für die Länge eines Statements üblicherweise ein bestimmter Zeitrahmen vorgegeben ist, sollten vorher diesbezüglich Absprachen getroffen werden. Siehe: Interview. |
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| Stativ. Gerät zur Befestigung und Fixierung von Kameras, Lichtscheinwerfern oder Mikrofonen. Videostative ermöglichen eine ruhige Kameraführung und sind sowohl im semiprofessionellen als auch im professionellen Einsatz unerlässlich. Vor allem im Anfänger- und Privatbereich wird bei vielen Aufnahmen gern auf ein Stativ verzichtet. Kurz: Hobbyfilmer sind im Gegensatz zu den Profis zumeist keine Fans des Stativs. Die Folge ist, dass vor allem bewegte Szenen - trotz elektronischer oder mechanischer Bildstabilisatoren - oftmals verwackelt sind. Nicht zuletzt bei unwiederbringlichen Aufnahmen muss deshalb ein Dreibeinstativ benutzt werden. Soll die Standfestigkeit des Stativs zusätzlich erhöht werden, so ist der Einsatz einer dreiteiligen, auslegbaren Spinne sinnvoll. Preiswerte Stative für den Anfänger gibt es ab etwa 30 Euro, Profis zahlen für ihr Stativ im Durchschnitt 5000 Euro. Gute Stative zeichnen sich durch folgende Merkmale aus: hohe Standfestigkeit und Stabilität (z.B. dreiarmige Bodenspinne), gutes Material (Aluminium, Titan, Kohlefaser), gute Verarbeitung, Schnellkupplungsplatte und fluidgedämpfte Schwenk-Neige-Köpfe, Sicherheitseinrichtungen für den Camcorder, Gummibelagfüße und ausfahrbare Stahlspitzen (Spikes), Wasserwaage mit Nivellierlibelle. Profistative werden beispielsweise von Sachtler aus München hergestellt. Angeboten werden dort auch Dreibeinstative mit Fluidkopf für kompakte MiniDV-Camcorder. Siehe: Babystativ, Einbeinstativ, Entfesselte Kamera, Fluidkopf, Naturstativ, Reprostativ, Schwebestativ. |
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| Steadicam. Schwebestativ, das sich für lange, weiche Kamerafahrten eignet, beispielsweise über Treppenstufen, durch enge Türrahmen oder schmale Flure. Der professionelle Steadicam-Benutzer trägt eine Weste mit Front- oder Rückenplatte aus Metall, an der der Steadicam-Arm befestigt ist. Der Arm ist dem des Menschen nachgebildet und mit Gelenken ausgestattet, wobei Kompressions- und Expansions-Spiralfedern - wie menschliche Muskeln - das Gewicht in der Waage halten. Entwickelt von dem amerikanischen Kameramann Garret Brown Anfang der 1970er Jahre. In Deutschland erstmals 1976 auf der „photokina“ vorgestellt. 1977 mit einem technischen „Oscar“ ausgezeichnet. Mit der Steadicam sind seitdem weltweit unzählige Spiel- und Fernsehfilme gedreht worden. Auch Fernsehanstalten sind in der Regel mit diesem Stativ ausgerüstet. Benutzt wird die Steadicam dort von ausgebildeten, so genannten Steadicam-Operatoren. Vergleichsweise preisgünstigere Steadicams gibt es auch in der Form von einfachen Handstativen ohne Platten und Arm, bei denen der Antiverwacklungs-Mechanismus über ein Gestänge mit Ausgleichgsgewichten funktioniert. Bei dieser Bauart wirken die Hebelkräfte des Systems jeglicher Bewegung entgegen. Zur Bedienung einer Steadicam ist im Allgemeinen viel Übung erforderlich. Siehe: Entfesselte Kamera, Optischer Bildstabilisator, Schwebestativ. |
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| Sternfilter. Objektivfilter, in das Kreuze eingeritzt sind. Bei einfallendem Licht wird das Licht an den Kreuzen gebrochen, sodass ein Sterneffekt erzielt wird. Siehe: Effektfilter. |
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| Störabstand. Die Differenz zwischen dem Störsignal und den Effektivwerten des Nutzsignals. Angegeben wird der Störabstand in der Maßzahl Dezibel (dB). Siehe: Dezibel, Klirrfaktor, Ton. |
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| Storyboard. Ein gezeichnetes Drehbuch, in dem die einzelnen Einstellungen skizziert werden. Dargestellt wird der Film in der Form eines Bilderbuchs, mit dem versucht wird, alle Einstellungen bzw. Bewegungen und Schnittfolgen mit Hilfe von Skizzen (Zeichnungen) zu illustrieren. Dient als Planungsgrundlage für alle an der Produktion Beteiligten. Das Storyboard trägt dazu bei, Fehler in der visuellen Abfolge zu vermeiden und weitere mögliche Problemstellungen aufzuzeigen. Zur Präsentation eines Filmkonzepts gegenüber einem Produzenten ist ein Storyboard üblich und unerlässlich. In der TV-Branche sollten sich Unerfahrene mithilfe eines Storyboards mit einem erfahrenen Kollegen abstimmen. Siehe: Drehplan, Einstellung, Exposé, Produzent, Treatment. |
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| Strand. Zum Wasser hin sollte im Gegenlicht und aus niedriger Perspektive gedreht werden. Bei dynamischen Bildern (z.B. planschende und spritzende Kinder im Wasser) bleibt die Kamera ruhig. Bei weniger dynamischen Bildern sollte sich die Kamera bewegen. Wirkungsvoll sind Großaufnahmen von typischen Strandmotiven (Kleintiere, Sandburg etc.). Gesichter und Körper im Schattenbereich lassen sich durch eine Reflexionsscheibe aufhellen. Siehe: Froschperspektive, Gegenlicht, Großaufnahme, Reflexionsscheibe, Risikofreudiges Drehen, Schwenk. |
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| Straße. Je nachdem, ob es sich um eine eher ruhige oder belebte Straße handelt, sollten die Grundregeln für dynamische und statische Szenen angewandt werden. Demnach sollte bei einer belebten Straße die Kamera nicht übermäßig bewegt werden. Bei einer eher ruhigen Straße sind beispielsweise Kamerafahrten möglich. Grundsätzlich sollte mit einem Stativ, mit Großaufnahmen und Halbtotalen gearbeitet werden. In Fußgängerzonen wirken längere Brennweiten sehr interessant, weil die Kamera aus der Entfernung häufig nicht von Menschen bemerkt wird. Spannend wirkt eine kurze improvisierte Kamerafahrt, bei der sich der Kameramann auf ein langsam fahrendes Auto, einen Rollstuhl oder Handkarren mit Gummibereifung setzt. Im Allgemeinen sind vor allem ungewöhnliche Perspektiven gefragt. Siehe: Dorf, Halbtotale, Kamerafahrt, Landschaft, Laufszene. |
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| Streaming. Das Abspielen von komprimierten Video- oder Musikdateien via Internet in Echtzeit. Voraussetzung für gute qualitative Ergebnisse ist eine ausreichende Übertragungs- und Komprimierungsgeschwindkeit, also mindestens eine DSL-Bandbreite von 768 Kbit und ein Prozessor ab Pentium 3. Erforderlich sind bestimmte Player, die das Streaming von Video-, Sprach- oder Musikdateien ermöglichen. Im Gegensatz zum Download von Dateien werden beim Streaming die Daten nur zeitweise auf den Rechner des Besuchers gelagert. Ohne zusätzliche Tools ist eine Offline-Wiedergabe dieser Daten nicht möglich. Erzeugt werden Dateien für das Streaming über bestimmte Programme (Codecs). Siehe: Multimedia-Camcorder, Quicktime. |
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| Streulicht. Unerwünschte Lichtreflexe in der Optik des Objektivs, die durch eine seitlich vom Objektiv angeordnete Lichtquelle oder bei Gegenlicht mit verwendetem Filter entstehen können. Weil das Streulicht den Kontrast und die Farbsättigung verschlechtert, sollten unbedingt Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Das wichtigste Mittel gegen das Streulicht sind Streulichtblenden, die auf das Objektiv aufgeschraubt oder aufgesteckt werden. Generell sollten zudem stets Objektive und Filter mit mehrfach vergüteten Linsen benutzt werden. Bei Streulichtblenden und Filtern sollte allerdings darauf geachtet werden, dass keine Vignettierung (Abdunklung und Unschärfe am Bildrand) die Bildqualität beeinträchtigt. Siehe: Filter, Gegenlicht, Kompendium, Objektiv, Vignettierung. |
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| Stringer. Eine Person, die sich an bestimmten Drehorten (wie z.B. im Ausland) besonders gut auskennt und die Arbeit des Filmteams unterstützt. |
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| Studio. Räumlichkeit mit fester Grundeinrichtung zum Aufnehmen oder Schneiden von Filmmaterial. Aufnahmestudios sind zumeist mit Beleuchtung, Hintergründen, Mikrofonen und mehreren Kameras ausgerüstet. Schnittstudios werden zur professionellen Nachbearbeitung von Filmmaterial ausgerüstet. Aus Kostengründen werden Studios häufig vermietet und angemietet. Dies gilt sowohl für den professionellen als auch für den semipofessionellen Filmer. Siehe: Theater, Tonmeister. |
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| Stufenlinsen-Scheinwerfer. Leuchte mit variabler Abstandveränderung (Fokus) und stufenförmiger Linse, die ein weiches, rundes Beleuchtungsfeld ausfüllt. Durch den variablen Fokus zwischen Brenner und Linse lassen sich die Konturen des Lichtkreises stärker bzw. schwächer einstellen. Das Licht wird gebündelt, sodass der Scheinwerfer auch in gewisser Entfernung zum beleuchteten Motiv aufgestellt werden kann. In der Filmpraxis haben sich der Einsatz von drei Scheinwerfern mit Lichteinheiten von je etwa 300 Watt bewährt. Wird hingegen eine flächige Ausleuchtung benötigt, muss mit Flächenleuchten gearbeitet werden. Eine höhere Lichtausbeute bei gleichzeitig geringerer Leistung und Wärmenentwicklung bieten gegenüber den Stufenlinsen-Scheinwerfern die so genannten Dedolights. Siehe: Beleuchtung, Dedolight, Lichtgestaltung, Lichtkoffer. |
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| Subjektive Kamera. Allgemein das Anfertigen von Filmaufnahmen aus der Perspektive eines einzelnen Betrachters. Entweder also des Kameramanns oder einer Person, die im Film agiert. Mit Bezug auf den Kameramann gilt: Solange es kein objektives, übergeordnetes Maß für eine Filmaufnahme gibt, ist jede Aufnahme natürlich subjektiv abhängig von der filmenden Person. Liegt dem zu drehenden Film kein Drehbuch zugrunde, wird also das gefilmt, was gefällt. In der Regel wird unter „subjektive Kamera“ allerdings folgendes verstanden: Bei der subjektiven Kamera wird eine Szene aus der Perspektive einer Person gedreht, die zum Inhalt des Films gehört. Diese Person und deren Perspektive wird folglich bewusst inszeniert. Beispiel: Filmen aus dem Blickwinkel eines Menschen, der seinen Frühstücksteller zusammenstellt. Der Zweck derartiger Einstellungen ist, dass eine besondere Nähe zu agierenden Personen des Films hergestellt wird, die bis zur Identifikation reichen kann. Siehe: Gegenschuss, Rummelplatz. |
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| Supercardioid-Mikrofon. In der Regel ein Mikrofon mit recht schmaler, herzförmiger Richtwirkung. Erfasst wird lediglich ein sehr schmaler Raumwinkel. Zum Teil werden diese Mikrofone auch mit der Supernieren-Richtcharakteristik zur maximalen Unterdrückung des Schalls aus dem hinteren Raum angeboten. Hergestellt als dynamisches Mikrofon und Elektret-Mikrofon. Zumeist für die Gesangs- und Sprachübertragung eingesetzt. Siehe: Dynamisches Mikrofon, Richtmikrofon. |
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| Symmetrischer Anschluss. Beim symmetrischen Anschluss werden die Signalleitung (Video, Ton) und die Bezugsmasseleitung separat abgeschirmt. Vor allem bei langen Kabeln eingesetzt, um eine möglichst hohe Störfestigkeit zu erhalten. Beim asymmetrischen Anschluss wird dagegen die Masse dazu benutzt, die Signalleitung abzuschirmen. Siehe: Ton. |
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| Szene. Teil eines Films, der sich auf einen Handlungsablauf, einen Ort, ein Gespräch usw. beziehen kann. In sich abgeschlossene Szenen werden als Sequenzen bezeichnet. Szenen werden vom Standpunkt der Handlung definiert, Einstellungen dagegen spiegeln die Kameraperspektive wider. Im Gegensatz zum Take wird eine Szene in der Regel mit Unterbrechungen aufgezeichnet werden. Siehe: Einstellung, Take. |
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Take. Ein Aufnahmeabschnitt, der ohne Unterbrechungen mit einer bestimmten Einstellung aufgezeichnet wird. Ein Take sollte erfahrungsgemäß mindestens sieben Sekunden betragen, damit die nachfolgende Schnittarbeit erleichtert wird. Einige Camcorder bieten dafür eine sekundengenaue Zählfolge an, die auf dem Bildschirm angezeigt wird und beim Starten der Aufnahme abläuft. Filmschnittprogramme können beim Überspielen auf den Computer zumeist den Start- und Endpunkt eines Takes erfassen und einen automatischen Vorschnitt zur Erleichterung der Schnittarbeit vornehmen. Siehe: Einstellung, Szene.
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| Tanzen. Stimmungsvolle Wirkungen beim Filmen von tanzenden Personen ergeben sich vor allem durch den Wechsel der Kameraperspektive und die bewusste Inszenierung von Lichteffekten. Interessant wirkt beispielsweise eine Anordnung, bei der ein Gegenlicht passend zum Rhythmus aufblitzend ins Bild gebracht wird. Beliebt ist zudem die Perspektive, bei der tanzende Personen steil von unten gefilmt werden. Auch die Gegenposition ist denkbar: Beispielsweise ist bereits in dem Spielfilm „Der letzte Mann“ von Carl Mayer (1924) eine Tanzszene zu sehen, bei der die Tanzbewegungen auf dem Parkett skizziert wurden. Dabei wurden die Kamera auf die Brust geschnallt und tanzartige Bewegungen zwischen den Tanzpaaren ausgeführt. Siehe auch: Entfesselte Kamera, Feier, Großaufnahme, Lichtgestaltung. |
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Teaser. Fachbegriff aus dem TV-Bereich. Mit einem Teaser soll der Zuschauer beispielsweise vor einem Werbeblock davor abgehalten werden, das Programm zu wechseln. Zumeist wird auf ein attraktives Thema hingewiesen. Siehe: Eyecatcher.
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| Tele-Einstellung. Eine Einstellung mit größerer Brennweite und kleineren Bildwinkel, um entfernte Motive größer erscheinen zu lassen, die Schärfentiefe zu reduzieren und die Perspektive flacher zu gestalten. Als Tele-Objektive gelten Objektive, deren Bildwinkel kleiner als etwa 45 Grad ist. Da bei der Tele-Einstellung jeder kleine Wackler besonders stark sichtbar wird, sollte auf ein Stativ möglichst nicht verzichtet werden. Aufgrund des geringeren Schärfentiefebereichs bei der Tele-Einstellung wird der Hintergrund eines fokussierten Motivs unscharf dargestellt. Das Motiv hebt sich vom Hintergrund plastisch ab. Am schönsten lässt sich dieser Effekt mit Camcordern durchführen, die über einen größeren optischen Zoom sowie über manuelle Einstellungsmöglichkeiten der Schärfe verfügen. Die optische Brennweite des Camcorder-Objektivs lässt sich durch den Einsatz eines separaten Objektivvorsatzes (Televorsatz) erweitern. Siehe: Brennweite, Einstellung, Schärfentiefe, Totale, Verzeichnung, Weitwinkel, Zoom. |
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| Text. Texte werden in Filmen zumeist als zusätzliche visuelle oder akustische Informationen zum Bild eingespielt. Filmtexte erklären im Idealfall nur das, was im Bild nicht zu sehen und für den Zuschauer interessant ist (Hintergrundinformationen, Details). Ein Film sollte nicht unmittelbar mit einem Text beginnen. Erste stimmungsvolle, textlose Bilder sollen neugierig stimmen. Für akustische Einspielungen, wie beispielsweise bei Filmkommentaren, sind klassische, dynamische Mikrofone (Reportermikrofone) besonders gut geeignet. Der Bildschnitt sollten jeweils nach einem gesprochenen Satz erfolgen. Beachtet werden muss, dass jedes neue Bild im Film einen hohen Bild-Reiz hat. Der Zuschauer benötigt Zeit, um Bilder verarbeiten zu können. Deshalb sollten insbesondere visuelle Texte nur mäßig eingesetzt werden. Soll der Text hingegen im Vordergrund stehen, wie beispielsweise bei aktuellen Nachrichtenbeiträgen, so ist es besonders bei vielschichtigen Texten eine besondere Herausforderung, die passenden Bilder zu finden. Vermieden werden sollte dabei ein „Bilderteppich“, also Bildinhalte, die mit dem Kommentar (Off-Text ) nicht unbedingt übereinstimmen. Beispiel: Probleme über Steuer-, Renten- oder Gesundheitsreform werden mit Außenaufnahmen von Gebäuden, wehenden Fahnen oder ähnlichen Verlegenheitsbildern kommentiert. Vermieden werden sollte zudem generell der so genannte „bebildete Hörfunk“, wie es in der Fachumgangssprache heißt. Beispielsweise reicht es aus, den Ortsnamen eines Schildes einzublenden. Aus dem Off braucht der Name nicht noch einmal wiederholt zu werden oder zusätzlich im Bild erscheinen. Naturtitel, wie Schilder und Plakate, sollten dem Titelgenerator der Schnittsoftware ohnehin stets vorgezogen werden, da Naturtitel weniger steril und künstlich wirken. Siehe: Abspann, Bauchbinde, Dokumentation, Kommentar, Mikrofon, Vorspann. |
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| Text-Bild-Schere. Text und Bild laufen zu einem bestimmten Zeitpunkt des Films diametral auseinander, sodass der Zuschauer den Filminhalt nicht mehr verstehen kann. Text-Bild-Scheren sollten grundsätzlich vermieden werden. Siehe: Text. |
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| TFT-Bildschirm. (TFT = engl. thin-film transistor). Ein Flachbildschirm, bei dem Flüssigkristalle zur Bildschirmdarstellung verwendet werden. Für den Videobereich ist ein Monitor mit 6 Millisekunden Reaktionszeit, Overdrive (Pixelbeschleunigung zur Verhinderung von Schlierenbildung), eine gute Bildqualität (ausreichende Leuchtdichte, hoher Kontrast) und ein zusätzlicher DVI-D-Videoeingang zur verlustfreien Übertragung von der Grafikkarte zum Monitor zu empfehlen. Ausgestattet sein sollte der Monitor zudem mit einem PVA-Panel für brillante Bilder und eine gute Farbtreue. TN+Film-Panels (Twisted Nematics) werden zumeist in 17-Zoll-Modellen eingebaut. Sie weisen zwar gute Reaktionszeiten auf, zeigen aber Schwächen bei der Farbwiedergabe und bei Blickwinkeln. PVA- oder MVA-Panels (Vertical Alignment) finden sich demgegenüber eher in größeren Monitoren. Zwar ist hier die Bildqualität besser, aber auch die Reaktionszeit schlechter. |
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| Theater. Die Dreharbeiten müssen besonders sorgfältig geplant werden. Der Filmer ist lediglich zu Gast, nur geduldet, weshalb sich der Kameramann möglichst zurücknehmen sollte. Dies gilt nicht zuletzt für die Bühnenbeleuchtung, die in den Zuständigkeitsbereich des Regisseurs und Oberbeleuchters fällt und als gegeben akzeptiert werden muss. Das Kamerastativ wird so aufgestellt, dass die Sicht der Zuschauer zur Bühne nicht beeinträchtigt wird. Alternativ dazu kann ein besserer Standort bei der Generalprobe gesucht werden, da zu diesem Zeitpunkt keine Zuschauer vorhanden sind. Ideal sind mindestens zwei Kameras: eine Kamera für die gesamte Bühnenbreite, eine weitere für die Gesichter der Schauspieler. Ist nur eine Kamera vorhanden, so sollte aus der Perspektive der Zuschauer gefilmt werden. Etwa eine mittlere Position in den Publikumssitzreihen während der Generalprobe wäre ideal. Sonst muss die Kamera seitlich neben den Stuhlreihen auf das Stativ aufgebaut werden. Mit Großaufnahmen sollten Akzente bei den Höhepunkten gesetzt werden. Neben einem Mikrofon mit ausgeprägter Richtcharakteristik (Keulencharakteristik), das auf einem hoch aufgezogenen Stativ befestigt wird, bietet sich ein preiswertes Grenzflächenmikrofon an, das einfach auf den Bühnenboden gelegt werden. So sind gute Sprachaufzeichnungen garantiert. Bei Fernsehaufnahmen im Theater werden hingegen zumeist Ansteck-Mikrofone (Funkmikrofone) eingesetzt. Alternativ bietet sich zudem das Tonsignal vom Mischpultausgang an (zumeist XLR-Buchsen). Dann bleibt allerdings zu hoffen, dass der Toningenieur keine Probleme bei der Tonwiedergabe bekommt, da auch Störungen mitaufgezeichnet werden. Interessant wirken stets ergänzende Filmaufnahmen im Backstage-Bereich. Auch Hobbyfilmer sollten sich erkundigen, ob ihnen vor oder nach einem Auftritt Zutritt gewährt wird. Siehe: Ansteck-Mikrofone, Grenzflächenmikrofon, Oberbeleuchter, Studio, Tonmeister. |
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| Timecode. (Abk. TC.) Digitale Informationen, die zu jedem Einzelbild eines Films (Frame) die Zeit und die Bildnummer, eventuell auch das Datum sowie die Bandbezeichnung angeben. Aufgezeichnet wird der Timcode auf je unterschiedliche Weise mit auf das Magnetband. Bei manchen Systemen ist er in der Videospur integriert (VITC), bei anderen wiederum wird er auf eine separate Cue-Spur aufgezeichnet (CTL, RC). Einige Camcorder lassen sich über den Timecode bildgenau von Schnittprogrammen steuern. Auch lassen sich z.B. die jeweiligen Einsätze für einen Off-Sprecher mit dem Timecode markieren. Siehe: Magnetband, Off. |
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| Ton. Eine gute Tonaufnahme ist der guten Filmaufnahme ebenbürtig. Kurz: der gute Ton gehört zum Bild. Im Idealfall konzentriert sich der Kameramann auf die Bilder und ein Assistent auf den Ton. Das eingebaute Camcorder-Mikrofon ist nicht für jede Aufnahmesituation geeignet, sondern vielfach nur ein Kompromiss. Ein Zusatzmikrofon ist deshalb für anspruchsvolle und sprachlich verständlichere Tonaufnahmen unerlässlich. Typische Problembereiche bezüglich des Tons sind: der Camcorder ist weit von der Sprachquelle entfernt, zu viele Nebengeräusche bzw. starke Windgeräusche. Nebengeräusche bei Sprachaufzeichnungen und große Entfernungen zur Sprachquelle lassen sich beispielsweise durch drahtlose Mikrofone oder Richtmikrofone bewältigen. Windgeräusche, die als Begleiterscheinung bei Außendreharbeiten entstehen können, stellen ein Problembereich dar, mit dem sich jeder semiprofessionelle und professionelle Filmer auseinander setzen muss. Zur Beseitigung gibt es vor allem elektronische Lösungen und Mikrofonüberzüge. Eine Nachbearbeitung von Tonaufnahmen ist beispielsweise in Sound Editoren, Sound Studios (z.B. von Steinberg) oder in besseren Filmschnittprogrammen möglich. Siehe: AC-3, DV, Klappe, Klirrfaktor, Mikrofon, Musikgruppenaufnahmen, Nachvertonung, O-Ton, Off, PCM, Reden, Störabstand, Ton-Bild-Schere, Tonmeister, Tonmischpult, Windgeräusche. |
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| Ton-Bild-Schere. Von einer Ton-Bild-Schere wird dann gesprochen, wenn der aufgenommene Ton nicht zu den Bildern passt. Beispiel: Die Kamera steht vor einer belebten Straße und im Bild erscheint ein idyllisch erscheinendes Haus. Werden die Fahrbahngeräusche mit aufgenommen, so ergibt sich eine Diskrepanz zwischen Bild und Ton. Abhilfe verschaffen beispielsweise Richtmikrofone oder separate Tonaufnahmen mit passender Tonatmosphäre (Atmo), die später in den Film geschnitten werden. Siehe: Atmo, Richtmikrofon, Ton, Zoom-Mikrofon. |
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| Tonmeister. In den Verantwortungsbereich des Tonmeisters fällt die künstlerische und dramaturgische Gestaltung der Tonaufnahmen. Er arbeitet in engster Kooperation mit dem Toningenieur, der sich mit der technischen Qualität und der Abmischung des Tons auseinandersetzt. Siehe: Oberbeleuchter, Regisseur, Studio, Ton. |
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| Tonmischpult. Ein elektronisches Gerät, um Audio-Signale zu mischen. Eingangsseitig können beispielsweise Mikrofone, Camcorder, Plattenspieler oder CD-Player angeschlossen werden, deren Signalstärken (Lautstärken) am Mischpult getrennt geregelt werden können. Zusätzlich sind für jeden Eingang (Kanal) Fader vorhanden, um den Ton weich auf den zuvor eingestellten Maximalwert anzuheben oder gegen Null abzusenken. Gute Mischpulte enthalten zudem verschiedenartige Filter, um unerwünschte Frequenzen, die sich in Rauschen oder Rumpeln bemerkbar machen, zu eliminieren sowie Einstellmöglichkeiten für Höhen und Tiefen. Die Kontrolle der Signale erfolgt über einen Kopfhöreranschluss. Zumeist stehen mehrere Ausgänge für die gemischten, geregelten und elektronisch bearbeiteten Signale zur Verfügung. Diese können direkt auf analoge oder digitale Geräte aufgezeichnet werden und zur Nachvertonung von Filmaufnahmen verwendet werden. Zu beachten ist, dass die Ein- und Ausgangswiderstände (Impedanzen) des Tonmischpults zu den angeschlossenen Geräten passen müssen. Siehe: Dezibel, Mikrofon, Ton. |
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| Totale. Im Gegensatz zur Großaufnahme eine Kameraeinstellung, die das gleichzeitige Betrachten verschiedener Objekte und deren räumliche Einordnung gestattet. Allgemein kommt die Totale auf einem Fernsehbildschirm mit PAL-Auflösung weniger gut zur Geltung als die Großaufnahme. Um eine Totale wirken zu lassen, sind vor allem größere Leinwände erforderlich. In der Praxis wird aus diesem Grund bei vielen Filmaufnahmen mehr auf Halbtotalen, Groß- und Nahaufnahmen gesetzt. Eine Verbesserung im Bereich Fernsehtechnik stellt das hochauflösende HDTV-Format dar, das die Darstellung eines echten 16:9-Breitbildformats gestattet. Ebenso im Unterschied zu den Großaufnahmen lassen sich Folgen von Totalen oder Halbtotalen weniger gut schneiden. Sie entziehen dem Film mitunter auch mögliche emotionale Wirkungen. Siehe: 16:9, Einstellungsgröße, Goldener Schnitt, Großaufnahme, Halbtotale, HDTV, PAL. |
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| Trailer. Ein kurzer Clip. Die nähere Bedeutung des Begriffs Trailer ist unterschiedlich. Immer handelt es sich jedoch um eine kurze bildmäßige Ankündigung, Zusammenfassung oder Charakterisierung eines Films. Die Unterschiede liegen darin, ob der Trailer Bestandteil des Films ist oder nicht und wo genau und zu welchem Zweck der Trailer im Film eingesetzt wird. Am bekanntesten ist die Bedeutung des Begriffs wohl vor allem im Hinblick auf Trailer, die zur Vorankündigung eines Films aus Werbezwecken eingesetzt werden. Diese Trailer sind nicht Bestandteil des Films. Im Film ist der Trailer für gewöhnlich eine kurz geschnittene Eröffnungssequenz, mit der entweder ein wiederkehrendes Kennzeichen für eine Serie gesetzt wird oder ein Überblick über den Inhalt des folgenden Films geliefert wird. Ziel des Trailers muss es sein, dass Neugierde beim Zuschauer geweckt wird. Gelegentlich werden Trailer auch als eine abschließende Zusammenfassung im Abspann eines Films eingesetzt. Gute Szenen sollen hier somit noch einmal vergegenwärtigt und in Erinnerung gehalten werden. Sinnvoll ist bei Trailern generell das Einspielen von dynamischen Bildern, Menschen und das Schneiden im Rhythmus der eingespielten Musik. Wichtig ist, dass keine Erwartungshaltung geweckt wird, die der Film nicht erfüllen kann. Das Charakteristische eines Films muss spannend auf den Punkt gebracht werden. Siehe: Abspann, Bunter Einstieg, Eyecatcher, Spielfilm, Video-Clip, Vorspann. |
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| Treatment. Der schriftliche Entwurf für das spätere Drehbuch, der die Filmidee hinsichtlich des Inhalts und des Ablaufs in erzählender Form kurz zusammenfasst. Sozusagen ein Vordrehbuch bzw. ein erweitertes Exposé. In einem Treatment wird der Inhalt einer geplanten Produktion chronologisch wiedergegeben. Enthalten sind im Treatment bereits die Drehorte und die wichtigsten Rollen, manchmal auch Teile von Dialogen. Siehe: Drehplan, Exposé, Produktionsleiter, Storyboard. |
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| Trick. In der Videotechnik werden Trickdarstellungen zur Bildverfremdung (z.B. Solarisation, Inversion), für Hervorhebungen (Zeitlupe, Standbild, Zeitraffer) und für Übergänge zwischen zwei Einstellungen (Überblendung, Einblendung) benutzt. Zum Teil werden derartige Effekte durch den Einsatz von Trickfiltern erzielt. Für gewöhnlich werden diese Effekte mit Schnittprogrammen realisiert. Siehe: Blue Box, Filmschnitt, Solarisation. |
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| Trübes Wetter. Eher eine ungünstige und schwierige Situation für gute Filmaufnahmen, da weder Licht noch Schatten das Motiv formen. Die Bilder wirken zumeist flach, undifferenziert und wenig brillant. Die Farben werden weniger gesättigt und leuchtend wiedergegeben. Fast immer ist aufwendiges, zusätzliches Kunstlicht erforderlich. Um vom Sonnenlicht profitieren zu können, werden Werbefilme deshalb zumeist in südlicheren Regionen gedreht. Siehe: Lichtgestaltung, Luftperspektive. |
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| türken. Fachjargon mit der Bedeutung „so tun, als ob“ (vorspiegeln, vortäuschen). Umgangssprachlich wird gelegentlich der Ausdruck „einen Türken bauen“ verwendet. Damit ist eine (nachträgliche) Inszenierung von Abläufen gemeint, die beim Betrachter des Films den Eindruck von Authentizität erwecken sollen. Wird beispielsweise in einem Urlaubsvideo der Eindruck erweckt, dass ein riesiger Fisch geangelt worden ist (der in Wahrheit aus dem Supermarkt stammt), so handelt es sich um eine „getürkte Szene“. |
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| U-matic. Videosystem mit ¾-inch-Videokassetten, das von Sony in den 1970er Jahren entwickelt wurde. Ein separater, tragbarer Videorekorder dient bei diesem System als Aufzeichnungsgerät und wird über ein vieladriges Kabel mit der Kamera verbunden. Beim U-matic-Low Band handelt es sich um ein semiprofessionelles Videosystem mit etwa 3 MHz Auflösung. Beim U-matic-High Band handelt es sich demgegenüber um ein professionelles Videosystem mit ca. 3,5 MHz Auflösung. Letzteres wurde in den 1980er Jahren bei Fernsehanstalten für die aktuelle elektronische Berichterstattung oder bei Industriefilmen eingesetzt. |
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| Überbelichtung. Zu hohe Werte in den hellen Motivbereichen (Lichtern) einer Aufnahme, beispielsweise bei starkem Gegenlicht oder zu nahen Blitzaufnahmen, was neben der unerwünschten Überstrahlung zu einer geringeren Kontrastwiedergabe führt. Überbelichtungen markieren die Grenzen der Belichtungsautomatik von Camcordern. Durch Veränderungen von Aufnahmepositionen, Aufnahmeabständen, Verkürzungen der Belichtungszeit, Verlaufs- oder Graufilter (ND-Filter) lassen sich zu große Helligkeitsanteile in den Bildern reduzieren. Bei Überbelichtungen im Bildbereich des Himmels lässt sich die Kontrastwiedergabe durch die Verwendung eines neutralen Verlaufsfilters verbessern. Siehe: Ausfressen, Gegenlicht, Graufilter, Verlaufsfilter, Zebramuster. |
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| Umschnitt. Als Umschnitt wird ein Filmschnitt bezeichnet, bei dem sich erst zu einem späten Zeitpunkt herausstellt, dass der fertige Filmschnitt nicht wie geplant gezeigt werden kann oder sollte. Im Profibereich wird der Schnitt nur dann als Umschnitt bezeichnet, wenn er bereits abgenommen wurde. Siehe: Filmschnitt. |
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| UMTS. Seit 2004 ein Mobilfunkstandard. Das Zukunftspotential von UMTS liegt z.B. darin, dass sich Videoaufnahmen via direct Stream zum heimischen Server übertragen lassen. |
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| UV-Sperrfilter. Farbloses Filter, das bildqualitätsminderndes, kurzwelliges ultraviolettes Licht im UV-Wellenlängenbereich zwischen 380 und 250 Nanometern absorbiert. Das sichtbare Licht wird dagegen nicht reduziert. Aufgrund der Mehrfachvergütung der meisten Camcorder-Objektive wird die die UV-Strahlung ohnehin absorbiert. Deshalb ist dieses Filter heute praktisch nicht mehr erforderlich. Allerdings kann der UV-Sperrfilter als Schutz für das Objektiv verwendet werden. Da im Gegensatz zum Skylight-Filter das sichtbare Licht nicht reduziert wird, sind sie besser für den Schutz des Objektivs geeignet. Da das Objektiv möglichst dauerhaft geschützt bleiben soll, werden zahlreiche Filmaufnahmen zumeist mit Skylight- oder UV-Filtern gemacht. Um die Qualität der Aufnahmen nicht zu vermindern, sollten deshalb hochwertige Filter verwendet werden. Dies zumal diese Filter für gewöhnlich über einen längeren Zeitraum unzerkratzt und somit verwendbar bleiben. Siehe: Skylight-Filter. |
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| Vario-Objektiv. Im Fachjargon auch Gummmilinse genannt. Aufnahme- oder Projektionsobjektiv, dessen Brennweite stufenlos verändert werden kann. Vorläufer dieses Objektivs war in den 1930er Jahren der Transfokator. Siehe: Objektiv. |
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| Verkrampfte Interviewpartner. Nicht zuletzt professionelle Kameraleute machen immer wieder die Erfahrung, dass sich ungeübte Menschen vor der Kamera verkrampfen. So wirken besonders in Interviewsituationen die Bilder häufig unnatürlich. Die übergroße Konzentration verändert die Körpersprache und die verbale Ausdrucksweise. Manchmal wird deshalb ein Trick angewandt: Der Kameramann schaltet die rote Kontrollleuchte vor dem Camcorder aus. Es wird vorgegeben, das Interview erst einmal „trocken“ zu üben. Bei dieser „Übung“ findet indes die Aufnahme statt. Oftmals sind diese Bilder besser als bei dem nachfolgenden, erneut durchgeführten Interview. Grundsätzlich gilt: Kameramann und Redakteur sollten zu einer entspannten, respektvollen und lockeren Atmosphäre beitragen können. Von Vorteil kann es sein, auf ein großes TV-Equipment und eine Vielzahl von TV-Leuten bewusst zu verzichten. Handliche Camcorder bieten eine gute Aufnahmequalität und erschrecken Menschen zumeist weniger. Siehe: Interview. |
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| Verlaufsfilter. Ein Effektfilter, der halbseitig und von unten nach oben mit einer zunehmenden Dichte von Farbpartikeln eingefärbt ist. Der Übergang zum halbseitig ungefärbten, transparenten Teil ist fließend. Verlaufsfilter gibt es in unterschiedlichen Farben (z.B. in Orange, Blau oder Grau). Orangefarbene beispielsweise verstärken den Farbeindruck eines Sonnenuntergangs, blaue intensivieren die Farbsättigung eines wolkenlosen Himmels. Siehe: Ausfressen, Filter, Überbelichtung. |
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| Verschlusszeit. Anders als in der Fotografie lässt sich in der Videografie die Verschlusszeit nur bei wenigen Geräten direkt einstellen. Das Problem ist: Bei analogen und digitalen Camcordern, die nach dem normierten PAL-Videosystem arbeiten, ist die Verschlusszeit mit 50 Halbbildern pro Sekunde vorgegeben (1/50 s). Ist die Verschlusszeit einstellbar, so verändert sich im Normalfall die Geschwindigkeit der aufgenommenen und wiedergegebenen Bildfolgen. Filme würden so zu schnell oder zu langsam auf anderen Geräten wiedergegeben werden. Bei einigen Camcordern wird dieses Problem jedoch elektronisch gelöst, sodass die Verschlusszeit ohne Geschwindigkeitsveränderungen bei der Aufnahme direkt über einen Tv-Modus eingestellt werden kann. Dabei wird die Blende je nach eingestellter Verschlusszeit automatisch eingestellt (Blendenautomatik). Vorteile der manuellen Einstellungsmöglichkeit sind, dass sehr scharfe Bilder von sich schnell bewegenden Objekten oder helle Bilder von dunklen Motiven aufgenommen werden können. Siehe: Blende, HDTV, PAL, Zebramuster. |
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| Verzeichnung. Ein Abbildungsfehler optischer Linsen. Ändert sich die Vergrößerung eines optischen Systems über den Radius, dann werden achsennahe Objekte in einem anderen Maßstab abgebildet als achsenferne. Linien, die außerhalb der Bildmitte liegen, werden aufgrund der Verzeichnung bei kurzen Brennwelten nach außen und bei langen Brennweiten nach innen gewölbt. Zur Illustration dieses Effekts kann ein Quadrat herangezogen werden. Nimmt die Vergrößerung zu den Rändern des Bildfelds zu, dann werden die Ecken dieses Quadrats stärker vergrößert als die Geraden. Das Ergebnis ähnelt einem Kissen und wird deshalb kissenförmige Verzeichnung genannt. Im umgekehrten Fall spricht man von tonnenförmiger Verzeichnung. Kissen- und tonnenförmige Verzeichnungen können insbesondere bei Camcorder-Objektiven auftreten, die über einen größeren Zoombereich verfügen. Verzeichnungsfreie Objektive sind dagegen in der Regel recht teuer. Siehe: Brennweite, Durchzeichnung, Objektiv, Tele-Einstellung, Vignettierung, Weitwinkelobjektiv, Zoomobjektiv. |
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| VHS. Im Jahre 1984 neben Betamax das vorherrschende Videosystem. Entwickelt von der Firma JVC. Video 2000 von Grundig und Philips fristeten dagegen ein Schattendasein und wurden wegen Erfolglosigkeit nicht mehr produziert. Bei VHS und S-VHS werden das Bildsynchronsignal impulsartig auf einer separaten Synchronspur des magnetischen Videobands aufgezeichnet, sodass bei der Wiedergabe ein bildgenauer Gleichlauf des Bandzugs und der Kopftrommel gewährleistet ist. Am oberen Rand des Magnetbands befindet sich die Audiospur (1 mm) und am unteren Rand die Synchronspur (0,75 mm). Dazwischen wird auf einer Breite von 10,7 mm das Videosignal aufgezeichnet. Etwa Ende der 1980er Jahre hatte VHS das Videosystem Betamax vom Markt weitgehend verdrängt. Das Ende von VHS war um das Jahr 2004 durch die Verbreitung von preiswerten digitalen Videorekordern endgültig besiegelt. Anstatt - wie bei VHS - Filme analog auf das Magnetband aufzuzeichnen, werden seitdem digitale Filmdaten direkt auf Karten, DVD’s oder Festplatten gespeichert. Um den Verschleiß- und Alterungsprozess analoger VHS-Filmaufnahmen entgegenzutreten, sollten die Filme digitalisiert werden. Erst dadurch ist eine gleich bleibende Qualität von Bild und Ton gewährleistet. Um die korrekte Wiedergabe auf Fernsehgeräten oder das Überspielen (z.B. Digitalisieren) von VHS-Filmmaterial mithilfe von Camcordern oder Computern ohne Bildfehler zu ermöglichen, darf nur das Synchronsignal des Zuspielgeräts wirksam sein. Siehe: Analog-Digital-Wandler, Archivierung, Betamax, FBAS, Magnetband, Moiré. |
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| Video-Clip. Ein Film für Werbe- und Unterhaltungszwecke mit einer Spielzeit von wenigen Minuten. Vor allem im Musikbereich eingesetzt. Durch mehr oder wenige rasche, gezielt eingesetzte Bildfolgen sollen mit einer Marke, einem Produkt oder Lied feste Assoziationen beim Zuschauer geweckt werden. Siehe: Trailer. |
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| Video8. Ein analoges Videosystem von Sony, das in den 1990er Jahren neben Hi8 vor allem im Camcorderbereich verbreitet gewesen ist. Ab 1995 zunehmend durch das das DV-Format abgelöst. Aufgezeichnet wird im PAL-Standard auf einem 8 mm breitem Magnetband mit bis zu 120 Minuten Spielzeit. Die Auflösung der Camcorder beträgt zwischen 2,5 MHz (190 Linien) und 3,3 MHz (270 Linien). Anders als bei VHS sind die Bildimpulse in der Videoschrägspur integriert, werden also nicht extra auf eine CTL-Spur aufgezeichnet. Das Audio-Signal wird entweder auf die FM-Schrägspur oder als PCM-Ton auf einer separaten Spur aufgenommen. Zusatzinformationen könen als Timcode (RCTC) auf das Band gespeichert werden. Siehe: DV, Hi8, PAL, Timecode. |
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| Videografie. Allgemeiner Begriff für die analoge oder digitale Bildaufzeichnung. Im Unterschied zur Silberfotografie und klassischen Kinematografie ist mit Videografie das Videofilmen mit elektronischen Geräten gemeint. |
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| Videojournalist. Abkürzung VJ. Der Beruf des Videojournalisten ist mit der Einführung des MiniDV-Formats, den Bau von leistungsstarken Kameras und mobilen Schnittplätzen (Laptops) erst um die Jahrhundertwende vor allem bei der Lokalberichterstattung entstanden. Im Videojournalisten verdichten sich die drei Rollen des klassischen Filmteams (Kameramann, Kameraassistent, Redakteur) in den Aufgabenbereich einer einzelnen Person. Dadurch entsteht ein neuartiges Produktionsverfahren im Fernsehbereich. Nachteile: Nach amerikanischem Vorbild werden gleich mehrere qualifizierte Fernsehberufe zu einem einzigen zusammengefasst. Der Videojournalist sucht sich Bilder und Gesprächspartner, filmt und schneidet anschließend den Film allein. Dadurch kann ein enormer Zeitdruck entstehen. Die Vorteile liegen im Kosten und Planungsbereich: Neben Einsparungen bei den Kosten für aufwendige Kamera-Teams und teure Schnittplätze werden flexiblere Planungen sowie schnellere und umfassendere Berichte möglich. Ferner kann gegebenenfalls eine größere Nähe zu Menschen hergestellt werden, da der „große Auftritt des Fernsehens“ in deren Wahrnehmung wegzufallen scheint. In der Fernsehpraxis wird der Videojournalist zumeist als Ergänzung zum klassischen Team eingesetzt. Siehe: Redakteur-Kameramann-Verhältnis, MiniDV, Zurückhaltende Kameraführung. |
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| Vignettierung. Der Begriff Vignettierung wird in der Videografie in je unterschiedlicher Weise verwendet. Zunächst wird damit eine Unschärfe und Abdunklung des Bildrandes bezeichnet, die durch die Frontlinse des Objektivs abschattende Streulichtblenden oder Filter entstehen kann. Besonders bei starken Weitwinkeln treten konstruktionsbedingte Bildfehler auf. Hier wird ebenfalls von Vignettierung gesprochen. Schließlich wird unter Vignettierung die bewusste Einengung des Bildes zur Erzielung von Effekten verstanden (Schlüsselloch-Effekt). Siehe: Streulicht, Verzeichnung, Weitwinkel. |
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| Vogelperspektive. Im Gegensatz zur Froschperspektive (Untersicht) wird aus einer hohen Kameraposition entweder nach vorn (eher selten) oder nach unten (häufig) gedreht. Es handelt sich um eine Obersicht. (Nicht zu verwechseln mit der Luftperspektive, bei der es um die stufenweise Abnahme von Bildkontrasten bei dunstigen Sichtverhältnissen im Freien geht.) Eingesetzt insbesondere dann, wenn dem Zuschauer größere Übersichten ermöglicht werden sollen. Je nachdem, was im Film dargestellt wird, werden mithilfe der Vogelperspektive bestimmte Bildaussagen unterstrichen. Akzentuiert werden bei Menschen aus dieser Perspektive beispielsweise: Kleinheit, Schlichtheit, Natürlichkeit, Naivität, Hilflosigkeit, Trunkenheit, Kleinmut, Harmlosigkeit, Trübseligkeit, Bedeutungslosigkeit. Sollen Kinder aus der Augenhöhe von Erwachsenen und nicht aus deren Augenhöhe gefilmt werden, so sollte sich der Kameramann darüber im Klaren sein, welche Aussagen er auf diese Weise betont. Durch den hohen Kamerastandpunkt wirken Personenaufnahmen generell unnatürlich verkürzt. Siehe: Kinderperspektive, Luftperspektive, Froschperspektive, Perspektive. |
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| Vorspann. Bei einem Vorspann werden zu Beginn eines Films zusätzliche Informationen als Text eingeblendet. So vor allem der Filmtitel, die Darsteller, der Autor des Drehbuchs, der Regisseur und Kameramann etc. Je nach Filmstil werden auch einleitende Kommentare gesprochen. Letztlich bleibt es wohl dem Geschmack des Cutters vorbehalten, welche Informationen bei einem Vorspann weggelassen und alternativ in einem Abspann aufgenommen werden. Siehe: Abspann, Antextbilder, Bunter Einstieg, Eyecatcher, Kommentar, Text, Trailer. |
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| Weiches Licht. Ein Licht, das nicht auf eine bestimmte Richtung ausgerichtet, Räumlichkeiten und Orte diffus aufhellt und kaum Schatten wirft. Bewusst eiungesetzt zum Beispiel für Bilder, die romantisch und verträumt wirken sollen. Siehe: Hartes Licht. |
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| Weihnachtsfilme. Soll in einem Weihnachtsfilm eine stimmungsvolle Atmosphäre erzeugt werden, so können mit Stern-, Gittereffekt- und Weichzeichnertfiltern vereinzelt wirkungsvolle Akzente gesetzt werden. Gitterfilter beispielsweise bilden die Lichtquellen sternförmig ab. Siehe: Gegenstände, Großaufnahmen. |
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| Weißabgleich. Abstimmen der Farbempfindlichkeit des Camcorder-Bildsensors mit der Farbtemperatur der Beleuchtung. Der Begriff Weißabgleich hat Ende der 1970er Jahre mit der allmählichen Abschaffung des Chemiefilms Einzug in den Film- und Videobereich gehalten. Vereinfacht ausgedrückt ist die automatische oder manuelle Einstellung am Camcorder gemeint, um die Farbe Weiß möglichst so wiederzugeben, wie sie in der Realität gesehen wird. Dabei wird die spektrale Empfindlichkeit durch die Messungen von Rot- und Blauanteilen an die Farbtemperatur der jeweiligen Beleuchtung angeglichen. Farbstiche werden eliminiert und die Farbwiedergabe bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, wie beispielsweise bei Kunst- und Tageslicht, wird optimiert. In den meisten Fällen ist der automatische Weißabgleich ausreichend. An semipofessionellen oder professionellen Camcordern lässt sich der Weißabgleich auch manuell vornehmen. Profis arbeiten zumeist mit den vom Hersteller gespeicherten Festwerten für Kunstlicht (3 200 Kelvin), Tageslicht (5 600 oder 6 300 Kelvin) oder Drehs in Büros mit großen Fensterflächen und Tageslichteinfall (4 300 Kelvin). Soll ein spezieller, korrekter Wert ermittelt werden, so reicht es aus, ein weißes Blatt Papier oder eine andere weiße Fläche im Lichtkegel des Hauptlichts vor das Objektiv zu halten und den ermittelten Wert zu speichern. Bei Mischlicht (Tages- und Kunstlicht) und Schwenks kann sich ein fest eingestellter Wert mitunter als problematisch erweisen. Besser kann es deshalb mitunter sein, den Camcorder den Weißabgleich automatisch vornehmen zu lassen. Gute Camcorder passen sich den veränderten Farbtemperaturwerten an. Grundsätzlich gilt: Die Farbwiedergabe bleibt Geschmackssache. In der Praxis genügen der korrekt vorgenommene manuelle Weißabgleich oder die Einstellung von Festwerten nicht immer den Ansprüchen des professionellen Videofilmers. Gelegentlich wirken die Farben etwas zu gelblich. Um dies zu verhindern, müssen die ermittelten Werte anschließend etwas höher eingestellt werden (weniger Rot-, mehr Blauanteil). So werden die Hauttöne nicht so warm, sondern etwas kälter wiedergegeben. Übrigens: Bei preiswerten Camcordern kann es vorkommen, das der automatische Weißabgleich die Wirkung von zusätzlichen Objektivfiltern aufhebt. Siehe: Erinnerungsfarben, Farbtemperatur, Filter, Gesichtsfarbe, Schnee. |
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| Weitwinkelobjektiv. Zusätzliches Vorsatz-Objektiv für Camcorder, um im Nah- oder Fernbereich in einem weiten Winkel aufnehmen zu können. Ist der Bildwinkel des Objektivs größer als 70 Grad, so handelt es sich um einen so genannten Superweitwinkel. Durch die Darstellung von übersteigerten Größenunterschieden zwischen dem Vorder- und Hintergrund entsteht der Eindruck einer stark räumlichen Wirkung (Tiefeneindruck). Da der Hintergrund verkleinert und der Vordergrund vergrößert wird, wirken Weitwinkel flachen Bildwirkungen entgegen. Ein großer Vorteil von Weitwinkelobjektiven ist, dass sich viele Schwenks in kleinen Räumen vermeiden lassen, da in einem breiteren und höheren Winkel aufgenommen werden kann. Darüber hinaus wirken sich unruhige Bewegungen bei der Kameraführung weniger problematisch aus. Mitunter lassen sich mit Weitwinkelobjektiven ganze Häuser oder Bauwerke aus geringer Distanz abbilden. Verblüffend sehen Aufnahmen von Autobahnen, Straßen oder Wegen aus, die über das Wasser, durch einen Wald oder auf einen Berg führen. Vor allem dann, wenn die Breite im Vordergrund betont oder sichtbar gemacht werden soll. Nachteile: Bei Nahaufnahmen und Schwenks können Verzeichnungen auftreten. Zudem führt eine Steigerung des Weitwinkelfaktors in der Regel zu einer Verschlechterung der Abbildqualität, die mehr oder weniger sichtbar sein kann. Bei starken Weitwinkeln treten konstruktionsbedingte Bildfehler auf (Vignettierungen). Beachtet werden muss: Vorsatz-Objektive sind brennweitenlos. Der Faktor eines jeweiligen Objektivs muss mit der Brennweite des Grundobjektivs multipliziert werden, um den Brennweitenbereich zu ermitteln. Ergibt sich ein Faktor unter 1, so kann das Objektiv für den Weitwinkelbereich eingesetzt werden, über 1 für den Telebereich. So wird beispielsweise durch die Verwendung eines Weitwinkel-Konverters mit dem Faktor 0,5 aus einem 8-mm-Grundobjektiv ein weitwinkligeres von 4 mm. Dies entspricht einer Verdopplung des Bildwinkels. Echte Weitwinkelobjektive lassen sich an einem großen Schärfentiefenbereich erkennen. In Verbindung mit Blendenwerten von F11 oder F16 muss alles scharf abgebildet werden. Siehe: Autofahrten, Objektiv, Schärfentiefenbereich, Tele-Einstellung, Verzeichnung, Vignettierung. |
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| Windgeräusche. Tonaufnahmen von Luftbewegungen, die als Begleiterscheinung bei Außendreharbeiten entstehen können. Es handelt sich um ein Problem, mit dem Hobbyfilmer ebenso konfrontiert sind wie Profis. Vor allem dann, wenn Mikrofone mit mehr oder weniger starker Richtcharakteristik verwendet werden. Dynamische Mikrofone sind demgegenüber weniger empfindlich. Nicht immer sind Windgeräusche vor Ort vom menschlichen Ohr wahrnehmbar, weshalb der Ton während der Aufnahme mit einem Kopfhörer kontrolliert werden sollte. Geeignet sind Kopf- oder Ohrhörer, bei denen sich die Lautstärke entsprechend der Stärke der Umgebungsgeräusche einstellen lässt. Stellt der Camcorder eine elektronische Unterdrückung von Windgeräuschen zur Verfügung, so stellt sich zumeist schnell heraus, dass deren Leistungsfähigkeit sehr begrenzt ist. Folglich muss auf professionellere Lösungen zurückgegriffen werden. Für eine Vielzahl von Camcordern gibt es kleine Felle, die auf die eingebauten Mikrofone aufgeklebt oder mit Klettverschlüssen am Camcorder befestigt werden (z.B. von Rovotech). So kann sich der Wind nicht mehr im Fell verfangen und streicht darüber hinweg. Besonders geeignet sind Felle, die über ein Zusatzmikrofon gezogen werden, wobei bei stärkeren Winden idealerweise ein weniger empfindliches, also ein dynamisches Mikrofon verwendet werden sollte. Schalldurchlässige Synthetikfellen eignen sich bei starken Winden weniger gut als ziggaren- und gitterförmig aufgebaute Windschutzkörbe. Professionelle Berichterstatter benutzen als Windschutz häufig so genannte Zeppeline. Bei leichten Winden kann ein spezieller offenporiger, poröser Schaumstoff ausreichen, um Windgeräusche fernzuhalten. In der Praxis hilft manchmal auch ein Stück Stoff (z.B. Socke) und die Positionierung des Mikrofons hinter eine geöffnete Jacke. Siehe: Mikrofon, Körperschall, Nachvertonung, Ton, Richtmikrofon. |
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| XLR-Stecker. Auch Cannon-Stecker genannt. Robuster, dreipoliger Stecker mit automatischer Verriegelung und guter Abschirmung, der in der professionellen Tontechnik eingesetzt wird. Gegenüber den Klinkensteckern haben XLR-Stecker den Vorteil, dass sie sich nicht leicht aus der Buchse herausziehen lassen, da sie bei der Befestigung in der Buchse einrasten. Zudem neigen sie weniger zu Wackelkontakten. In der Regel sind XLR-Stecker symmetrisch verdrahtet. Siehe: Ton. |
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| Zebramuster. Erreicht die Belichtungsautomatik von semiprofessionellen oder professionellen Camcordern ihre Grenze und wird übersteuert, so wird in problematischen Bildbereichen zur Warnung ein Streifenmuster angezeigt. Die diagonale Schraffur zeigt an, welche Bildbereiche überbelichtet sind. Entweder muss dann die Kameraposition verändert werden oder es müssen manuelle Korrekturen an der Belichtung, Blende oder Verschlusszeit vorgenommen werden. Das Zebramuster ist eine nützliche Hilfe und ein Anhaltspunkt für derartige Korrekturen. Siehe: Blende, Überbelichtung, Verschlusszeit. |
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| Zeilensprungverfahren. Siehe: Interleaced Modus, PAL. |
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| Zeitlupe. Aufnahmen, die mit großer Geschwindigkeit aufgenommen wurden und anschließend mit normaler Geschwindigkeit abgespielt werden, ergeben einen Zeitlupeneffekt. Alternativ lässt sich ein Zeitlupeneffekt mit einem Schnittprogramm nachträglich realisieren. Die dargestellten Bewegungsabläufe werden langsamer dargestellt als sie es in Wahrheit gewesen sind. Vor allem im Sportbereich zu Studienzwecken oder in Privatfilmen zum Hervorheben von witzigen Kurzszenen eingesetzt. |
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| Zeitraffer. Aufnahmen, die bei gleich bleibender Einstellung mit geringer Geschwindigkeit aufgenommen wurden und anschließend mit normaler oder schneller Geschwindigkeit abgespielt werden. Einige Camcorder verfügen über einen Intervalltimer, der in regelmäßigen Zeitabständen (Minutenbereich) kurzzeitig die Aufnahme aktiviert. Ermöglicht beispielsweise, dass das Öffnen einer Blume oder der Bau eines Hauses bei normaler Wiedergabegeschwindigkeit in nur wenigen Sekunden gezeigt werden kann. Interessant wirken beispielsweise auch Wolkenbewegungen oder Schiffsbewegungen auf Flüssen im Zeitraffer. Siehe: Einstellung, Zeitlupe. |
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Zoomen. Vergrößerung der Brennweiteneinstellung des Objektivs. In der professionellen Praxis wird entweder überhaupt nicht oder nur sehr selten mit einer Zoomfahrt in Richtung eines Motiv gearbeitet. Zumeist wird die Kamera selbst in Bewegung gesetzt oder zunächst eine Großaufnahme gezeigt, um anschließend in die Totale zurückzuzoomen. Die Vorteile sind: Dem Zuschauer werden mit dem Zoom in die Totale neue Informationen geliefert. Zudem erleichtert die Zoomfahrt aus der Großaufnahme heraus den Filmschnitt. Siehe: Brennweite, Kamerafahrt, Schwenken.
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| Zoomgeschwindigkeit. Geschwindigkeit, mit der der Motorzoom die Brennweite verändert. Idealerweise sollte die Zoomgeschwindigkeit variabel einstellbar sein. Dies war lange Zeit nur im professionellen Bereich möglich. Mittlerweile lässt sich die Geschwindigkeit auch bei den besseren Camcordern im semiprofessionellen Bereich an der Wippe einstellen. Sehr viel Erfahrung ist dabei nötig, um ruhige Ergebnisse zu erzielen. Um eine gute Wirkung zu erzeugen, sollte die Geschwindigkeit bei längeren Zoomfahrten anfangs langsam erhöht werden und am Ende ruhig auslaufen. Als Faustregel gilt: Besser langsam als schnell zoomen. Ist eine Veränderung der Zoomgeschwindigkeit per Fernbedienung möglich, so sollte zur Vermeidung von Wacklern darauf zurückgegriffen werden. Siehe: Brennweite, Hinterkamera-Bedienung. |
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| Zoommikrofon. Ein in seiner Richtwirkung variables Mikrofon. Von vielen Hobbyfilmer sehr geschätzt. Das Mikrofon wird auf den Zubehörschuh des Camcorders befestigt. Je nach eingestelltem optischen Zoom wird die passende Richtwirkung eingestellt. Auf diese Weise wird verhindert, dass der aufgenommene Ton nicht zu den Bildern passt. Siehe: Mikrofon, Richtmikrofon, Ton-Bild-Schere. |
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| Zoomobjektiv. Objektiv mit in bestimmten Grenzen veränderlicher Brennweite (Vario-Objektiv). Siehe: Brennweite, Kamerafahrt, Objektiv, Tele-Einstellung, Verzeichnung, Zoomgeschwindigkeit. |
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| Zurückhaltende Kameraführung. Wenn zu einer vertrauensvollen Atmosphäre beim Filmen beigetragen werden muss oder soll, dann nimmt sich der Kameramann zurück. So schafft er bewusst eine Distanz im Umgang mit fremden Personen, die aufgenommen werden sollen. Gegebenenfalls kann auch eine räumliche Distanz zwischen Kamera und Filmmotiv von Vorteil sein, um beispielsweise Ängste von Menschen vor der Kamera abzubauen. Im professionellen Bereich sollte vor allem beim Filmen von Prominenten nicht geglaubt werden, als Gleicher unter Gleichen angesehen zu werden. Bei vielen Profis hat sich eine freundliche Distanz bei der Arbeit bewährt. Ausnahmen wird es hingegen bei Aufnahmen im eigenen Familien- und Freundesbereich geben, wo der Kameramann gewissermaßen als ein Teil des Filmereignisses agiert. Siehe: MiniDV, Videojournalist. |
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| Zweierregel. Nach dieser Regel soll zwischen zwei Motivschwerpunkten ein Gleichgewicht angestrebt werden. Beispiel: Die Einzelmotive sollten so gewählt werden, dass die Größenverhältnisse der Objekte erkennbar werden und harmonisch aufeinander abgestimmt sind. So lässt beispielsweise erst ein im Bild positionierter Mensch die Größe eines Gebäudes fassbar werden. Generell gilt: Für eine ausgewogene Aufteilung der Bildfläche ist eine Zusammenballung von Personen im Bild zu vermeiden. Siehe: Goldener Schnitt. |
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| Zwischenschnitt. Kurze Einstellung von etwa sieben Sekunden Länge, die in eine Szene, einen Handlungsablauf oder zwischen zwei Szenen als neutraler Übergang eingefügt wird. Gekürzte längere Vorgänge werden ebenfalls als Zwischenschnitt bezeichnet. Häufig werden Einzelheiten eines Motivs in Großaufnahme gezeigt. Motivanteile, die sonst im Rahmen einer Handlung nicht sichtbar sind, werden mit dem Zwischenschnitt hervorgehoben. An geeignete Zwischenschnitte sollte beim Filmen stets gedacht werden, um einen Film beim späteren Schneiden gegebenenfalls retten zu können. Werden zwei Kameras eingesetzt, so erweist es sich als sinnvoll, das mit einer Kamera die Aufnahme der Zwischenschnitte erfolgt. Siehe: Einstellung, Filmschnitt, Gegenschuss, Großaufnahme, Szene. |
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| Zwischentitel. Titel, der nicht die aktuell sichtbare, sondern die nachfolgende Bildsequenz erläutert. Eine Art Vorankündigung, die die Orientierung für den Zuschauer erleichtert. So wird beispielsweise in einem Urlaubsfilm der Titel „Düsseldorf Flughafen“ eingeblendet, um die Rückkehr anzudeuten. Siehe: Text. |
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| QUELLEN: |
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| Büchele, Friedhelm: Digitales Filmen. Einfach gute Videofilme drehen und nachbearbeiten, Bonn 2004. |
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| Huber, Michael: Das Lexikon der Video-Praxis, München 1997. |
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| Schweizer, Peter: Handbuch der Webgestaltung. Eine konzentrierte Einführung in professionelles Webdesign, Bonn 2003. |
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| Slomka, Marietta: Das Interview: Mehr als einfach nur Abfragen, in: Vivian Massaguié / Markus Resch (Hrsg.): Faszination TV-Journalismus. Tipps und Tricks von prominenten Fernsehmachern für den Berufseinstieg, Landshut 2004. |
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| Vielmuth, Ulrich: Videofilmen wie ein Profi. Tipps und Tricks von Kameramann Ulrich Vielmuth, Berlin 2004. |
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| Wacker, Holger: Videobearbeitung am PC, München 2002. |
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| verschiedene Fachzeitschriften |
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| Letzte Aktualisierung: 5. April 2009 |
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